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iiyama G-Master GB2730QSU im Hardwaretest

Mit dem iiyama G-Master GB2730QSU LED-Display hat sich der erste Gaming-Monitor überhaupt in unserem Testlabor eingefunden. Der 27 Zoll große Monitor bietet auf dem Papier einige tolle Features wie eine ultraschnelle Reaktionszeit von 1ms, diverse Gaming-Modi und vielseitige Anschlüsse zum vergleichsweise kleinen Preis. Ob das Gerät allerdings auch qualitativ überzeugen kann, verraten wir euch in folgendem Hardwaretest. 

Der Lieferumfang des LED Monitors aus dem Hause iiyama.

Ein Monitor auch für Konsolen-Gamer?

Mit dem G-Master GB2730QSU schickt iiyama unter dem Codenamen „Silver Crow“ einen Gaming-Monitor sowohl für PC-Gamer als auch Konsolen-Spieler ins Rennen. Der Aufbau des Monitors könnte leichter kaum sein. Der Standfuß wird mit drei Schrauben befestigt und schon kann das Display sicher aufgestellt werden. Ein Blick auf die technischen Daten verspricht solide Performance für Gamingfreunde. Mit einer Auflösung von maximal 2560×1440 Pixeln bei einer Reaktionszeit von 1ms bietet der Silver Crow scharfe Optiken und flottes Tempo. Technik-Fans werden allerdings über die maximal 75 möglichen Hertz stolpern, die im Monitorbereich fast schon ein bisschen veraltet sind und von 120 Hertz abgelöst wurden.  

Neben einem DVI-Anschluss wartet der Monitor auch mit einem HDMI-Port beispielsweise für eure Konsolen und zwei USB 3.0-Ports auf. Maximal lassen sich drei Geräte zugleich anschließen. Mit im Lieferumfang befinden sich hierfür direkt passende Kabel für den Anschluss externer Geräte. Optisch und ergonomisch weiß das Gerät ebenso zu gefallen. Das schlanke, schwarze Design macht einiges her und ist mit seinen 27 Zoll (68,58 Zentimeter Diagonale) ausreichend groß gewachsen. Auffällig und ein kleiner Hingucker ist der dünne Rand oberhalb des Bildschirms. Selbiger verleiht dem Gerät ein hochwertiges äußeres, dass zum positiven Ersteindruck beiträgt. 

Der Monitor bietet zahlreiche Bildeinstellungsmöglichkeiten und Gaming-Modes, um ein bestmögliches Bild bei den einzelnen Spiel-Genres zu erzielen. Ganz optimal haben wir diese allerdings nicht empfunden, da diese etwas hell erschienen. Daher empfehlen wir euch über das Menü noch ein paar Feineinstellungen vorzunehmen und diese dann abzuspeichern. Wir haben das Display mit der Nintendo Switch und Xbox One S ausgiebig testen können. Vor allem Xbox One-Besitzer werden sehr erfreut sein, dass spezielle Features wie FreeSync und 1440p von dem gut 300 Euro teurem Gerät unterstützt werden. Dank FreeSync wird unter anderem das nervige „Tearing“, also das „Zerreißen“ der Bilder eingedämmt. Die von der Xbox One X unterstützten 120 Hertz kann der Monitor allerdings nicht bieten. 

Natürlich könnt ihr auch eure Nintendo Switch mit dem Monitor nutzen.

Auf den zweiten Blick

So leicht und einfach die Installation des Monitors auch ist, so haben sich in unserem Praxistest doch die einen oder anderen Nachteile bemerkbar gemacht. So lassen sich die Bildschirmeinstellungen über die zugehörigen Knöpfe am unteren Bildschirmrand vornehmen. Die Platzierung der Bedienknöpfe empfand ich nicht ganz optimal, da ich mich doch hin und wieder „vertippt“ habe. Eine seitliche Platzierung am rechten Displayrand hätte ich persönlich komfortabler empfunden. Hilfreich wäre zudem eine sichtbare Hilfe zur Platzierung der Bedientasten gewesen, da diese bereits in einer dämmrigen Umgebung schnell im Design des Monitors untergehen. 

Ebenso nicht ganz optimal präsentierte sich der Sound der integrierten Lautsprecher. Die Ausgangsleistung der zwei integrierten Lautsprecher beträgt laut iiyama zwei Watt, konnte uns allerdings nicht wirklich überzeugen. Sowohl die Klänge von der Nintendo Switch als auch Xbox One S hörten sich sehr blass und kraftlos an. Hier empfehlen wir ganz klar die Nutzung von Kopfhörern, die sich über den entsprechenden Klinkensteckplatz nutzen lassen. 

Nicht viel zu meckern kann man über den Standfuß des Monitors. Dank flexibler Einstellungsmöglichkeiten, könnt ihr sowohl die Höhe, Drehung und Neigung des Displays individuell beeinflussen und so die für euch perfekte Ausrichtung finden. Die Höhenverstellung kann im Übrigen über 130 mm erfolgen. 

Ein schönes Feature ist der integrierte Blaulichtfilter. Dadurch wird das für Augen als schädlich erachtete Licht herausgefiltert, um eure Augen auch bei längeren Spielsessions nicht überzustrapazieren. Dadurch verändert sich allerdings auch die Farbtemperatur des erzeugten Bildes, welches auf dem iiyama G-Master GB2730QSU etwas wärmer als bei vielen TV-Geräten oder Konkurrenzprodukten wirkt. 

Durch den Blaulichtfilter wirken die erzeugten Bilder des Monitors etwas wärmer.

Preis-Leistungsverhältnis

Mit etwas unter 300 Euro präsentiert sich der iiyama G-Master GB2730QSU zu einem einsteigerfreundlichen Preis. In Anbetracht der gebotenen Features stellt dies ein gutes Preis- Leistungsverhältnis dar, welches sich vor allem an Gelegenheitszocker und Einsteiger richtet. Während eSportler mit dem Schwestermodell „Red Eagle“ besser bedient sind aufgrund der dort gebotenen 144Hz, dürften die 75Hz des Silver Crow Panels für Einsteiger absolut ausreichend sein. 

Trotz des vergleichsweise günstigen Preises ist das Design des iiyama GB2730SQU schick gelungen und an der Verarbeitung gibt es nur Kleinigkeiten zu bemängeln. Vor allem Puristen werden sich über das schlichte, matte Design des Diplays erfreuen, dass sich so in ziemlich jedes Zimmer gut einfügen kann. Gerade für Einsteiger, die nach einem Monitor für ihre Konsolen suchen, bietet sich ein Blick auf den iiyama GB2730QSU somit absolut an. 

Der Aufbau des Monitors ist kinderleicht und schnell erledigt.

Fazit: 

Awardiiyama liefert mit dem G-Master GB2730QSU einen tollen Gaming-Monitor sowohl für PC-Spieler als auch Konsolenfans ab. Vor allem Xbox One-Nutzer werden sich über tolle Funktionen wie FreeSync und Co. freuen, die ein schickes Spielerlebnis ermöglich und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis. In Sachen Design und Ergonomie kann sich der Monitor absolut sehen lassen und punktet obendrein mit einem kinderleichten Aufbau. Enttäuscht waren wir allerdings von dem recht schwachen Klangerlebnis welches das „Silver Crow“-Panel liefert, hier solltet ihr auf alle Fälle auf Kopfhörer zurückgreifen. Wer über die kleinen „Mankos“ hinwegsehen kann, bekommt hier einen Monitor zu einem guten Preis- / Leistungsverhältnis, der sich vor allem an die Einsteiger richtet. 


 

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