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SpongeBob SquarePants: Battle for Bikini Bottom Rehydrated im Test

Mit SpongeBob SquarePants: Battle for Bikini Bottom erschien im Jahr 2003 der wohl beste 3D-Platformer rund um den beliebten gelben Schwamm für die damaligen Konsolen und dem PC. Schon zu dieser Zeit konnte das Jump ’n‘ Run mit dem unvergleichlichen SpongeBob Schwammkopf Humor punkten und entpuppte sich als einer der gelungensten Hüpfspiele der damaligen Generation.

Demnach ist es wenig verwunderlich, dass man auf die Rufe der Fans nach einem Remake gehört hat und mit einem originalgetreuen Remake an den Erfolg von früher anknüpfen will. Unter neuer Flagge, genauer gesagt unter THQ Nordic und dem Zusatz Rehydrated wird der Titel demnach am 23.06.2020 in einer überarbeiteten Fassung für die aktuellen Plattformen erscheinen. Neben einem brandneuen Horde-Multiplayer-Modus und einem modernen optischen Gewand dank Unreal Engine 4, haben es auch neue-alte Inhalte in das Spiel geschafft, welche man damals aufgrund der recht begrenzten Leistung der damaligen Konsolen nicht berücksichtigen konnte. Warum SpongeBob SquarePants: Battle for Bikini Bottom seinem Original in nichts nachsteht und Spielspaß für Jung und Alt verspricht, verraten wir in unserem Test für die Nintendo Switch!


Oh… Wer wohnt in einer Ananas ganz tief im Meer?

Die meisten von euch werden SpongeBob SchSchwammkopf sicher kennen. Entweder wenn ihr aus einer Generation stammt, als die Serie seinen Höhepunkt hatte oder dann, wenn ihr selber Kinder habt, die euch zu gegebener Zeit zwingen werden, diese zusammen mit ihnen zu schauen. Für all jene unter euch, die aber demgegenüber komplett planlos sind, von wem wir hier eigentlich reden, wollen wir ein wenig Kontext liefern.

SpongeBob SchwammKopf ist eine beliebte Kinderserie, die seinen Höhepunkt zwischen dem Ende der 90er und während der 2000er Jahre hatte. Grob umschlagen handelt die Zeichentrickserie von einem kleinen gelben Schwamm, welcher unter der Meeresoberfläche zusammen mit seiner Hausschnecke Gary in der Stadt Bikini Bottom in einer Ananas wohnt und zusammen mit seinen Freunden viele Abenteuer erlebt. Darunter fallen zum Beispiel das texanische Eichhörnchen Sandy oder der etwas dümmliche Seestern Patrick, der gleichzeitig auch der beste Freund von SpongeBob ist.

SpongeBob SquarePants Battle for Bikini Bottom
SpongeBob ist der vielseitigste Charakter und weist das größte Potenzial der Gruppe auf. © THQ Nordic

Des Weiteren gibt es aber noch weitere Charaktere, wie SpongeBobs griesgrämigen Nachbarn Thaddäus oder dem Inhaber der Krossen Krabbe, einem Burger-Restaurant wo SpongeBob als Burgerbrater angestellt ist, Mr. Krabs. Letzterer hat mit der Erschaffung des beliebten Krabbenburger einen echten Hit gelandet und verdient mit diesem Unmengen an Geld. Dies ruft seinen direkten Kontrahenten und Oberfiesling Plankton auf das Programm, welcher nicht selten in den Folgen der Serie Unruhe stiftet, um an das Geheimrezept der Leckerei zu kommen.


Böse Roboter wollen Bikini Bottom unterwerfen!

