Image default
Switch Tests

Fire Emblem Warriors Three Hopes im Test

Mit dem Strategietitel Fire Emblem: Three Houses aus dem Jahr 2019 veröffentlichte Nintendo das bis dato erfolgreichste Spiel der alteingesessenen Spielereihe auf Nintendo Switch. Somit war es nicht verwunderlich, dass wir uns mit Fire Emblem Warriors Three Hopes mit einem Spin-Off rund um den Titel konfrontiert sehen, der allerdings ganz andere Wege einschlägt. Genau wie Hyrule Warriors bietet Fire Emblem Warriors Three Hopes Musou-Echtzeit-Action wie aus dem Bilderbuch und verknüpft diese mit typischen Eigenschaften der Fire Emblem-Serie. Ob dieses Experiment aufgeht, verraten wir euch in folgendem Testbericht. 

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


Die Schlachtfelder rufen

Während Fire Emblem: Three Houses ein Strategietitel mit RPG-Elementen darstellt, ist dessen Spin-Off Fire Emblem Warriors Three Hopes ein actionreicher Mosou-Titel. Das Spiel stammt aus der Feder von Omega Forces, die sich zuletzt bereits mit Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung einen Namen auf Nintendo Switch machen konnten. Mit Three Hopes erwartet euch eine alternative Sichtweise auf die Story von Three Houses. Euch verschlägt es erneut in die fiktive Spielwelt von Fódlans. Diesmal schlüpfen wir in die Rolle des wahlweise männlichen oder weiblichen Söldners/Söldnerin Shez. Direkt zu Spielbeginn treffen wir auf Byleth, den Titelhelden von Fire Emblem: Three Houses. Bei der Auseinandersetzung werden die übernatürlichen Kräfte in unserer Spielfigur geweckt und somit die Geschehnisse ins Rollen bringt. 

Kurz darauf werden sich Serienkenner zudem über weitere altbekannte Gesichter aus dem Hauptspiel freuen, die den drei Königreichen oder auch Häusern zuzuordnen sind. Gemeinsam mit euren neuen Bekanntschaften entschließt ihr euch die Militärakademie zu besuchen. Dort liegt es fortan an euch welchem der drei Häuser ihr euch künftig anschließen möchtet, um deren Interessen auf dem Kontinent Fódlans zu vertreten. Ihr seht also, dass die Story sehr vertraut wirkt zur Vorlage. Ein wirklicher Kritikpunkt ist dies nicht, da es immer wieder nette Details zur Haupthandlung zu entdecken gibt. 

Passend dazu gibt es einen Zeitsprung, der uns in die Zukunft katapultiert und wir uns inmitten kriegerischer Konflikte zwischen den einzelnen Königshäuser befinden. Selbige werden hier jedoch nicht in strategischen Rundengefechten, sondern in Echtzeit auf dem Schlachtfeld ausgetragen.

Auf in die Schlacht!
© Nintendo | Koei Tecmo

 


Vergiss nie deine Wurzeln 

Wenn ihr jetzt als alteingesessener Fire Emblem befürchtet eine hirnlose Klopperei vorgesetzt zu bekommen, könnt ihr aufatmen. Ihr greift in Warriors natürlich selbst zur Klinge und erlebt die Schlacht aus nächster Nähe. Dennoch haben die Entwickler die grundlegenden taktischen Wurzeln der Vorlage nicht aus den Augen verloren. So plant ihr die Zusammenstellung eurer Truppen vorab über die Kampfkarte. Dabei bekommt ihr als Bonus angezeigt, welche Vor- und Nachteile diese im Vergleich zum gegnerischen Heer bieten und könnt diese daher passend platzieren. Ebenso könnt ihr eure Ausrüstung individualisieren und euch so optimal für die Schlacht vorbereiten, bevor es für euch selber aktiv in das Geschehen geht. 

Die Schlachtfelder sind weitläufig ausgefallen und müssen nach und nach von euch erobert werden. Hierfür nehmt ihr einzelne Bollwerke ein. Diese werden von Truppen und einem Kommandanten geschützt, die ihr in Echtzeitkämpfen außer Gefecht setzen müsst. 

Gleichzeitig gilt es natürlich zahlreiche Neben- und Hauptaufgaben während einer Schlacht zu meistern. Dies kann dabei wie schon erwähnt von der Eroberung einzelner Bereiche, dem Besiegen bestimmter Gegner bis hin zum Schutz verbündeter Charaktere reichen. Vor allem eure Vorplanung und die Verteilung eurer Truppen ist für das Erfüllen aller Missionen essentiell, sodass hier tatsächlich eine taktische Komponente zum Tragen kommt. 

