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PC PS4 Switch Tests

Oninaki im Test

Mit Oninaki bringt Square Enix nicht nur ein neues Action-Rollenspiel, sondern auch eine neue Marke auf den Markt. In dem recht düsteren Spiel dreht sich die Geschichte vor allem rund um das Thema der Wiedergeburt. Ihr sollt als Wächter die Seelen der Verstorbenen davor bewahren vom Weg abzukommen. Oninaki erschien bereits am 22. August 2019 für die Sony Playstation 4, Nintendo Switch und auf Steam. Wir haben in unserem Test die Nintendo Switch-Fassung genauer unter die Lupe genommen und teilen an dieser Stelle unsere Erfahrung mit euch.


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Die Wiedergeburt als Grundlage

Die Charaktere in Oninaki glauben alle an die Wiedergeburt welche dadurch zur Grundlage ihrer Lebensweise wird. Sie feiern das Leben und beten für ein Leben nach dem Tod. Hierbei spielt die Trauer über einen Todesfall eine sehr große Rolle. So werden die Toten dazu verleitet vom Weg abzukommen und haben keine Chance mehr auf die Wiedergeburt. Also versuchen die Menschen während sie die Toten verabschieden, ihre Trauer in Freude zu wandeln.

Kagachi ist der Hauptprotagonist.

Allerdings gibt es natürlich auch gefangene Seelen, die durch Trauer im Jenseits zurückgehalten werden. Diese brauchen Erlösung und nun kommt ihr ins Spiel. Ihr spielt den Wächter Kagachi, dessen Aufgabe es ist die wandelnden Seelen, welche auch als Verlorene bekannt sind, zu dienen. Ihr dient als Beschützer der Welt der Lebenden und des Jenseits. Um dies zu verbinden müsst und könnt ihr zwischen den Welten reisen. So versucht ihr die Emotionen der Lebenden als auch der Toten zu beeinflussen, um die Verlorenen in die nächste Welt zu entsenden.

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Die Themen Tod, Wiedergeburt und das Zurückhalten der Verlorenen sind allgegenwärtig. So reist Ihr mit Mayura (eurer Kindheitsfreundin) und stellenweise ihrem Vater Kushi umher und versucht die Verlorenen zu erlösen. Das Erlösen geschieht von Fall zu Fall unterschiedlich, allerdings machten uns einige Situationen äußerst nachdenklich. Vor allem eine Szene blieb uns im Gedächtnis: Als die Eltern eines verlorenen Jungen den Freitod wählten, um wieder bei ihm sein zu können und ihn somit erlösen konnten. Die Hinrichtung durch Kagachis Hand machte die Situation nicht weniger schrecklich.

Seine Eltern wählten den Freitod um bei Ihrem Kind zu sein.

Daemonen als Waffen

In Oninaki kauft ihr nicht einfach Waffen wie in einem gewöhnlichen Rollenspiel. So bekommt ihr verschiedene Waffen durch Truhen oder durch das Besiegen eurer Widersacher. Ebenfalls findet ihr sogenannte Schattensteine. Diese können in die Sockel der Waffen eingesetzt werden, um weitere Effekte zu erzielen. Im Marktviertel von Szaka sind diese beim Alchemisten nochmals aufwertbar. Ihr habt bis zu vier Begleiter ausgerüstet. Diese werden auch Daemon genannt. So hat jeder Daemon einen anderen Waffentyp.

Zu Beginn nutzt Ihr Aisha. Sie ist an Kagachis Seite, seit dem er zum Wächter ernannt wurde. Ausgerüstet gibt sie euch die Fähigkeit mit einem Schwert zu kämpfen als auch schnell über das Schlachtfeld zu fegen.

Aisha’s Fertigkeitenbaum.

Der zweite Daemon den Ihr erhalten werdet ist Zaav. Durch ihn bekommt Ihr die Möglichkeit mit einem Speer zu kämpfen und Sprungattacken aus der Luft auszuführen. WIL kämpft hingegen mit seinen Äxten. Er gilt als der stärkste aller Daemonen. Izana ist eine blitzschnelle aus dem Hinterhalt angreifende Gefährtin. Sie kämpft mit Sensen, wodurch ihr die Möglichkeit erhaltet Rundumschläge auszuführen. Dia kämpft mit zweierlei Waffen. In der einen Hand hat sie eine Armbrust in der anderen schießt sie mit ihrer Pistole. So kann sie in die Luft springen und Gegner aus der Höhe mit genügend Abstand unter Beschuss nehmen. Rigan ist ein extrem schneller Daemon, welcher mit seiner Geschwindigkeit die Gegner überrascht. Seine Gegenangriffe als auch Ausweichrollen machen ihn sehr gefährlich. Rigan kämpft mit zwei Kurzschwertern. Gavod nutzt sogenannte Schildkanonen. Diese bieten nicht nur eine gute Verteidigung. Auch im Nahkampf werden sie für fatalen Schaden sorgen. Insgesamt gibt es elf dieser Daemonen im Spiel zu finden.

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Daemonen fungieren als Skilltrees

Jeder der Daemonen wirkt als eigener Fertigkeitenbaum. So sammelt ihr entweder universelle, als auch für jeden Daemon spezielle Seelensteine. Diese könnt ihr dann in den jeweiligen Talentbäumen einlösen, um verschiedene Fähigkeiten zu erhalten. Diese sind sowohl aktiver als auch passiver Natur. Beim Erhalt eines Daemons erinnert dieser sich nur vage an sein vorheriges Leben. In den Skilltrees gibt es darüber hinaus die Möglichkeit verschiedene Erinnerungen freizuschalten, um in diesem Ast des Baumes voranzuschreiten und weitere Fähigkeiten zu erhalten. Desweiteren füllt sich eine prozentuale Anzeige am unteren linken Bildschirmrand. Erreicht diese 100 Prozent könnt ihr für einen kurzen Zeitraum den Daemon einsetzen welcher Fatale Angriffe ausführt. Ihr werdet ebenfalls stärker, erreicht die Anzeige allerdings einen Betrag von 150%, leidet eure Verteidigung darunter.

