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Team Sonic Racing im Test

Mit Team Sonic Racing unternimmt SEGA einen weiteren Angriff auf den Fun-Racer-Thron. Wie es der Name schon verrät seid ihr im spirituellen Nachfolger von Sonic & SEGA All-Stars Racing Transformed ausschließlich mit Charakteren aus dem Sonic-Universum unterwegs, die sich diesmal in teambasierten Rennen versuchen. Ob das Vorhaben gelingt dem Platzhirsch Mario Kart 8 Deluxe einzuheizen, verraten wir euch in folgendem Testbericht.

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Gemeinsam sind wir stark

Entwickelt wurde der neue Fun-Racer rund um Sonic, Knuckles, Dr. Eggman und Co, einmal mehr von den Rennspielexperten aus dem Hause Sumo Digital. Große Innovationen dürft ihr dabei nicht erwarten. In klassischer Fun-Racer-Manier düst ihr in Team Sonic Racing mit bis zu zwölf Fahrern über 21 kunterbunte Rundkurse aus dem Sonic-Universum und schießt euch Raketen vor den fahrbaren Untersatz, driftet um die Kurven und schlagt waghalsige Salti auf Sprungschanzen. Die große Besonderheit stellt der Teamaspekt dar. So gehört jeder der 15 Charaktere im Spiel einem festen Team bestehend aus drei Fahrern an. So besteht das Team Sonic beispielsweise aus Sonic, Tails und Knuckles, während dem Team Amy die etwas nervige Verehrerin von Sonic, Amy Rose, Chao und die dicke Katze Big – The Cat angehören. Ziel während der Rennen ist es logischerweise im Verbund die meisten Punkte zu sammeln, um so den Gesamtsieg einzufahren.

Dabei stehen euch zahlreiche Teamaktionen während der Rennen zur Verfügung. So könnt ihr euch gegenseitig einen Windschatten geben. Zusätzlich gibt es den sogenannten Streifturbo, den ihr wiederum aktiviert, wenn ihr ganz knapp an eurem Teamkollegen vorbeifahrt. Darüber hinaus könnt ihr unter den Teammitgliedern die Items austauschen, um euch so zu unterstützen.

Wer mit seinen Teamkollegen zusammen arbeitet erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit auf ein gutes Team-Ergebnis, sondern füllt mit gelungenen Aktionen während der Rennen auch den Megaturbo auf, den ihr per Knopfdruck aktivieren könnt, um durch das Feld zu pflügen.

Leider lässt euch die K.I. eurer Kammeraden gerade auf den höheren Schwierigkeitsstufen häufiger im Stich und dümpelt gern mal im Hinterfeld umher, was es schwierig macht mit einer guten Einzelleistung ein ordentliches Gesamtergebnis zu erzielen.

Ab durch den Urwald: Sonic und seine Freunde rasen auch im Dschungel um die Wette.

Auf geht es ins Abenteuer

Dreh- und Angelpunkt für Solisten ist das Team-Abenteuer. Hier erlebt ihr mit Sonic und seinen Freunden eine vorhersehbare Story, bei der ihr nach und nach die einzelnen Events abarbeitet. Dabei könnt ihr jedes Event in drei Schwierigkeitsstufen absolvieren und dürft obendrein spezielle Aufgaben während der Events erfüllen, um zusätzliche Belohnungen einzuheimsen.

Positiv fällt im Team-Abenteuer die Vielfalt der Events auf. Mal rast ihr in Einzelrennen um die Wette, tretet in Turnieren an, müsst K.O.-Rennen bestehen und und und. Den besonderen Kniff machen die zusätzlichen Herausforderungen aus. So müsst ihr beispielsweise als Einzelergebnis einen ersten Platz erzielen, möglichst viele Ringe einsammeln oder besondere Manöver ausführen. Belohnt werdet ihr anschließend mit Sternen und Credit-Points. Mit letzteren könnt ihr euch in Team Sonic Racing spezielle Überraschungskapseln kaufen, die freischaltbare Goodies wie Verbesserungen für eure fahrbaren Untersätze beinhalten. Richtig gehört: In Team Sonic Racing könnt ihr die Boliden der einzelnen Helden sowohl optisch als auch leistungstechnisch anpassen. Dabei beeinflussen die Upgradeparts die wichtigsten Parameter wie Handling, Beschleunigung oder auch Höchstgeschwindigkeit. Die Anpassungsmöglichkeiten der Fahrzeuge sind eine gute Idee, führen letztlich aber nur zu minimalen Unterschiede beim Fahrzeughandling.

Achtung Rutschgefahr: Tails rast hier auf eisigem Untergrund.

Handling und mehr!