Abwechslung wird auf den Schlachtfeldern dabei groß geschrieben. Genau wie in Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung dürfen wir in die Rolle von Verbündeten schlüpfen und profitieren dadurch von unterschiedlichen Kampfstilen und Fähigkeiten. Dadurch wirken die Kämpfe abwechslungsreich und motivieren. Apropos Kämpfe: Diese sind natürlich wie es sich für einen Warriors-Titel gehört sehr actionreich. Ihr fegt pro Mission gefühlt tausende Gegner vom Bildschirm und schnetzelt euch durch die feindlichen Truppen, bis ihr euer Missionsziel erreicht. Vor allem durch die unterschiedlichen Charaktere macht es Spaß die Combos und Angriffsmuster auszuprobieren und diese im Kampf einzusetzen. 

Für weitere Motivation auf dem Schlachtfeld sorgen im Übrigen auch abschließende Bewertungen der Mission. Wer eine Schlacht möglichst schnell und mit wenig Schäden übersteht, dem winkt auch mal ein S-Rang. 

Die Charaktermodell können sich durchaus sehen lassen.
© Nintendo | Koei Tecmo

Vergiss nie das Zwischenmenschliche

Die Fire Emblem-Reihe zeichnete sich seither nicht nur für ihre taktischen Schlachten, sondern auch über die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Charakteren aus. Hier kommen spezielle Trainingsfunktionen zum Einsatz, bei denen ihr Truppen miteinander trainieren lassen könnt, um so deren Verbundenheit zu erhöhen, was sich positiv in den Schlachten auswirkt. Gleichzeitig fördert das Training Klassenaufstiege und wir können wertvolles Geld in neue Ressourcen und Waffen investieren. 

Gleichzeitig könnt ihr eure Helden auch auf Freizeitausflüge schicken, um an deren Moral und Motivation zu schrauben. Alles eine nette Spielerei, die einen guten Bezug zur Fire Emblem-Reihe bietet. Ebenso kann die Story samt der Dialoge zwischen den Charakteren vor allem Fire Emblem-Fans unterhalten, wobei einige Gespräche vor allem zu Beginn doch etwas langwierig wirken, bevor die Geschichte so richtig ins Rollen kommt.


Langzeitmotivation und mehr

Fire Emblem Warriors Three Hopes kann euch lange bei Laune halten und motiviert mit zahlreichen Klassen, effektvollen Schlachten und einer guten Story. Vor allem Serienfans werden hier ihre Freude haben, wenn sie sich auf das etwas actionreichere Mosou-Gameplay einlassen. Nach der Kampagne erwartet euch zudem ein „New Game+“-Modus bei dem ihr euch weiter austoben könnt. 

Kooperativ könnt ihr im Übrigen auch in die Schlachten ziehen, müsst aber mit einer deutlich verringerten Grafikleistung leben. Davon abgesehen ist die technische Seite von Three Hopes gut. Gerade im Vergleich zu Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung wirkt das Geschehen deutlich flüssiger und geht nicht so häufig in Sachen Bildrate in die Knie. Punkten können bei der Optik vor allem die Charaktermodelle und Effekte. Die Schauplätze wirken oft sehr detailarm und matschig. Ein Umstand, den man von vielen Warriors-Spielen aber bereits gewöhnt ist. 

Musikalisch gibt es bekannte Titel, die teilweise auch neu arrangiert wurden auf eure Ohren. Ebenso dürfen wir uns über eine Tonspur der Dialoge in Englisch oder Japanisch freuen. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es hingegen nicht.

Mit den Spezialangriffen könnt ihr kräftig austeilen.
© Nintendo | Koei Tecmo

AwardFazit: Fire Emblem Warriors Three Hopes

Koei Tecmo liefern mit Fire Emblem Warriors Three Hopes ein tolles Warriors-Spiel ab. Vor allem der Spagat aus actionreichen Schlachten und altbekannten Tugenden der Fire Emblems-Reihe kann überzeugen. Die gut 35 bis 40 Stunden lange Kampagne weiß zu unterhalten. Vor allem Fans von Three Houses werden den neuen Blick auf die Story genießen können. Wenn ihr dem Spielprinzip offen gegenüber steht, solltet ihr Three Hopes auf alle Fälle eine Chance geben. Fire Emblem-Fans erwartet hier ein gelungener Mosou-Titel, der die Zeit bis zum nächsten FE wohl gut überbrücken sollte. 


 

Related posts

Diese Fünf Multiplayer-Shooter des Sommers solltet ihr ausprobieren

Lars Schulze

Saints Row: The Third – The Full Package präsentiert sich im neuen Trailer

Christian Ibe

Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin im Test

Lars Schulze