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Das Wandeln zwischen den Welten

In Oninaki durchstreift ihr zunächst die Gebiete in der Welt der Lebenden. Dort ist euer Ziel ziemlich simpel. Ihr müsst die Gegner besiegen, um euch zu dem sogenannten Sichtdieb zu nähern welcher sich meist neben einer Art Obelisk befindet. An dem Obelisken könnt Ihr sowohl speichern als auch Erinnerungen eurer Daemonen hervorrufen, welche Einblicke in das Leben der Daemonen vor dem Tod ermöglichen. Der Sichtdieb ist eine Art Elite Gegner. Sprich eine größere Form der normalen Kreaturen. Besiegt Ihr diesen hinterlässt er ein Portal. Nun könnt ihr das Jenseits welches auch der Schleier genannt wird betreten. Dort findet ihr weitere Feinde, die es zu bezwingen gilt, um zu der Verlorenen Seele zu gelangen.

Im Diesseits wirkt alles recht hell, im Jenseits ist die Welt sehr dunkel mit starken Kontrasten gestaltet.

Weg mit dem Sichtdieb

Es sollte immer eure höchste Priorität sein den Sichtdieb aufzuspüren und diesen zu bezwingen. Tut ihr dies nicht, kann dies fatale Folgen haben, wenn ihr das Portal durchschreitet. Denn ihr seid noch Schleierblind. Diese Blindheit hat zwei Effekte. Auf der einen Seite könnt ihr wie es der Name impliziert nichts sehen und auf der anderen Seite sind eure Gegner so stark, dass ihr kaum mehr als zwei Angriffe überlebt. Befindet Ihr euch in der Stadt Szaka ist es sowohl möglich, als auch notwendig durch den Schleier zu gehen. So findet man Verlorene für Sidequests und wiederum Truhen die eure Erkundung belohnen. Leider bleiben weitere Interaktionsmöglichkeiten auf der Strecke. Gereist wird über eine Karte, auf der man das Zielgebiet per Klick wählt. Diese Orte sind dann wiederum genretypisch, verschiedenste Sümpfe, Wälder oder aber auch Höhlen und Dungeons warten darauf von euch erkundet zu werden. In diesen Schauplätzen sind dann Kisten oder aber auch andere zerstörbare Objekte auffindbar, allerdings wird das Zerstören durch keinerlei Items belohnt.

Mit Zaav auf dem Weg, um dem Sichtdieb den Gar auszumachen.

Auch weitere große Bossgegner sind mit von der Partie. Diese sind nochmals eine Nummer größer und wesentlich härter als die Sichtdiebe. Sie werden Schleierwächter genannt und erscheinen gefühlt zufällig. Zusätzlich erscheinen nicht selten Kampfarenen um euch herum. In diesen werdet ihr mit einer Vielzahl von Gegnern konfrontiert und eure Bewegungsfreiheit ist durch die Barrieren stark eingeschränkt.

Natürlich könnt ihr euch für die Kämpfe in Oninaki auch vorbereiten und immer wieder eure Energie auffrischen. Die erste Methode um Heilung zu erfahren ist die Nutzung von Räucherstäbchen, welche nur begrenzt mitführbar sind. Weiterhin könnt Ihr euch an den Obelisken in der Spielwelt heilen. Die dritte und letzte Möglichkeit wäre das regungslose Warten ohne gezückte Waffe.


Performance und Soundtrack

Oninaki läuft sowohl im Handheld- als auch im TV-Modus flüssig. Die Effekte der Angriffe, als auch der Übergang in den Schleier sind sehr schön animiert. Die Spielwelt wirkt lebendig animiert und abwechslungsreich. Zwischensequenzen sind japanisch synchronisiert und erhielten einen deutschen Untertitel. Dies gilt sowohl für die Kampfgebiete als auch für die Stadt. Ein Soundtrack, welcher das Spiel dauerhaft untermalt fehlt uns ein wenig. In den Kämpfen wirkt die Musik wiederum sehr passend. Auch in den Cutscenes wird die Geschichte in den häufig traurigen Situationen untermalt und somit abgerundet.


Fazit:

Oninaki hat sowohl ein sehr ernstes als auch ein äußerst interessantes Szenario. AwardDass die Sterbenden nicht betrauert werden dürfen, um eine Wiedergeburt erleben zu können ist ein durchaus interessantes Konzept, welches uns nicht selten emotional berührte. Auch die Idee der zwei Welten in Form des Jenseits und des Diesseits sind mittels Schleier-Übergang sehr gut gelöst. Die Erinnerungen, sowie das Aufwerten der Waffen bzw. Daemonen sollte Genrefans ansprechen.

Die eingeschränkten Interaktionen mit der Umwelt, als auch die zerstörbaren Objekte, welche keinerlei Belohnung außer die der Truhen versprechen sind leider nicht optimal genutzt. Nichtsdestotrotz ist Oninaki ein gelungenes J-RPG, dass uns mit seinem Stil und dem gelungenen Konzept überzeugen konnte. Positiv sei auch die technisch gute Umsetzung auf die Nintendo Switch zu nennen, die das Rollenspiel sowohl im Handheld- als auch im TV-Modus in einem schicken Licht erstrahlen lässt. 


 

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