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Switch Tests

Pokémon Mystery Dungeon: Retterteam DX im Test

Es ist jetzt gut 13 Jahre her, als die beiden Spiele Pokémon Mystery Dungeon Team Rot und Team Blau für den Nintendo DS erschienen. Schon damals konnten sich die niedlichen Spin-offs, bei welchem ihr euch als Mensch plötzlich in der Rolle eines Pokémon wiederfindet und verschiedene Dungeons, wie auch Abenteuer mit einem Pokémon-Team bewältigt, recht schnell einen Platz in den Herzen der Fans sichern. Nicht weniger auch wegen tollen Ideen in Kombination mit einem zugänglichen Schwierigkeitsgrad und einer großzügigen Prise von Charme. Auch der Umfang war nicht zu verachten, sodass man problemlos mehrere Stunden mit dem kurzweiligen Rollenspiel überbrücken konnte. 

Jetzt hat man dem Ganzen mit Pokémon Mystery Dungeon: Retterteam DX ein Remake für die Nintendo Switch spendiert. Wie der Titel gealtert ist und warum das Remake seinem Original in nichts nachsteht, verrät unser im Test!


Was für ein Pokémon bist du~…

Bevor ihr #auf Erkundungstour geht und verschiedene Dungeons erforscht, muss erst mal die Frage geklärt werden, welches Pokémon ihr seid. Ein Persönlichkeitstest soll diesbezüglich die Antwort geben. Zu Beginn des Spiels werden euch verschiedene Fragen über eure Person und euer Verhaltensmuster gestellt. Ungefähr vergleichbar mit diesen Facebook-Tests, die euch am Ende anhand eurer Antworten eine fiktive Figur oder andere Prominenz zuweisen. Insgesamt kann die Entscheidung dabei auf eines von 16 verschiedenen Pokémon fallen:

  • Bisasam
  • Glumanda
  • Schiggy
  • Pikachu
  • Mauzi
  • Enton
  • Machollo
  • Tragosso
  • Evoli
  • Endivie
  • Feurigel
  • Karnimani
  • Geckarbor
  • Flemmli
  • Hydropi
  • Eneco
Pokémon Mystery Dungeon
Zu Beginn des Spiels wird erst mal bestimmt, welches Pokémon ihr seid.

Im Anschluss sucht ihr euch noch einen Partner aus und dürft dann auch schon in euer bevorstehendes Abenteuer starten. Jetzt gilt es erst mal ein Retterteam auf die Beine zu stellen. Übrigens greift dann auch schon die erste Neuerung des Remakes. Anders als im Remake muss das von euch zu Beginn auserkorene Pokémon nicht zwangsläufig Teil des Teams sein. Kurzum könnt ihr außerhalb der Hauptquests mit anderen von euch rekrutierten Pokémon durch die Lande ziehen.


Die Natur spielt verrückt – rettet die Welt!

Die Handlung ist dabei recht übersichtlich. Im Grunde genommen ergründet ihr euer neu angenommenes Schicksal. Zusätzlich spielt die Natur der Welt verrückt, sodass sich Naturkatastrophen häufen und als wäre das nicht schon genug, gibt es auch noch das ein oder andere Pokémon-Team, welches sich zur Aufgabe gemacht hat, Chaos zu stiften. Es liegt jetzt natürlich an euch, nicht nur herauszufinden wieso ihr euer Leben fortan als quirliges Taschenmonster fristet, sondern auch darin, die Hintergründe besagter Katastrophen zu erforschen und die Welt  zu retten. Dabei werdet ihr immer wieder auf verschiedene Pokémon treffen, die euch mit zahlreichen Aufgaben versuchen bei Laune zu halten.

Pokémon Mystery Dungeon
Im Laufe eures Abenteuers erwarten euch verschiedene Aufgaben.

Bei Pokémon Mystery Dungeon: Retterteam DX spielen, wie der Name schon annehmen lässt, Dungeons eine wichtige Rolle. Das bedeutet, dass das Gameplay zu einem großen Teil auch darin besteht euch euren Weg durch diverse Höhlen oder andere Arten von Dungeons zu bahnen. Da ist natürlich nicht immer alles friedlich. Gerne gibt es auch Pokémon, die von eurem Team nicht so angetan sind und auf eine körperliche Konfrontation aus sind.


