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PS4 Switch Tests

Wonder Boy: Asha in Monster World im Test

Mit Wonder Boy: Asha in Monster World kehrt eine der großen Kultmarken aus dem Hause SEGA aus den 1990er Jahren zurück auf die Bühnen der Videospielwelt. Gleichzeitig ist der neueste Ableger der Reihe das Debüt auf der Nintendo Switch. Denn neben der zeitgleich auf PlayStation 4 erschienenen Spielversion ist der Titel auch auf der Hybridkonsole verfügbar. Wir haben uns letztere Version genauer angesehen und verraten euch ob das Remake von Monster World IV nicht nur für Nostalgiker einen Blick wert ist.

Asha und ihr süßer Begleiter unterwegs in einer eisigen Höhle.
© ININ

Auf ins Abenteuer 

In Wonder Boy: Asha in Monster World schlüpfen wir in die Rolle der jungen Dame Asha, die sich auf eine abwechslungsreiche Reise begibt, um ihr Königreich vor einer dunklen Bedrohung zu schützen. Um welche Bedrohung es sich genau handelt bleibt zu Beginn noch etwas im Verborgenen und so machen wir uns auf die Reise um im Dienste unserer Königin die gefangenen Wächtergeister zu retten, die überall im Land verteilt sind. Im Kern erwartet euch mit Wonder Boy: Asha in Monster World ein klassischer 2D Action-Plattformer, der viel Nostalgie und Charme versprüht. Die Story ist eher als Mittel zum Zweck zu sehen und Zwischensequenzen sind eher eine Seltenheit und dabei zumeist unvertont oder bestehen aus einzelnen japanischen Sprachfetzen. 

Somit hüpfen wir durch schön gestaltete 2D-Level, meistern kleinere Geschicklichkeitspassagen, müssen uns gegen kleinere und größere Widersacher beweisen und werden hin und wieder mit kleineren Rätseln konfrontiert. Kurz nach Spielbeginn bekommt ihr mit eurem putzigen Begleiter Pepelogoo eine wichtige Unterstützung für euer Abenteuer zur Seite gestellt. Dieser kleine fliegende Geselle erweist sich als unentbehrlich, um die vielen Gefahren und Rätsel zu überstehen. Mit Pepelogoo kann Asha durch die Lüfte flattern und sich sanft zu Boden gleiten lassen. Darüber hinaus kann der kleine Flattermann auch als Hilfe bei Rätseln eingesetzt werden oder zum Schutz gegen Feuer und andere Gefahren dienen.

Wirklich schwierig wird das geradlinige Abenteuer von Asha allerdings nie. Es wirkt eher wie eine entspannte Abenteuerreise, die geübte Spieler(innen) vor keine große Herausforderung stellen sollte. Asha kann während ihrer Abenteuerreise ihre Lebensenergie, die zu Beginn drei Herzen umfasst mit sammelbaren Tropfen erweitern, gleichzeitig wurde das Inventarsystem im Vergleich zum Original vereinfacht und ihr könnt zu jederzeit euer Abenteuer zwischenspeichern.

Die Vielfalt der Schauplätze ist einer der großen Pluspunkte im Spiel.
© ININ

Kurzweilige Abenteuerreise

Wie bereits angedeutet ist Wonder Boy: Asha in Monster World recht einsteigerfreundlich und auch nicht zu schwer ausgefallen. So solltet ihr das Abenteuer auch in gut fünf Stunden abschließen können. Wer allerdings wirklich alle versteckten Objekte, Kisten und mehr aufspüren möchte, der kann die eine oder andere Spielstunde noch einmal hinzuaddieren. 

Kenner des Mega Dive-Originals freuen sich zudem über viele neugestaltete und angepasste Areale. So könnt ihr beispielsweise in der Palaststadt Rapadagna nun zwischen mehreren Ebenen hin- und her wechseln, um Bereiche im Vorder- beziehungsweise Hintergrund zu erkunden. Zu Beginn wirkt dieses Konzept etwas kompliziert umgesetzt, da ihr für den Ebenenwechseln vorgegebene Pfade nutzen müsst. Mit etwas Eingewöhnung ist dieses Konzept allerdings auch schnell verinnerlicht. 

Nichtsdestotrotz kann sich das optische Facelift absolut sehen lassen und weiß zu gefallen. Die comichafte, farbenfrohe Optik punktet mit vielen niedlichen Details und Animationen, die den Klassiker in einem schönen neuen Gewand erscheinen lassen. Eine der großen Stärken der Optik sind zudem die abwechslungsreichen Schauplätze an die es Asha verschlägt. Neben feurigen Höhlen, geht es ins kalte Eis, eine Wüstenstadt oder auch mal über saftig grüne Wiesen. Eurem Auge wird auf alle Fälle einiges an Abwechslung geboten. Auch die Performance der Nintendo Switch-Version konnte in unserem Test überzeugen. Sowohl im TV- als auch im Handheldmodus lief das Spiel durchgehend flüssig. Eine deutsche Übersetzung bietet das Spiel im Übrigen auch, die Sprachausgabe bleibt aber komplett auf japanisch, was aber nicht unbedingt stört, da es nur sehr wenige Dialoge im Spiel gibt. 

Auch das Gameplay weiß mit seiner ganz eigenen Dynamik zu gefallen. Während Asha’s Bewegungsrepertoire recht eingeschränkt ist und auch über eine recht simple Kampfmechanik verfügt, erweitert Pepelogoo vor allem eure Bewegungsmöglichkeiten sinnvoll und bringt Abwechslung in den Abenteueralltag. Garniert wird das Ganze dann von gut eingesetzten Rätseln, die zwar nicht übermäßig schwer ausfallen, aber einen guten Kontrast zu den Kämpfen und Erkundungen im Spiel darstellen. 

Wer zudem noch einmal in nostalgische Gefühle abtauchen möchte, der sollte eventuell zur ebenfalls erhältlichen Handelsversion von Wonder Boy: Asha in Monster World greifen. Diese beinhaltet nämlich auch das ursprüngliche Monster World IV vom SEGA Mega Drive.


AwardFazit: 

Mit Wonder Boy: Asha in Monster World erwartet euch auf Nintendo Switch ein charmanter 2D-Plattformer mit Action-Adventure-Anleihen. Das Remake von Monster World IV punktet mit einer charmanten Optik, einem guten Gameplay und viel Liebe zum Detail. Gerade durch seine sehr zugängliche und unkomplizierte Art macht das Abenteuer von Asha immer wieder Spaß, auch wenn die Spielzeit mit knapp fünf Stunden nicht übermäßig lang ausfällt. So bleibt unterm Strich ein unterhaltsames Abenteuer für Nostalgiker und Neueinsteiger, dass mit seinem puristischen Oldscool-Gameplay auch noch heute zu gefallen weiß.


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