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Hardware PC Tests

Razer Ornata V2 im Test

Neben unseren zahlreichen Headset-Tests, kommt es eher selten vor, dass sich eine Tastatur in unser Testlabor verirrt. Aber Ausnahmen bestätigen sprichwörtlich die Regeln. Das dachte sich wohl auch Hardwaregigant Razer. Dieser hatte bei uns angeklopft und angefragt, ob wir nicht Interesse hätten die Razer Ornata V2 einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Das haben wir uns natürlich nicht zwei Mal sagen lassen, haben dankend die Arme ausgestreckt und möchten euch jetzt in unserem Test verraten, was der Nachfolger der vier Jahre alten Tastatur alles unter der Haube hat!


Die technischen Daten im Überblick:

Razer Ornata V2


RGB ist Trumpf!

Wie man es von Razer gewohnt ist, kommt auch die Ornata V2 mit schicker RGB-Chroma-Hintergrundbeleuchtung daher. Mit der hauseigenen Software Synapse lassen sich verschiedene Beleuchtungsmodi auswählen und die Tastaturbelegung vollständig programmieren. Natürlich sind auch Makros möglich, mit welchen man sich das Schreiben und alltägliche Arbeiten am PC deutlich vereinfachen kann. Außerdem unterstützt die Tastatur sogenannte Chroma-Workshops. Diese können vorgefertigt heruntergeladen oder selber erstellt werden, um euer Setup zum Beispiel situationsbedingt auf ein bestimmtes Spiel reagieren zu lassen. Tötet ihr beispielsweise in Valorant einen anderen Spieler oder beißt selber ins Gras, wird sich die Tastatur, bzw. euer gesamtes Razer-Setup der Situation entsprechend bemerkbar machen.

Razer Ornata V2
Die komfortable Handballenauflage ist kinderleicht befestigt und schont euer Handgelenk bei längeren Sessions.
©Razer

Allerdings müssen erstellte Profile in Synapse per Hand auf die Tastatur im-/exportiert werden. Der Grund dafür ist, dass man auf einen integrierten Speicher sowie zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten wie beispielsweise USB-Slots direkt an dem Gerät verzichtet hat.


Klick…klick…klick!

Ohne jetzt einen speziellen Hersteller zu nennen, muss ich zugeben, dass ich seit einigen Jahren ein Verfechter von „echten“ mechanischen Tastaturen war. Als ich also das erste Mal so auf der zur Verfügung gestellten Hybrid-Tastatur von Razer herumgetippt habe, war ich erst mal über das „Klick“-Geräusch nach jedem Anschlag verwundert. Es war nicht unangenehm, ganz im Gegenteil, dennoch hat es meine Verwunderung geschürt. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hat man sich jedoch daran gewohnt und gerade als jemand der viel schreibt, erscheint diese Tastatur fast schon perfekt. Während mechanische Tastaturen recht laut sind und gerade für Außenstehende möglicherweise fast schon nervig sein können, sind die Tastenanschläge bei der Razer Ornata V2 im Vergleich dazu kaum vernehmbar.

Ansonsten setzt Razer auf die hauseigenen Mecha-Membran-Schalter. Diese machen das Keyboard erst wirklich zu einer Hybrid-Tastatur, da sie ein dämpfendes Tippgefühl vermitteln und dennoch die Haptik mechanischer Tasten hervorbringen.

Razer Ornata V2
Mit den Multimediatasten könnt ihr während des Zockens unter anderem die Lautstärke regulieren.
©Razer

In der Gaming-Praxis überzeugt das Keyboard ebenso und punktet mit Präzision und netten Gimmicks, welche zwar nicht unbedingt innovativ und neu sind, man sie aber auch nicht missen möchte. So lässt sich wie besprochen mit der Chroma-Beleuchtung in Kombination zu der Makroerstellung einiges machen. Zusätzlich kann man einen Game-Mode aktivieren, der dafür sorgt, dass während des Spielens die von Zockern verhasste Windows-Taste deaktiviert wird.


Fühlt sich einfach gut an

Kommen wir zur Verarbeitung der schwarz beschichteten Tastatur. Die Maße des Eingabegeräts sind 46x3x15 cm zu einem Gewicht von ungefähr 915 Gramm. Zusätzlich sorgt eine weiche und sehr angenehm anfühlende Handballenauflage, die sich ganz einfach per Magnet an der Tastatur anbringen lässt, für zusätzlichen Komfort. Aber auch die Tasten machen einen hochwertigen Eindruck. Keine Taste wackelt oder knarzt. Lediglich über das Material könnte man ein wenig Kritik äußern, dieses ist nämlich recht anfällig für Fingerspuren nach längerer oder „unsauberer“ Benutzung. 

Razer Ornata V2
Durch drei Einbuchtungen an der Unterseite könnt ihr das Kabel ganz nach eurem Vorlieben verlaufen lassen.
©Razer

Die unterhalb der Tastatur befindlichen Antirutschbefestigungen sorgen dafür, dass die Tastatur nicht wegrutscht. Auffällig bzw. nützlich finden wir vor allem die drei Einkerbungen, womit sich das 1,8 m lange stoffummantelte USB-Kabel je nach Verkabelung recht gut in euer Setup anpassen lässt.


Fazit: Award

Jeder der am PC spielt oder arbeitet, der weiß natürlich, dass die Produkte des Hardwaregiganten Razer ihren Preis haben. So steht es auch um die Razer Ornata V2, welche mit einem Preis ab ca. 100 Euro fast in die gleiche Kerbe schlägt wie vollständige mechanische Tastaturen, die ähnliche Features aufweisen. Lässt man den Preis jedoch einmal außen vor, bekommt man mit der Tastatur ein ordentlich verarbeitetes Eingabegerät mit einer intelligenten Idee zum Thema Kabelmanagement, welches nicht nur bei Anschlägen angenehm klingt, sondern zudem auch noch eine ganze Menge Komfort. Keine Taste wackelt und die Handballenablage sorgt dafür, dass man auch längere Schreib- oder Spielsessions angenehm über die Bühne bringt. Das optische Potenzial wird außerdem durch die Synapse Software vollends ausgeschöpft und lässt kaum Wünsche im RGB-Bereich offen.

Wem also eine Mech-Tastatur zu laut ist, aber wiederum auch nicht gänzlich auf eine verzichten will, der sollte sich die Razer Ornata V2 auf jeden Fall einmal anschauen.


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