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It Takes Two im Test

Mit It Takes Two bringt Hazelight Studios ihr zweites Koop-Abenteuer für Xbox, PlayStation und den PC heraus. Das schwedische Studio welches unter der Hand von Electonic Arts veröffentlicht, hatte schon mit A Way Out ein unvergleichliches Koop-Erlebnis geschaffen, welches nicht nur Kritiker dank eines innovativen Gameplays und einer spannenden Prison Break-Story überzeugen konnte.

Kein Wunder also, dass man mit It Takes Two an diesem Erfolg versucht anzuknüpfen. Wenn auch in einem komplett anderen Szenario, als man es noch von dem gemeinschaftlichen Gefängnisausbruch von damals kannte. Was wir damit im Detail meinen und ob das neue Hazelight-Spiel an den vorangegangenen Erfolg anknüpft, verraten wir euch in unserem Test!

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Beziehungsprobleme als Grundstein für die Story

In It Takes Two übernehmt ihr die Rollen von May und Cody. Beide sind ein mehr oder weniger glücklich liiertes Paar und haben mit Rosie sogar eine gemeinsame Tochter, die jedoch mit zunehmender Spieldauer und ihrem Getue ein wenig „anstrengend“ wird. In der Beziehung der beiden Protagonisten überwiegt jedoch eher das „Weniger“ als das „Mehr“, sodass sich beide dazu entschließen, sich voneinander scheiden zu lassen.

Gründe dafür werden im laufenden Spielverlauf mehr als deutlich: May ist eher so der Karrieremensch und versucht in ihrem Job Fuß zu fassen, Cody hingegen mimt den Hausmann, vergisst dabei allerdings gerne Mal die ein oder andere Aufgabe, was dann wiederum unschön bei seiner Frau aufstößt. Außerdem bleiben die Hobbies der beiden, wie das Herumwerkeln von Mey im Schuppen, auf der Strecke, sodass sich beide in einer absolut nachvollziehbaren Frustrations-Spirale befinden.

It Takes Two
Kooperativ gilt es verschiedene Minispiele zum Weiterkommen zu lösen.
© EA

Qué pasa, amigo!

Das gefällt Rosie überhaupt nicht, weswegen sie sich sehnlichst wünscht, als dass ihre Eltern wieder zueinander finden. Hier kommt ein Beziehungsratgeber geschrieben von Dr. Hakim und zwei von Rosie selbstgebastelte Spielpuppen ins Spiel. Rosie bittet „Dr. Hakim“ ihr zu helfen und ihre Eltern wieder auf den liebevollen Pfad einer Familie zu bringen.

Als sie im Anschluss ein paar Tränen vergießt, passiert dann das Ungeahnte. May und Cody finden sich kurzerhand in den Körpern der eben angesprochenen Holz- bzw. Lehmpuppe wieder und wissen natürlich nicht was abgeht. Doch auch Love Doctor Hakim ist plötzlich zum Leben erwacht und erklärt dem Paar, um was Rosie ihn gebeten hat. Hakim macht dem Paar außerdem klar, dass sie das bevorstehende Abenteuer nur gemeinsam bestehen können und stellt beide immer wieder vor verschiedene Herausforderungen.

May und Cody hingegen wollen alles daran setzen wieder in ihre normalen Körper zurückzukehren. Sie denken, dass sie dafür Rosies Tränen benötigen. Immerhin waren diese es auch, welche die beiden erst in diese unangenehme Lage gebracht haben. Jedoch ist auch dieses Vorhaben schwieriger als gedacht und beide müssen sich gemeinsam mit einem vergessenen Staubsauger und einem alten Werkzeugkasten herumschlagen.

It Takes Two
Die Level sind sehr ausgefallen und abwechslungsreich.
© EA

Gameplay mit unzähligen Facetten

Das Gameplay von It Takes Two findet unabhängig ob ihr im lokalen oder im Online-Koop unterwegs seid im vertikalen Splitscreen statt, wodurch jeder Spieler genau sehen kann, was der andere gerade macht. Immerhin müsst ihr noch mehr als schon in A Way Out an bestimmten Stellen euer Timing aneinander anpassen. Beispielsweise müsst ihr mit May eine Plattform mithilfe eines sprechenden Hammerkopfes nach oben schlagen, damit Cody im Anschluss die Plattform mit einem gezielt geworfenen Nagel fixiert.