Und genau an diesen Punkt setzt auch die Handlung der beliebtesten Videospieladaption der Serie an. Denn auch in SpongeBob SquarePants: Battle for Bikini Bottom (Rehydrated) startet der böse Plankton mal wieder den Versuch an das begehrte Rezept des Burgers heranzukommen. Dafür hat er Roboter entwickelt, welche ihm bei diesem Clou helfen sollen. Dummerweise hat er vergessen einen wichtigen Hebel an seinem Apparat umzulegen, wodurch die Roboter außer Kontrolle geraten und nicht auf ihren Meister hören. Stattdessen laufen diese in Bikini Bottom frei herum und terrorisieren die Stadt.

SpongeBob SquarePants Battle for Bikini Bottom
Während eures Abenteuers kommt ihr an vielen verschiedenen Orten vorbei. © THQ Nordic

Zeitgleich dazu, haben sich Patrick und SpongeBob getroffen, um mit einer „Magischen Muschel“ zu spielen. Laut Patrick, soll die Muschel Sachen, die man in sie legt am nächsten Tag zum Leben erwecken. Wie es der Zufall so möchte, steckt Patrick eine Spielfigur eines Roboters in die Muschel. Als SpongeBob daraufhin am nächsten Tag aufwacht und nach draußen schaut, läuft es ihm eiskalt den weichen Schwammrücken hinunter. Naiv wie unser Held ist, gibt er sich natürlich die Schuld an diesem Vorfall und bittet Patrick darum, sich zusammen mit ihm um das Problem zu kümmern. Auch Sandy, ein Eichhörnchen in einem Raumanzug – immerhin muss es ja unter Wasser atmen können, versucht den beiden aus der Patsche zu helfen. Es liegt also jetzt an SpongeBob und seinen Freunden das Unheil abzuwenden und die Roboter zu bekämpfen.


Goldene Pfannenwender ebnen den Weg!

Natürlich gibt es, wie auch schon bei anderen Vertretern des Genres, auch bei SpongeBob SquarePants: Battle for Bikini Bottom wieder das ein oder andere Sammelobjekt. Der Hauptfokus liegt dabei auf den goldenen Pfannenwender, von welchen es in den meisten Levels acht Stück zu finden gibt.

Hier möchten wir kurz nebenbei erwähnen, dass ihr so ziemlich jeden populären Ort besuchen könnt und müsst, welchen man auch schon aus der Serienvorlage kennt. Dies reicht dann beispielsweise von der Innenstadt von Bikini Bottom, bis hin zu den paradiesischen Quallenfeldern, wo der Quallenkönig als Endboss auf euch wartet.

SpongeBob SquarePants Battle for Bikini Bottom
Sandy kann große Abgründe mit ihrem Lasso überwinden. © THQ Nordic

Die Pfannenwender sind aus diesem Grund wichtig, da sie euch das Betreten neuer Areale ermöglichen. Anders gesagt versperren euch Schranken den Weg in einen neuen Sektor. Diese Schranken lassen sich öffnen, wenn ihr eine bestimmte Anzahl an Pfannenwendern in eurem Besitz habt. Um die Pfannenwender in den einzelnen Arealen zu bekommen, warten immer wieder teils knifflige Aufgaben auf euch. So müsst ihr stellenweise Sonnenstrahlen von Reflektor zu Reflektor leiten, einen mächtigen Bossgegner besiegen oder die Schüler von Mrs. Puff aus misslichen Situationen retten. Die Aufgaben fallen dabei recht abwechslungsreich aus, fordern erfahrene Spieler aber nur bedingt. Folglich kann man sagen, dass ältere Spieler aufgrund des SpongeBob-Humors ihren Spaß haben werden, Gameplaytechnisch allerdings den Fokus eher auf eine jüngere Spielerschaft setzt.


