Image default
Reviews Switch

Hyrule Warriors: Definitive Edition Review

Neben Fire Emblem Warriors und dem kürzlich erschienenen One Piece Pirate Warriors 3, findet mit Hyrule Warriors: Definitive Edition ein weiterer Ableger der Kategorie „Musou“ seinen Weg auf die Nintendo Switch. Dabei verspricht der Titel actionreiche Schlachten mit unzähligen Gegnern sowie effektreiche Spezialattacken. Garniert wird diese Rezeptur mit Spielelementen der The Legend of Zelda-Reihe, die für die nötige Würze sorgen. Ursprünglich erschien das Spiel am 14. August 2014 für die Wii U und wurde jetzt schließlich als Definitive Edition auf die Nintendo Switch portiert. Inwieweit sich das etwas andere Abenteuer mit Link und seinen Freunden lohnt, verraten wir euch im nachstehenden Review!

Hyrule Warriors
Mit einem Klick auf das Bild gelangt ihr zu einem Trailer.

Streiter des Lichts versammelt euch – Hyrule ist in Gefahr!

Im Fokus der Haupthandlung steht die dunkle Magierin Cia. Diese versucht das Königreich Hyrule aufgrund ihrer Eifersucht gegenüber Prinzessin Zelda zu stürzen. Damit ihr Vorhaben scheitert, stellen sich ihr zahlreiche Helden, aber auch Schurken aus verschiedenen The Legend of Zelda-Teilen entgegen. Dementsprechend stehen euch fast 30 Charaktere zur Verfügung. Unter anderem übernehmt ihr hierbei die heldenhaften Rollen von Link, Zelda oder Midna, dürft aber ebenso auch mit den düsteren Genossen wie Ganondorf und Zanto über die Schlachtfelder fegen. Darüber hinaus erwarten euch mit der zierlichen Magierin Lana, dem Drachenritter Volga und der fröhlichen Linkle komplett neue Charaktere, welche innerhalb der knapp 30 stündigen Handlung hervorragend eingeführt werden.

Hyrule Warriors
Zelda und Link freuen sich in der neuen Version über exklusive Breath of the Wild-Outfits.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Story von Hyrule Warriors  zwar vielschichtig und interessant erscheint, sich am Ende aber als klassische Gut-gegen-Böse-Geschichte entpuppt. Erwähnenswert ist hierbei die gelungene Verschmelzung zwischen dem Warriors-Genre und Schlüsselelementen von The Legend of Zelda.


Abenteuer-Modus als Herzstück des Spiels

Neben der Kampagne, erwartet euch zudem noch ein äußerst spaßiger Abenteuer-Modus, welcher in Sachen Umfang – Achtung Wortspiel: Herzteil, wenn nicht sogar den Herzcontainer des Spieles darstellt. Hierbei erwarten euch bis zu neun verschiedene Karten, die in ihrem Stil das aller erste The Legend of Zelda-Abenteuer erinnern. Demnach bewegt ihr euch kästchenweise auf einer 8-Bit-Karte, welche dem damaligen NES Debüt entspricht, während ihr euch in einem anderen Kapitel gegen den Schattenmond dem N64-Klassiker The Legend of Zelda: Majora’s Mask beweist.

Hyrule Warriors
Gar nicht zugetraut: Selbst die zierliche Blüte Zelda darf kräftig austeilen und macht dabei eine überaus gute Figur.

Geht ihr siegreich aus einer der vielen Schlachten im Abenteuer-Modus hervor, erwarten euch diverse Belohnungen. Darunter zum Beispiel verschiedene Waffen und kartenspezifische Gegenstände. Letztere sehen ihren Nutzen darin, verschiedene Secrets freizuschalten. Liebe zum Detail: Die Fundorte dieser Geheimnisse befinden sich zumeist ebenfalls dort, wo sie schon in den einzelnen Spiele-Klassikern vorzufinden waren.

Kurzum freuen sich Zelda-Fans darauf an jeder Ecke nostalgisch empfangen zu werden. Seien es zahlreiche bekannte Soundkulissen, Kostüme oder das Sammeln wertvoller Rubine.

Wer den 3DS-Ableger von Hyrule Warriors gespielt hat, darf sich zudem auf ein Wiedersehen mit den aus der Version bekannten helfenden Feen freuen. Die Helfer lassen sich an verschiedenen Stellen des Spiels finden und unterstützen euch während den Schlachten. So sind sie in der Lage eure kämpfenden Charaktere im hitzigen Gefecht zu heilen oder unterstützen euch anderweitig. Jede Fee verfügt außerdem über ein bestimmtes Element und werden durch das Ausrüsten bestimmter Nahrungsmittel und Kleidung verbessert.


