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Prince of Persia: The Lost Crown im Test

Lange war es still um den Prinzen aus Persien. Bereits seit vielen Jahren warten die Fans auf das bereits angekündigte Remake von Prince of Persia: The Sands of Time, welches jedoch weiter auf sich warten lässt. Umso überraschender war es, dass Ubisoft mit Prince of Persia: The Lost Crown einen Reboot der Reihe angekündigt hat, der zurück zu den Wurzeln des Franchises reicht. Hier übernehmt ihr nicht die Rolle des namensgebenden Prinzen, sondern müsst selbigen aus großer Not befreien. Ob sich das Konzept ausgeht, verraten wir euch in folgendem Test.

 

Wie in den alten Zeiten: The Lost Crown setzt auf 2D-Gameplay.
© Ubisoft

Auf gefährlicher Rettungsmission

Mit Prince of Persia: The Lost Crown verschlägt es das Franchise in das Metroidvania-Genre. Euch erwartet folglich ein zweidimensionales Abenteuer mit einer riesigen Spielwelt, die ihr dank immer neuer Fähigkeiten nach und nach entdecken könnt.

Die Story ist schnell erklärt. Ihr seid Sargon. Seines Zeichens ein tapferer Krieger und Mitglied einer Gruppe von talentierten Kämpferinnen, die auch als „Die Unsterblichen“ bezeichnet werden. Kurz nach Spielbeginn wird der Prinz des Königreichs entführt und nun liegt es an euch ihn zu befreien. Euer Weg führt euch in Richtung des Berg Qaf. Schnell wird allerdings klar, dass die Rettungsmission kein Spaziergang werden wird. Raum und Zeit wie wir es kennen scheint hier außer Gefecht gesetzt zu sein und zahlreiche Gefahren stellen sich Sargon und seinen Begleitern in den Weg. Der Berg Qaf bietet zahlreiche unterschiedliche Areale mit individuellen Gefahren, die sowohl euer Geschick als auch euer Köpfchen fordern.

Der Berg Qaf erweist sich als ein sehr abwechslungsreiches Gebiet. Angefangen bei Tempelanlagen und verwunschen Wäldern bis hin zu düsteren Kerkergewölben erwarten euch sehr variantenreiche Schauplätze mit individuellen Gegnern und Herausforderungen. Im Fokus stehen dabei die immer neuen Fähigkeiten von Sargon, die es ihm ermöglichen Hibdernisse zu überwinden und neue Bereiche zu erreichen.

Der Schwierigkeitsgrad kann dabei durchaus als fordernd beschrieben werden. Wer nicht einen guten Spagat aus Angriff und Verteidigung beherrscht, wird schnell an seine Grenzen kommen. Löblicherweise hat Ubisoft aber zahlreiche Schwierigkeitsgrade sowie faire Rücksetzpunkte implementiert, sodass das Frustlevel weitgehend gering bleibt. Für eine bessere Orientierung in der Spielwelt könnt ihr euch Wegmarken setzen oder die nächsten Ziele auf der Map anzeigen lassen.

Schicke Effekte und Animationen gehören in The Lost Crown dazu.
© Ubisoft

Abwechslungsreiches Abenteuer

Sargons Reise fällt sehr abwechslungsreich aus und erfordert sowohl Köpfchen als auch Geschick. Die Rätsel reichen von einfachen Schalter- und Schieberätseln bis hin zu komplexeren Herausforderungen, in denen ihr die einzelnen Fähigkeiten des Helden clever kombinieren müsst. Gleiches gilt auch für die Kämpfe. Denkt nicht, dass ihr jeden Gegner im Spiel durch stupides Buttonsmashing vom Bildschirm fegen könnt. Viele Feinde haben individuelle Schwachstellen und erfordern so mitunter ein wohl überlegtes Vorgehen.

Neben der Hauptstory gibt es auf dem Berg Qaf zahllose Nebenquests, die ihr optional absolvieren könnt, um weitere Verbesserungen, Items oder kostbare Taler einheimsen könnt. Mit letzteren könnt ihr wiederum Verbesserungen für Ausrüstungen und Waffer erhalten. Darüber hinaus kann Sargon auf sogenannte Athra-Kräfte zurückgreifen, die über eine Powerleiste aktiviert werden. Diese Spezialkräfte reichen von besonders mächtigen Angriffen über Regnerationsmöglichkeiten und Abwehraktionen.

Unerlässlich auf der Abenteuerreise ist zudem euer Amulett. Selbiges kann mit insgesamt 30 Anhängern individualisiert werden, die ihr nach und nach freischaltet. Jeder Anhänger bietet dabei spezielle Fertigkeiten, die sich als äußerst hilfreich erweisen können. Während ein Anhänger zu einem erhöhten Schaden bei Gegnern führt, kann ein anderer euch Hinweise zu versteckten Schätzen geben. So könnt ihr euer Amulett ganz nach euren Wünschen zusammenstellen.

Hier nimmt es Sargon mit Fabelwesen auf.
© Ubisoft

Technisch ansehnlich

Prince of Persia: The Lost Crown läuft auf der Nintendo Switch sowohl im Handheld- als auch im TV-Modus flüssig und sieht ansprechend aus. Die Schauplätze sind abwechslungsreich und die Kämpfe bieten einige schicke Effekte. Insgesamt wirkt das Abenteuer etwas comicartiger, richtet sich unterm Strich aber eher an die ältere Zielgruppe.

Die Geschichte wird zumeist in vertonten Dialogen und kleineren Cutscenes vorangetrieben. Die deutsche Sprachausgabe macht einen guten Job. Musikalisch erwartet euch ein Mix aus orientalischen und etwas rockigeren Einlagen, die gut zum Setting passen. Hin und wieder hätten wir uns aber einen etwas fantasievolleren Touch gewünscht.


AwardFazit: Prince of Persia: The Lost Crown

Endlich kehrt Prince of Persia zurück und feiert mit The Lost Crown eine gelungene Wiedergeburt. Das Spielprinzip erinnert an die Wurzeln der Reihe und brauch sich nicht vor aktuellen Genre-Highlights verstecken. Mit einer Spielzeit von über 20 Stunden, einem sehr ausgefeilten Gameplay und einer gelungenen Präsentation beweist Ubisoft, dass sich die Reihe immer wieder auf Neue erfinden kann und wir hoffen, dass dies erst der Anfang von vielen weiteren Abenteuern in dem Franchise sein wird. Wer Metroidvania-Spiele mag, der wird mit Prince of Persia: The Lost Crown eine große Freude haben. Knifflige Sprungeinlagen, actionreiche Kämpfe und spannende Erkundungen stehen hier auf dem Tagesplan. Einzig die Story hätte etwas spannender sein können, da viele Momente vorhersehbar erscheinen.


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