Ein Spielen im Singleplayer ist übrigens nicht möglich. Dafür reicht es, wenn einer von beiden Spielern das Spiel gekauft hat. Der zweite Spieler kann dann ohne jegliche Mehrkosten einfach mit einer kostenlosen Version mitspielen.

It Takes Two
Mal sind wir auf einem eisigen Schneeberg unterwegs…
© EA

Großteils der Zeit fühlt sich It Takes Two wie ein klassischer 3D-Platformer an, bei dem ihr kooperativ Sprungpassagen meistert und kleinere Rätseleinlagen löst. So gilt es im ersten Kapitel, welches sich übrigens jeder kostenlos als Testversion herunterladen kann, mit besagtem Hammer und Nagel zu hantieren. Cody ist es demzufolge möglich seine Nägel in hölzernen Untergrund zu befördern, damit May mit dem angesprochenen Hammerkopf mit der Hilfe des Nagels einen Abgrund überwindet.

Manchmal greift das Spiel Spielelemente anderer Genres mit auf. Vor allem dann, wenn May und Cody zum Beispiel bösartige Wespen in bester Shooter-Manier mit einem Harzwerfer und Streichholz-Gewehr aufs Korn nehmen, einen aus Codys Herzchen-Buxe zusammengebasteltes Flugzeug durch einen engen Baumstamm manövrieren oder sich auf wie in Street Fighter oder Tekken mit einem Bossgegner prügeln, der sie immer wieder mit seiner Interpretation eines Hadoukens beharkt. Es sind diese kleinen Abweichungen, welche den Spielspaß immer wieder oben halten und abermals dafür sorgen, dass wir mit einem kleinen Schmunzeln die einzelnen Szenen nur zu gerne spielen.

It Takes Two
… ein anderes Mal durchqueren wir einen Sumpf auf den Rücken von Kröten.
© EA

Wenn zusammen nicht funktioniert, dann halt gegeneinander?

Jedoch ist das längst nicht alles. Hakim hat auch überall in den einzelnen Kapiteln immer wieder auffällige Tamburine versteckt, die zu einem „PVP“-Spiel einladen. Cody und Mey können unabhängig der Handlung an diesen Spielen teilnehmen, um sich gegenseitig mal ordentlich auf die Mütze zu geben. Was für die Spielfiguren vielleicht eine Art Frustbewältigung wegen des jeweiligen Partners ist, dürfte für den Spieler hingegen eher als Auflockerung angesehen werden.

Man sollte hier keine hochkomplexen kompetitiven Spiele erwarten. Viel eher sind die kleinen Spielchen am ehesten vergleichbar mit Minispielen von Mario Party. Sie haben keine großen Auswirkungen auf die Story, entpuppen sich aber als Sahnehäubchen auf dem ohnehin schon mehr als gelungenem Gameplay-Mix.

It Takes Two
Die in jedem Kapitel zugesteckten Gadgets müssen von May und Cody zueinander ergänzend genutzt werden.
© EA

Pixar lässt grüßen!

Technisch bewegt sich It Takes Two auf einem hohen Niveau. Der Grafikstil und die Animationen sind insgesamt sehr liebevoll und erinnern an Pixar-Filme. Bis auf ein paar kleinerer Slowdowns, lief das Spiel auch stets mit einer flüssigen Bildrate. Ob diese Ruckler zu Lasten der Bildrate oder einer schlechten Online-Verbindung verschuldet waren, können wir nicht genau sagen.

Die Synchronisation ist stimmig, jedoch muss man auf eine deutsche Sprachausgabe verzichten. Stattdessen wird man mit Untertiteln in der hierzulande sprechenden Sprache vertröstet. Der Soundtrack passt sich dem Spielgeschehen an und ist demnach je nach Situation stimmig gewählt.

It Takes Two
Durch dick und dünn: Auf der Jagd nach Rosies Tränen trotzen wir so mancher Gefahr.
© EA

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