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Switch Tests

Meisterdetektiv Pikachu kehrt zurück im Testbericht

Auf dem Nintendo 3DS konnte Nintendo mit dem Rätselspiel rund um Meisterdetektiv Pikachu einen durchaus beliebten Hit landen, der einige Fans begeistern konnte. Zahlreiche Gerüchte hielten sich hartnäckig, dass der Titel einen Nachfolger erhalten sollte, der dann im Laufe diesen Jahres offiziell für Nintendo Switch bestätigt wurde. Mit Meisterdetektiv Pikachu kehrt zurück wird die Story rund um Tim Goodman und seinem treuen Begleiter Pikachu fortgesetzt. Wer jedoch bei Pikachu an die liebe kleine Elektromaus denkt, der wird in diesem Fall eines Besseren belehrt. Nicht nur, dass Pikachu in diesem Spiel mit Tim plaudern kann, nein er überrascht auch mit einer tiefen Stimme und großen Liebe für schwarzen Kaffee. Ob dies die perfekten Voraussetzungen für ein gelungenes Abenteuer sind, verraten wir euch in folgendem Testbericht.

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Auf Spurensuche in Ryme City

Zwei Jahre sind seit den Geschehnissen des 3DS-Originals vergangen und Tim sowie Pikachu haben bis heute Harry Goodman, Tims verschollenen Vater sowie Pikachus ehemaligen Partner, nicht gefunden. Erneut sind die beiden in eine verzwickte Geschichte verstrickt. Diesmal dreht sich alles rund um verschwundene Diamanten sowie sich merkwürdig verhaltene Taschenmonster. Der Umfang der Story liegt bei gut und gern fünfzehn Stunden. Leider startet der Titel etwas träge, bevor er storytechnisch mehr Fahrt aufnimmt. An dieser Stelle bleibt jedoch direkt festzuhalten, dass sich Meisterdetektiv Pikachu kehrt zurück vorrangig an die jüngeren Semester richtet. Sowohl die Story als auch das Gameplay sind sehr simpel gehalten. Positiv fällt auf, dass die Entwickler dem Spiel auch vertonte Zwischensequenzen spendiert haben, um die Story passend voranzutreiben. Leider ist die Vertonung jedoch nur englisch oder japanisch. Lesen sollten die Spieler:innen also mindestens können, um die komplette Geschichte zu verstehen. 

In dem Abenteuer begleitet ihr Tim und Pikachu an die unterschiedlichsten Schauplätze in Ryme City, auf denen ihr euch für die Lösung einzelner Fälle und Aufgaben auf Spurensuche begebt. Dabei interagiert sowohl mit menschlichen Charakteren als auch mit Pokémon. Während Tim nur mit Menschen interagieren kann, plaudert Pikachu mit den anderen Taschenmonstern. Dadurch lassen sich wichtige Hinweise und teilweise auch neue Helfer finden, die euch bei der Lösung eurer Fälle unterstützen. Alle gesammelten Hinweise und Beweise werden in einem digitalen Notuuzbuch zusammengetragen und können von euch jederzeit eingesehen werden. Hin und wieder müsst ihr in Multiple-Choice Aufgaben die richtige Lösung zu einem Sachverhalt auswählen, die sich anhand eurer Hinweise ergeben. Aufgelockert wird die Detektivarbeit stets von Minispielen sowie dem Zusammenspiel mit anderen Pokémon. Pikachu kann beispielsweise auch auf Fukano reiten und mit dessen Hilfe Fährten aufnehmen. Auch kleinere Quick-Time-Events wurden zur Auflockerung des Gameplays eingestreut. Leider fällt die Spurensuche insgesamt aber dann doch etwas zu simpel und repetitiv aus.

Ein eingespieltes Team: Pikachu und Tim
© Nintendo | GameFreak

Technisch ernüchternd 

Pokémon-Fans sind es ja leider schon etwas gewohnt, aber auch Meisterdetektiv Pikachu kehrt zurück ist technisch gesehen eine kleine Enttäuschung. Man merkt der Präsentation an vielen Ecken an, dass der Titel wohl ursprünglich noch für den Nintendo 3DS geplant war. Die Spielwelt wirkt optisch altbacken und die Charaktermodelle sind recht schlicht gehalten. Zumindest sind die Schauplätze recht abwechslungsreich und auch die Animationen der Taschenmonster sind recht niedlich. Ein Komplettausfall wie Pokémon Karmesin und Pupur ist das Detektivabenteuer zwar nicht, aber auch auf Nintendo Switch wäre wohl so viel mehr möglich für die Taschenmonster. 

Ganz nett sind dann immerhin die Zwischensequenzen, die wie schon erwähnt auch vertont wurden und einigen Charme transportieren können. Akustisch gibt sich der Titel davon abgesehen recht unscheinbar mit einigen netten Melodien und typischen Pokémon-Sounds. Leider klickt ihr euch jedoch in zahlreichen Dialogen weiterhin durch dröge Textboxen, wodurch der Spielfluss etwas eingebremst wird.

Mit Fukano kann Pikachu Gerüche verfolgen.
© Nintendo | GameFreak

Fazit: Meisterdetektiv Pikachu kehrt zurück

Pikachu und Tim geben auch in dem zweiten Detektivabenteuer in Ryme City ein gutes Gespann ab. Die Story ist nett und kann durchaus unterhalten. In Sachen Gameplay dürft ihr auf alle Fälle keine Herausforderung erwarten, da alles recht simpel und spielerisch leicht gehalten ist. Hier zeigt sich deutlich, dass der Knobelspaß vorrangig für jüngere Zielgruppen konzipiert ist und denen wohl auch am meisten Freude bereiten wird. Alteingesessene Fans der Taschenmonster sowie Anhänger des 3DS-Erstlings können dennoch einen Blick riskieren, wenn ihnen die etwas schwache Technik kein zu großer Kritikpunkt ist.


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