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Peaky Blinders: Mastermind im Test

Die britische Serie Peaky Blinders – Gangs of Birmingham gehört zu eine der Top-Serien der letzten paar Jahre. Zum momentanen Stand gibt es zu der Serie, welche mit den historischen Hintergrund der namensgebenden Band von raufenden Kleinkriminellen aus dem Jahre 1890 beschäftigt, fünf Staffeln bzw. die ist eine sechste Staffel bereits in Arbeit. Die Story befasst sich dabei mit verschiedenen Themen um eben besagte Gang, welche ihren Namen vermutlich abgeleitet von den immer wieder getragenen Schiebermützen – englisch „Peaked Caps“ – haben. So wird zum Beispiel beschrieben, welche Auswirkung der Erste Weltkrieg auf die Peaky Blinders hatte, wie sie mit der Wirtschaftskrise umgehen oder wie sie sich gegen die sizilianische Mafia aus New York City behaupten. Ganz vorne mit dabei ist Thomas „Tommy“ Shelby (gespielt von Cillian Murphy), welcher seines Zeichens der Anführer der Peaky Blinders ist.

Serienfans können wir die Serie jedenfalls vorab vollstens empfehlen, sofern ihr mit der inhaltlichen Grundthematik etwas anfangen könnt. Ob dies auch für die Videospieladaption Peaky Blinders: Mastermind von Curve Digital gilt, verraten wir euch in unserem nachstehenden Testbericht!

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Hübsche Grafik die sich allerdings nicht richtig anfühlt

Das Gameplay von Peaky Blinders: Mastermind ist recht… besonders. Wenn man es denn so nennen will. Grundlegend lässt es sich so beschreiben. In gerade einmal zehn Missionen versucht ihr verschiedene Rätsel zu lösen. Der Umfang ist recht überschaubar und die Handlung nicht wirklich nennenswert. Letztere will, trotz eines hervorragendem Soundtracks, wegen der ungewöhnlich bunten Comic-Grafik nicht so richtig in Fahrt kommen. Zwar ist der Grafikstil insgesamt recht gelungen, passt allerdings nicht zu der recht düsteren und ernsten Atmosphäre die man von der Serienvorlage gewohnt ist. Dennoch wirken die Straßen von Birmingham belebt und die Kulissen sind sehenswert. Überall sieht man arbeitende NPCs die im Laufe einer Mission ihren Aufgaben nachgehen. Bei näherer Betrachtung wirken die Charaktermodelle allerdings ein wenig minderwertig.

Peaky Blinders Mastermind
Optisch ist das Spiel wirklich gut gelungen. Schade, dass die dichte Atmosphäre der Vorlage aufgrund des Comic-Stils nicht so richtig aufkommt.
©PressEngine

Die Stärken der Peaky Blinders mit Bedacht ausspielen

Ungeachtet dessen haben es so manche Rätsel aber ganz schön in sich und punkten in Sachen Innovation und steigender Komplexität. Für dieses Vorhaben stehen euch die Mitglieder der Schiebermützenträger mit ihren einzigartigen Fähigkeiten zur Verfügung. Wie in dem von uns vor kurzem getesteten Desperados 3 müsst ihr dabei mit den einzelnen Bandenmitglieder taktisch jonglieren und die Sichtkegel eurer Gegner im Auge behalten.

Ist der aggressive Arthur beispielsweise in der Lage Wachen im Faustkampf auszuknocken oder größere Objekte verschieben, lenkt Polly männliche Feinde ab, während sich der kleine Finn durch schmale Löcher quetscht, um somit neue Wege für seine Gefährten freizumachen. Oberhaupt Tommy ist zudem in der Lage andere Personen zu manipulieren, um ihn dann dazu zu animieren, eine verschlossene Tür für ihn zu öffnen.

Peaky Blinders Mastermind
Manchmal lassen sich komplexe Rätsel eben nur durch rohe Gewalt lösen.
©PressEngine

Timing ist alles

Die Besonderheit dabei ist jedoch, dass sich wie mit einem Kassettenrekorder die mit einem Charakter ausgeführten Aktionen aufnehmen lassen. Das heißt im Klartext, dass ihr mit jedem Charakter erst einmal eure Manöver plant. Im Anschluss kann man den Plan dann in die Tat umsetzen und die ausgeführten Taten quasi abspielen lassen.

Von der Idee her ist es wirklich recht spannend zu sehen, ob sich die einzeln ausgeführten Schritte zu einem vollständig Puzzle zusammensetzen. Leider ist es genau hier, wo Peaky Blinders: Mastermind viel Potenzial der eigentlich sehr innovativen Gameplayidee liegen lässt. Das Tutorial ist schlichtweg für die zu fummelige Steuerung nicht umfassend genug und die einzelnen Aktionen werden teilweise fehlerhaft wiedergegeben. Bei uns ist es demnach schon passiert, dass einer unserer Gruppenmitglieder an einer Ecke hängengeblieben ist und sich aus dieser Misere nicht wieder befreit hat. Dies sorgt natürlich für Frust und wirft alles Durchgeplante mit einem Rutsch über den Haufen.

Peaky Blinders Mastermind
Mit Ada Schelby lassen sich Gegner spielend ablenken.
©PressEngine

Fazit:

Peaky Blinders: Mastermind hätte eigentlich ein echt gutes Topdown-Rätsel-Strategiespiel sein können. Das innovative Gameplay hat auf alle Fälle Potenzial, der Soundtrack ist großartig und die Rätsel werden zunehmend schwerer bzw. komplexer. Da ist es umso mehr schade, dass so viel Potenzial wegen irgendwelchen Spielfehlern und der fummeligen Steuerung einfach liegengelassen wird. Obgleich der Grafikstil zwar insgesamt recht ansehnlich ist, bringt die von der Serie bekannte „düstere“ Atmosphäre nicht gut rüber. Auch der Umfang ist mit nur zehn Levels sehr gering und die Geschichte der Kampagne nicht wirklich nennenswert, schade! Ein paar Sammelobjekte und kleinere Zeitprüfungen baden dies dann auch nicht mehr aus!

Kurzum können wir das Rätsel-Spiel nur bedingt empfehlen. Nicht mal für Fans der Serie lässt sich aufgrund der angesprochenen Punkt eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Wenn allerdings das Spiel mal für einen schmalen Euro zu ergattern ist oder der übersichtliche Content für euch verschmerzbar ist, dürft ihr natürlich trotzdem einen Blick wagen.

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