Apropos Fahrzeughandling: Selbiges fällt nicht ganz so zugänglich und knackig wie beispielsweise bei Mario Kart 8 Deluxe aus. Vor allem das Kollisionsverhalten wirkt hier und da merkwürdig und bremst euch ein. Positiv fällt auf, dass sich die einzelnen Fahrerklassen auch spürbar im Handling niederschlagen. So glänzt Sonic beispielsweise mit einer guten Beschleunigung, während Knuckles eher schwierig in die Gänge kommt, dafür aber höhere Endgeschwindigkeiten erreichen kann.

Auf den sehr breit ausgelegten Kursen lassen sich die Drifts sehr gut einsetzen, um gekonnt um die Kurven zu zirkeln und obendrein analog zur Mario Kart-Reihe kleine Mini-Turbos zu zünden.

Leider fällt sowohl die Strecken- als auch Charakterauswahl mit 21 Strecken respektive 15 Fahrern vergleichsweise mager aus. Gerade im Vergleich zum letzten SEGA-Fun Racer dürften viele Fans die Stars Abseits des Sonic-Franchises vermissen. Wer sich mit den bekannten Gesichtern aus dem Sonic-Universum begnügen kann, wird dieser „Nachteil“ sicher weniger stören. Die Streckenauswahl könnte ebenso größter sein, punktet allerdings mit bekannten Schauplätzen und farbenfrohen Designs. An die Ideenvielfalt des großen Konkurrenten kommt der SEGA-Racer dennoch nicht heran. Dies liegt zum Teil aber auch daran, dass die Rundkurse in Team Sonic Racing zu wenige Kniffe bieten, die auch fahrerisches Talent abverlangen.

Im gekonnten Drift schnappt sich Sonic die wertvollen Ringe.

Abseits des Abenteuer-Modus

Neben dem Team-Abenteuer bietet Team Sonic Racing einige weitere Spielmodi, die euch langfristig bei der Stange halten sollen. Zum einen wäre da natürlich der Mehrspielermodus zu nennen. Lokal könnt ihr zu viert im Splitscreen antreten, während online bis zu zwölf Fahrer an den Start gehen. Online könnt ihr Partien mit Freunden oder Fremden bestreiten oder angepasste Lobbies erstellen.

Dabei lassen sich sowohl off- als auch online die Team-Rennen deaktivieren sodass ihr in klassischen Einzelrennen antreten könnt. Auch individuelle Meisterschaften lassen sich so austragen.

Wir haben Team Sonic Racing auf der Nintendo Switch getestet. Die Version hinterlässt einen guten Eindruck und weiß optisch zu gefallen. Stellt man das Rennspiel auf der Hybrid-Konsole seinen Brüdern auf den anderen beiden Konkurrenzsystemen gegenüber so fallen nur geringe Unterschiede auf. SEGA ist die technische Portierung wirklich gut gelungen. Sowohl im TV- als auch im Handheld-Modus kann Team Sonic Racing eine gute Figur abgeben. Einziger Wehrmutstropfen der Switch-Version: Team Sonic Racing läuft auf der Nintendo-Konsole „lediglich“ mit 30 Bildern pro Sekunde. Das es technisch besser geht, hat dabei auch der Klempner mit seiner Renncrew bewiesen, die mit butterweichen 60 Bildern pro Sekunde über den Bildschirm flimmern.

Als recht nervig stellten sich im Bereich der Soundkulisse die Sprachsamples der einzelnen Charaktere heraus. Diese kommentieren immer wieder Situationen innerhalb der Rennen, gehen aufgrund der Hintergrundmusik teilweise allerdings auch etwas unter, sodass ein undeutliches Gebrabbel entsteht.

Als kleine Entschädigung bietet Team Sonic Racing auf der Nintendo Switch dafür einen lokalen Drahtlosmodus, bei dem ihr euch mit anderen Konsolen verbinden könnt für eine spaßige Mehrspielerpartie.


Fazit:

AwardSEGA und Sumo Digital liefern mit Team Sonic Racing einen gelungenen Fun-Racer mit einem interessanten Team-Aspekt ab. Sicherlich erfindet der Titel damit das Rad nicht neu, kann allerdings eine Besonderheit im Vergleich zu vielen anderen Genre-Vertretern vorweisen. An einem Mario Kart 8 Deluxe beißt sich der flotte Igel mit seinen Freunden dennoch die Zähne aus. Dem SEGA-Racer fehlt es vor allem bei der Strecken- und Charaktervielfalt an Umfang. Löblich sei allerdings der unterhaltsame Story-Modus mit seinen abwechslungsreichen Events zu erwähnen, der Solisten bei Laune halten kann. Wer einen neuen Fun-Racer sucht und keine Abneigung gegen den Sonic und seine hegt, sollte sich Team Sonic Racing durchaus genauer ansehen.


 

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