Mit einer Bombe ist alles leichter

Wer schon jemals ein Musou-Titel gespielt hat, der wird sich mit dem Spielprinzip ziemlich schnell anfreunden können. Dementsprechend bewegt ihr euch mit eurem aktuellen Helden frei über die Karte und seid damit beschäftigt verschiedene Sektoren einzunehmen oder zu verteidigen. Um einen dieser Bereiche erfolgreich zu erobern, gilt es sich durch Unmengen von repetitiven Gegnern hindurch zu schnetzeln. Hierfür steht euch neben einem leichten- und starken Angriff, auch noch eine Spezialfähigkeit, ein Superangriff und verschiedene serientypische Gegenstände zur Verfügung. Wie in der Vorlage dürft ihr eure Gegner mit Pfeil und Bogen behagen oder größere Hindernisse und Feinde mit Bomben aus dem Weg räumen.

Am Ende jedes Levels erwartet euch ein Endboss. Viele davon werden Zelda-Fans schon kennen. Alleine im Prolog müsst ihr zum Beispiel mit der  Feuer-Echse König Dodongo aus Ocarina of Time herumschlagen. Dabei gilt es stets die Schwachstelle herausfinden, um effektiv Schaden auszuteilen. In dem benannten Beispiel müsst ihr Dodongo dazu bringen eure Bomben zu verschlucken, um in seinem Magen für Explosionen zu sorgen. 

Hyrule Warriors
Ein Huhn kommt selten allein: Auch bei Hyrule Warriors haben die „gefährlichen“ Hühner ihren verdienten Auftritt.

Obwohl die Serienlieblinge Link und Zelda im Mittelpunkt der Hauptgeschichte stehen, erlaubt euch die Definitive Edition erstmalig während einer Schlacht per Knopfdruck die Kontrolle eines anderen teilnehmenden Recken zu übernehmen. Dies eignet sich hervorragend, um größere Laufstrecken zu überbrücken. Außerdem könnt ihr euren Verbündeten hilfreiche Befehle geben.

Erwartungsgemäß unterscheiden sich die einzelnen Charaktere anhand ihrer Eigenschaften und Fähigkeiten. Während Link beispielsweise klassisch auf sein Schwert und Schild vertraut, fokussiert sich sein weibliches Gegenstück Linkle auf Angriffe mit zwei Handarmbrüsten. Im späteren Spielverlauf ist es euch manchmal sogar gestattet, beritten in den Kampf zu ziehen.


Doch was ist jetzt eigentlich alles neu?

Neben der Tatsache, dass alle Inhalte und sämtliche DLCs aus den Urfassungen im Spiel enthalten sind, erwarten euch noch einige andere Neuerungen. So wurden beispielsweise auf größeren Karten besondere „Eulen-Statuen“ platziert, welche als Schnellreisepunkte fungieren. Zusätzlich enthält der Abenteuer-Modus sogenannte Item-Karten für Rubine, wodurch euch im Vergleich zu Urfassung einiges an Grinding erspart bleibt.

Hyrule Warriors
Selbst im Splitscreen läuft die Definitive Edition noch flüssig.

Technisch hat sich ebenfalls einiges getan. Resultierend daraus läuft der Titel jetzt mit einer Auflösung von 1080p statt 720p und bietet im Vergleich zur Wii U-Fassung eine deutlich höhere Weitsicht. Ebenso läuft die neue Version mit einer höheren und stabileren Framerate, sodass ihr selbst im Koop- und Handheld-Modus butterweich euren Widersachern Hiebe verteilt. Für eine ordentliche akustische Untermalung sorgen bekannte Musikstücke und Klänge aus der Zelda-Reihe.

Im Gegensatz dazu fehlt der Definitive Edition ein Online-Modus und die Schriftgröße wirkt im Handheld-Modus etwas zu klein.


Fazit: Award

Ihr seid Fans von Musou-Games, liebt The Legend of Zelda und könnt ohne eine der genannten Serien nicht leben? Dann ist Hyrule Warriors: Definitive Edition genau das Richtige für euch! Obwohl der Titel die eine oder andere Schwäche wie eine repetitive Auswahl an Gegnern und eine zu kleine Schriftgröße auf dem Handheld vorweist, entpuppt sich Hyrule Warriors auf der anderen Seite, als ein würdiges Warriors-Crossover.

Das Spiel kombiniert überzeugend das actionreiche und vielleicht auch etwas gewöhnungsbedürftige Musou-Spielprinzip mit dem Charme von The Legend of Zelda. Dabei machen Link und Co. selbst auf technischer Basis betrachtet eine gelungene Figur, reizen aber trotz kleinerer Verbesserungen das Potenzial der Hybrid-Konsole nicht vollends aus.

Unter dem Strich  sprechen wir eine klare Kaufempfehlung unsererseits vor allem für Spieler aus, welche den Wii U- oder Nintendo 3DS-Ableger verpasst haben und das umfangreiche Abenteuer nun auf der Switch nacherleben wollen!


 

 

 

Related posts

Testbericht: The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Der Schwanengesang der Wii U

Review: Rabbids: Alive & Kicking

Janine

The Legend of Zelda Breath of the Wild – Link ohne Cartoon-Look

Christian Ibe