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Switch Tests

Another Code: Recollection im Test

Das Jahr 2024 startet für Nintendo Switch-Fans mit einer Rückkehr der Another Code-Reihe. Der Name dürfte vor allem Nintendo DS-Freunden ein Begriff sein. Im Jahr 2005 erblickte der Serien-Erstling Another Code auf dem Nintendo DS das Licht der Welt, bevor dann auch Nintendo Wii-Besitzer 2009 in Another Code R ein spannendes Mystery-Abenteuer erleben durften. Mit Another Code: Recollection erscheinen nun beide Spiele als Remake auf Nintendo Switch und erzählen die Originalgeschichten der Spiele noch einmal in einem aufgehübschten Gewand. Ob die Abenteuer von Ashley Mizuki Robins auch heute punkten können, erfahrt ihr in folgendem Testbericht. 

Rätselalltag: Ashley muss einen Weg finden, das Schloss zu öffnen.
© Nintendo

Auf der Suche nach Antworten

Another Code: Recollection versetzt euch in die Rolle der jungen Ashley, die zu Beginn des Spiels auf dem Weg zu den Blood Edward-Inseln ist. Ashley erhält einen Brief von ihrem totgeglaubten Vater, der fortan den Alltag des Teenagers über den Haufen wirft. Es beginnt eine Suche nach Antworten, die sich Ashley auf den Blood-Edward-Inseln erhofft. Kurz nach Ashleys Ankunft trifft die junge Heldin auf den Geist namens „D“, der sie fortan auf ihrer Reise begleitet. Der zweite Teil der Collection: Another Code: R setzt zwei Jahre nach den Geschehnissen an und verfrachtet Ashley an den Lake Juliet. Auch hier erwarten die Protagonistin zahlreiche Twists und mysteriöse Ereignisse, während die Knobelaufgaben etwas zurückgeschrsaubt werden.

In Sachen Story wurden die beiden Spiele kaum verändert im Vergleich zu deren direkten Vorlagen. Dies ist auch nicht weiter schlimm, da die Titel sehr spannend geschrieben sind und einige Wendungen für euch bereithalten. Gleichzeitig ist das Spieltempo auch sehr gemächlich gehalten und fokussieren sich sehr auf den erzählerischen Part. Zahlreiche Dialoge, Zwischensequenzen und Texte treiben die Geschichten voran. In Sachen Gameplay erwartet euch dabei in beiden Spielen ein Mix aus Rätselspaß und Erkundungen. Wobei vom subjektiven Empfinden der Erstling etwas rätsellastiger wirkt. Die Titel wirken ein wenig wie eine Visual Novel für Jugendliche, sodass ihr auch vor den Rätseln nicht allzu großen Respekt haben müsst, da diese meist sehr einfach gehalten sind. 

Hier lösen wir ein Rätsel mit Hilfe von Grabsteinen.
© Nintendo

Die Umsetzung auf Nintendo Switch

Auf Nintendo Switch bieten beide Spiele der Collection nun eine deutlich verbesserte Grafik, vollständig erkundbare 3D-Umgebungen sowie eine Sprachausgabe. Letztere ist allerdings nur auf englisch oder japanisch verfügbar. Eine deutsche Vertonung gibt es leider nicht. Gleichzeitig wurden Rätsel vor allem der DS-Version abgeändert, da diese im Original sehr oft Gebrauch der zwei Bildschirme gemacht hatten. Für Einsteiger wurde zudem ein optionales Hinweissystem implementiert, das euch bei der Orientierung in der Spielwelt hilft. 

Ein wichtiges Gadget auf eurem Abenteuer ist das sogenannte DAS. Dieses Duale Another-System ist eine Art Tablet, welches als Kamera und Übersichtshilfe unterstützt. Hier werden die Verflechtungen zwischen den Charakteren aufgelistet und zusammengefasst. Die Kamerafunktion ist vor allem für Rätsel hilfreich, um Hinweise zu fotografieren und temporär abzuspeichern. 

Technisch macht Another Code: Recollection einen guten Eindruck. Der aufgehübschte Grafikstil reißt zwar keine Bäume aus, aber passt insgesamt sehr gut und auch die Dialoge sind gelungen. Sicherlich wird euch die Optik des Titels nicht umhauen, allerdings läuft das Spiel sowohl im Handheld- als auch im TV-Modus durchgängig flüssig. Leider nerven die kleineren Ladesequenzen etwas den ohnehin schon recht gemächlichen Spielfluss.

Was für Geheimnisse lauern in diesem Anwesen?
© Nintendo

Für Fans ein Neukauf wert?

Falls ihr bereits die beiden Originale gespielt habt, stellt sich vermutlich die Frage, ob sich ein Neukauf der Recollection lohnt. Wenn ihr beinharte Fans der Reihe seid und ein Faible für Knobel- und Mysterytitel hegt, dann kann man die Frage durchaus mit „Ja“ beantworten. Selbst als Kenner der Originale werden euch vor allem im Erstling teils größere Änderungen erwarten, die euch überraschen können. 

Alle anderen können zumindest die Demo aus dem Nintendo eShop einmal anspielen, um herauszufinden, ob sie das Konzept begeistern kann. Falls ihr euch für den Kauf entscheiden solltet, erwarten euch in Summe etwa zehn Stunden Spielspaß.


Fazit: Another Code: Recollection

Knobelfreunde und Fans von seichter Visual Novel Kost bekommen mit Another Code: Recollection eine gelungene Remake-Sammlung der beiden Klassiker. Die beiden Spiel rund um die sympathische Protagonistin Ashley können mit einer guten Story punkten und eignen sich immer wieder für eine entspannte Spielsession. Für längere Spielsitzungen war mir persönlich das Pacing etwas zu gering, sodass ich das Abenteuer lieber in mehreren Happen genossen habe. Leider fallen auch die Rätsel im Spiel zumeist sehr simpel aus, hier wäre sicherlich noch etwas Luft nach oben gewesen. Alles in allem ist Another Code: Recollection ein schönes Remake der Klassiker. Für eine Proberunde steht aktuell auch eine Demo-Version des Spiels im Nintendo eShop bereit.


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