Stinkende Socken und Unterhosen warten ebenfalls auf euch

Aber nicht nur die begehrten Pfannenwender wollen von euch erbeutet werden. Auch kreuzen immer wieder verlorene stinkende Socken von Patrick und SpongeBobs Unterhosen euren Weg. Während letztere nicht wirklich als Sammelobjekt zu zählen sind, sondern lediglich eure Lebensenergie auffüllen, sobald ihr sie einsammelt – ja, ganz recht, in SpongeBob SquarePants: Battle for Bikini Bottom wird Leben in Unterhosen gemessen – sind Patricks Strümpfe „wasch“echte Collectibles. Insgesamt gilt es in der Welt von SpongeBob SquarePants: Battle of Bikini Bottom 80 Stück des wärmenden Kleidungsstücks zu finden.


F steht für Freund, die was unternehmen~

Wie schon erwähnt, seid ihr in Bikini Bottom nicht nur als SpongeBob unterwegs. Ganz im Gegenteil, schon nach wenigen Spielminuten greifen euch Patrick und Sandy hilfreich unter die Arme. Die einzelnen Charaktere besitzen individuelle Fähigkeiten, welche für das Einsammeln der versteckten Gegenstände und dem Abschließen eines Levels genutzt werden müssen.

Demzufolge ist Patrick dank seines „stämmigen“ Körpers besonders kräftig und kann Gegenstände und betäubte Roboter hochheben, um sie im Anschluss herumzuwerfen. Damit lassen sich Schalter aus der Entfernung betätigen oder sogar das Wasser einfrieren, wenn ihr eine Eisfrucht nutzt.

SpongeBob SquarePants
Auch ein mechanischer riesen Thaddäus will euch an den Kragen. © THQ Nordic

Sandy hingegen setzt auf ihr Eichhörnchen-Karate und das für Texas bekannte Lasso. Mit beidem kann sie viel Schaden im Nahkampf und aus der Distanz anrichten. Außerdem ist es möglich das Lasso wie ein Cowboy über dem Kopf rotieren zu lassen, wodurch sie größere Distanzen mit einer Art „levitieren“ überwindet.

SpongeBob ist aber als wirklicher Main Character am Vielseitigsten. Nicht nur, dass er sich mit seinem Seifenblasenstab gegen die Roboter zur Wehr setzt, er nutzt außerdem diesen auch noch um sich zum Beispiel wie eine Rakete in die Luft zu befördern und Widersacher über sich so auszuschalten. Zusätzlich greift er auf eine praktische Stampfattacke zurück, erreicht höhere Ebenen mit einem Doppelsprung, rollt sich wie ein Ball zusammen um schneller voranzukommen oder schleicht sich per Knopfdruck an die feindlichen Dosenöffner und Tikis heran. Ach ja, Bungee Jumping an bestimmten Stellen mit dem Bund seiner Unterhosen steht ebenfalls auf der Agenda unseren quirligen gelben Helden.


Blumenartige „Münzen“ und Tikis

Eben haben wir schon einmal kurz die sogenannten Tikis angeschnitten. Diese gibt es in verschiedenen Farben und Formen. Obgleich man die hölzernen Standard-Tikis recht einfach zerschlagen kann, werden rote Tikis zum Beispiel explodieren wenn ihr ihnen zu nah auf die Pelle rückt. Bei anderen wiederum muss man sich anschleichen, weil sie sich ansonsten bei drohender Gefahr einfach in Luft auflösen. Aber nicht nur die Tikis gibt es in anderen Formen. Auch die Gegnertypen nehmen mit zunehmender Spieldauer stetig an, sodass ihr euch gegen Hammer schwingende oder Raketen schießende Roboter irgendwann beweisen müsst.

SpongeBob SquarePants
Patrick ist in der Lage was gefrieren zu lassen. © THQ Nordic

Unabhängig davon gibt es, wie es für das Genre so üblich ist, eine Währung. Super Mario sammelt Münzen, Sonic jagt goldenen Ringen hinterher und SpongeBob erfreut sich über korallenartige Blumen (?) in verschiedenen Farben. Je nach Farbgebung haben diese eine andere Wertigkeit.