Zugängliches Kampfsystem zu Lasten des Schwierigkeitsgrads

Sollte dies passieren, gilt es sich natürlich zu wehren. Das Kampfsystem in dem comichaften Dungeon-RPG fällt dabei recht zugänglich aus und bedient sich in den Grundzügen an verschiedenen Komponenten der Pokémon-Hauptreihe. Demnach ist das Kampfsystem auch hier zugbasiert und ihr habt die Auswahl von maximal vier verschiedenen Attacken. Diese könnt ihr entweder manuell auswählen oder überlasst dem System die Auswahl der Angriffe. Letzteres klappt zwar in der Regel ganz gut, allerdings auch zu Lasten des Schwierigkeitsgrads. Bereits bei den neuesten Ablegern der Hauptreihe Pokémon Schwert & Schild stand dieser schon in der Kritik und fällt in Pokémon Mystery Dungeon: Retterteam DX ebenfalls nicht sonderlich hoch aus. Obgleich das für Neulinge und jüngere Spieler durchaus gut ist, werden sich erfahrene Spieler möglicherweise etwas unterfordert fühlen.

Durch eine praktische Neuerung, könnt ihr euch zurücklehnen und eure Attacken im Kampf vom Computer auswählen lassen.

Dennoch kommt der Titel mit ein paar taktischen Kniffen daher. Folglich muss man bei bestimmten Angriffen die Reichweite zum Gegenüber beachten, andere wiederum bewirken eine Statusveränderung wie Schlaf oder Gift. Auch Aktionspunkte (AP) spielen dabei eine Rolle. Das bedeutet, dass jede Attacke eine gewisse Anzahl an AP besitzt. Habt ihr diese Punkte bei einer Fähigkeit aufgebraucht, müsst ihr auf ein anderes Manöver zurückgreifen. 


Hey, ich habe dich besiegt… schließ dich mir an!

Zudem müsst ihr Hunger- und Lebensleiste eurer Gefährten stets im Auge behalten. Empfindet euer Team nämlich Hunger, nehmen eure Lebenspunkte konstant ab. Um dem vorzubeugen, solltet ihr immer ein paar Nahrungsmittel, wie beispielsweise Äpfel dabei haben. Sterbt ihr übrigens mal, verliert ihr ein wenig von eurem Geld.

Dessen ungeachtet werdet ihr im Laufe eurer Reise noch weitere (Rettungs-)Camps finden und freischalten. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ihr euer Team erweitern wollt. Wenngleich ihr in einem Kampf gegen ein wildes Pokémon siegreich gewesen seid, warten nicht nur nützliche Erfahrungspunkte auf euch, möglicherweise schließt sich das besiegte Pokémon in Anbetracht bestimmter Voraussetzungen euch sogar an. Jedoch ist das nur möglich, wenn ihr das besagte Camp in dem Gebiet in eurem Besitz habt. Und davon gibt es einige. Immerhin umfasst Pokémon Mystery Dungeon: Retterteam DX bereits die ersten vier Generationen von Pokémon, samt so mancher Mega-Entwicklung. Wenn ihr ganz viel Glück habt, trefft ihr sogar Schillernde Pokémon, also Pokémon mit einer besonderen Farbgebung und rekrutiert sie für euer Team.

Möglicherweise schließt sich euch ein besiegtes Pokémon an.

Des Weiteren besitzt ihr einen Retterrang, welcher steigt, sobald ihr verschiedene Aufgaben bewältigt habt. Wenn ihr im Rang aufsteigt, werden dabei verschiedene Boni, wie beispielsweise dass ihr mehr Aufträge annehmen könnte oder größere Aufnahmekapazitäten für eure Camps freigeschaltet. Rein vom Umfang her ist es also unmöglich Pokémon Mystery Dungeon: Retterteam DX einen Strick zu drehen. Zusätzlich warten auch noch legendäre Pokémon und unzählige Dungeons vor, beziehungsweise nach der Hauptstory auf euch.


Wunderschöne Bilderbuch-Optik

Die wohl offensichtlichste Neuerung der Neufassung ist allerdings definitiv die Optik. Diese präsentiert sich in einer wunderschönen Bilderbuch-Comic-Optik und erinnert oberflächlich betrachtet an die alten Geschichten von Winnie Puuh. Der niedliche Stil passt hierbei wie die Faust aufs Auge und ansehnliche Zwischensequenzen sorgen für eine ganze Menge Charme. Während man im Original noch mit pixelartigen Sprites gearbeitet hat, wurden die einzelnen Pokémon in der Neuauflage komplett animiert und wird ihre Emotionslage anhand kleiner Bilderbuchbildchen am Bildschirmrand dargestellt. In den Kämpfen wird dieses Potenzial jedoch nur teilweise genutzt. Effekte sind eher banal und wirken fast schon auf das Notwendigste reduziert.

Pokémon Mystery Dungeon
Mit dem Auftragspasswort könnt ihr euch von anderen Spielern online helfen lassen, falls ihr mal nicht weiterkommt.

Was die akustische Untermalung angeht, war die Serie schon früher für ihre großartige Musik bekannt. Daran wurde auch dieses Mal festgehalten und somit bekommt ihr bei Pokémon Mystery Dungeon: Retterteam DX einen stimmigen und absolut gelungenen Soundtrack geboten.

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