Neuer Mehrspielermodus sorgt für Abwechslung

Die größte Neuerung in dem Remake ist der Mehrspielermodus. Hier haben die Entwickler Sachen eingebaut, die es damals nicht in das Spiel geschafft haben. Kurz gesagt könnt ihr euch mit Freunden zusammenschließen und in einem kooperativen Horde-Modus gegen unzählige Roboter-Wellen antreten. Dabei erwarten euch verschiedene Levels, wie zum Beispiel einem Alptraum von Patrick oder das Aufeinandertreffen mit Mecha-Thaddäus. Außerdem dürft ihr dabei zwischen weiteren Charakteren neben Sandy, Patrick und SpongeBob wählen. Wollt ihr zum Beispiel mit der Hausschnecke Gary den Kampf antreten? Dann ist das kein Problem. Sogar Plankton ist als spielbare Figur vorhanden.

SpongeBob SquarePants
Im Multiplayer-Modus nehmt ihr den kooperativen Kampf gegen Roboter-Wellen auf. © THQ Nordic

Aus dem Review-Guide von THQ Nordic ist zudem herauszulesen, dass man sich darum bemüht so schnell wie möglich eine Einlad-Funktion für die Nintendo Switch und PlayStation 4 Version nachzureichen. Auf der Xbox ist dies wohl bereits möglich.


Schwache Performance im Handheld und lange Ladezeiten

Abschließend unseres Testberichts nehmen wir noch einmal die Technik genauer unter die Lupe. Auch hier hat man uns den Hinweis zukommen lassen, dass es mit dem Day-One-Patch auf der Nintendo Switch leider einen Bug gibt, der Probleme mit der Auflösung im angedockten Modus machen soll. Dies möchte man ebenfalls in kürzester Zeit beseitigen.

Ansonsten spielt sich das Abenteuer rund um SpongeBob die größte Zeit über flüssig. Wenn jedoch dann doch mal mehr auf dem Bildschirm los ist, kommt die Performance ein wenig ins Stottern. Mitunter fallen manche Ladezeiten auffallend lang aus und lassen euch zwangsweise in Geduld üben.

Sehr positiv zu erwähnen ist dementgegen allerdings, dass die deutsche Version mit den originalen deutschen Stimmen daherkommt, weswegen ihr euch schon mal auf die Stimmen von Santiago Ziesmer und Co. Freuen dürft.


 Fazit: Award

SpongeBob SquarePants: Battle for Bikini Bottom Rehydrated ist ein klassischer Platformer, welcher durch den unverkennbaren SpongeBob Schwammkopf Charme zu überzeugen weiß. Nicht weniger auch deshalb, weil alle Charaktere durch ihre originalen Stimmen vertont sind. Die einzelnen Sprungpassagen in Kombination mit dem Charakterwechsel, den abwechslungsreichen Aufgaben und der bekannten Orte der TV-Vorlage wirken in sich stimmig, wodurch es einfach Spaß macht über Stunden hinweg mit SpongeBob und seinen Freunden durch Bikini Bottom zu hüpfen. Besonders hervorzuheben ist zudem, dass sich THQ Nordic nicht lumpen lassen hat und das Hauptspiel sehr nah an seinem Original ist. Außer dem neuartigen Multiplayer, der das ohnehin schon sehr gute Spiel noch einmal gelungen erweitert und für den einen oder anderen Spieleabend sicher eine ordentliche Packung Spaß mit sich bringt.

Obwohl der Titel vermutlich durchaus bei so manch älteren Spieler ebenfalls Anklang finden könnte, ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass sich das Spiel gerade auch wegen seiner Zugänglichkeit und dem seichten Schwierigkeitsgrad eher an jüngere Spieler richtet. Dies kann man allerdings nur bedingt als Kritik nehmen, immerhin handelt es sich hierbei um eine Videospieladaption einer Kinderserie. Ganz anders ist es mit der technischen Performance, welche zumindest auf der Nintendo Switch durchaus noch etwas Nachschliff verkraften könnte.

 

 

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