Image default
Switch Tests

Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville Complete Edition im Test

Lange mussten Fans auf einen Ableger der beliebten Plants vs. Zombies-Reihe auf Nintendo Switch warten, doch nun dürfen sie sich auch in die ulkige Shooter-Schlacht begeben. Im Gegensatz zu Genre-Kollegen wie Call of Duty, Battlefield und Co. präsentiert sich Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville Complete Edition als farbenfrohes Action-Vergnügen, dass zudem erstmals EA’s Frostbyte Engine auf die Hybrid-Konsole bringt. Ob sich ein Kauf lohnt und welche Inhalte durch die „Complete Edition“ gegeben sind, verraten wir euch in folgendem Test. 

Die Spielwelt für euer Abenteuer in Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville.
© Electronic Arts

Auf in die Schlacht

Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville bietet auf Nintendo Switch quasi alle Inhalte der vor gut zwei Jahren erschienenen Versionen für PlayStation 4 und Xbox One. Auch die Zusatzinhalte haben es auf die Nintendo-Konsole geschafft. Um den mobilen Aspekt der Umsetzung zu unterstreichen bietet der Port die Möglichkeit Schlachten offline gegen KI-gesteuerte Gegner zu starten. 

Anstatt euch durch starre Menüs zu klicken, erwartet euch in dem Spiel mit dem Schwindelpark ein weitgehend freibegehbarer HUB, von dem aus ihr in die einzelnen Spielmodi einsteigen könnt. Leider wirkt der Park aber auch etwas überladen und gerade zu Beginn fehlt es mitunter an der nötigen Orientierung. Nach ein paar Minuten der Eingewöhnung solltet ihr euch allerdings auch recht schnell zurechtfinden. Dreh- und Angelpunkt des Shooters ist natürlich die Multiplayerkomponente, die sowohl kooperative als auch PvP- und PvE-Modi bietet. Die Spielvarianten reichen dabei von beliebten Klassikern wie Team-Deatmatch über die Revier-Übernahme bis hin zum kooperativen Horde-Gameplay in Garten- beziehungsweise Friedhofskommando.

Wie bereits angedeutet, bietet die Nintendo Switch-Version mit insgesamt 23 anpassbaren Charakteren, allen erschienenen kosmetischen Objekten und Bezahlkarten quasi alle Inhalte der Grundversion und der später erschienenen kostenpflichtigen DLC’s. Gespielt werden kann der Shooter auf der Switch sowohl traditionell via Controller oder aber mit Hilfe der Bewegungssteuerung, die ziemlich gut funktioniert und präzise Zielmöglichkeiten bietet. Ebenso kann diese löblicherweise im Menü sogar noch feinjustiert werden. Ebenso könnt ihr im Handheldmodus den Touchscreen nutzen, um euch flink durch die Menüs zu navigieren. Hier haben EA und PopCap einen wirklichen guten Job gemacht.

Die Matches bieten sowohl online als auch offline Spielspaß mit bis acht Spielern pro Team, sodass maximal 16 Teilnehmer möglich sind. Auf den Konkurrenzsystemen waren noch Partien mit bis zu 24 Spielern möglich. Dies hat logischerweise zur Folge, dass die Nintendo Switch-Umsetzung kein Cross-Play zu den anderen Versionen ermöglicht. Ebenso wurde leider der Splitscreen-Modus auf der Nintendo-Konsole gestrichen, da dieser vermutlich aus Leistungsgründen nicht realisierbar gewesen ist.

Die Schlachten sind gewohnt chaotisch und unglaublich witzig.
© Electronic Arts

Viel los und viel zu tun

Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville Complete Edition bietet einiges an Spielfutter für Mehrspielerfreunde als auch Solisten. Denn auch wenn man es nicht unbedingt erwarten würde erwartet euch sogar eine kleine, teilweise doch recht hanebüchene Story rund um die ewige Keilerei zwischen den Pflanzen und den Untoten. Über die HUB-Welt gelangt ihr über Portale in weitere Areale, die zahlreiche kleine Missionen und Aufträge für euch bereithalten, die von Botengängen, über Eliminierungsaufträge bis hin zu Sammelaufgaben reichen. Alles in allem recht seicht, aber hilft dabei die grundlegenden Spielmechaniken für den Mehrspielermodus zu verinnerlichen. Online dürft ihr sogar einen Freund als Koop-Begleiter einladen und gemeinsam die Missionen erfüllen. Schade nur, dass die KI-Gegner meist nur als stumpfes Kanonenfutter dienen.

Den meisten Spaß bringen am Ende wie gewohnt die irrwitzigen Mehrspielerschlachten, die sowohl von der Varianz der Spielmodi als auch von den zahlreichen Charakterklassen profitieren. Jeder Charakter im Spiel lässt sich aufleveln und individualisieren. Dabei reicht die Anpassung von rein optischen bis hin zu spielerischen Effekten, sodass ihr euren Charakter voll und ganz auf euren Spielstil abstimmen könnt. Jede Klasse bietet exklusive Fähigkeiten und folglich Stärken und Schwächen, sodass es sich lohnt mit jedem Akteur eine Probepartie zu spielen. Trotz der großen Vielfalt an Charakteren wirkt das Balancing im Spiel sehr ausgeglichen und selbst Neueinsteiger haben die Möglichkeit schnell erste Erfolge einzuheimsen. 

Das Leveling der Charaktere macht auch die größte Langzeitmotivation im Spiel aus. Mit abgeschlossenen Matches und erfüllten Aufgaben erhaltet ihr Erfahrungspunkte beziehungsweise Münzen, die in Levelaufstiege und Verbesserungen umgewandelt werden können. Dadurch lassen sich für euren Charakter immer neue Perks freischalten und Fähigkeiten verbessern. Wer gern online spielt, wird mit Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville auch auf Nintendo Switch sehr lange Freude haben. 

Das Charakterdesign ist gewohnt verrückt.
© Electronic Arts

Die technische Umsetzung

Leider ist es recht offensichtlich, dass der Nintendo Switch-Port technisch gegen die PS4- und Xbox One-Version abfällt. Die Optik wirkt deutlich verwaschener und es fehlen einige Details. Besonders die Kamerafahrten und Videosequenzen wirken teilweise sehr ruckelig, was sich aber dann nicht direkt auf den Spielspaß auswirkt. Im Handheldmodus läuft der Shooter bei einer Auflösung von 720p, während ihr im Dock eine Auflösung von 900p geboten bekommt. 

Auffällig ist vor allem die Unschärfe der Texturen, wenn ihr euch schnell durch die Spielwelt bewegt und dadurch eine recht matschige Spielwelt entsteht. Nach einigen Minuten haben wir uns allerdings an dieses Manko gewöhnt, welches im Übrigen sowohl im Handheld- als auch im TV-Modus gilt. Dennoch ist die Schlacht um Neigborville auf Nintendo Switch keineswegs ein hässliches Spiel. Die Comic-Optik bietet immer noch ihren ganz eigenen Charme und punktet mit liebevollen Charakteren, einigen schönen Licht- und Partikeleffekten und ideenreichen Schauplätzen. Akustisch fällt das Fazit solide aus. Wirklich treibende Klänge bietet der Shooter nicht und auf eine Sprachausgabe wurde ebenso verzichtet. 

Unterm Strich können wir also festhalten, dass abgesehen von den technischen Einschnitten Plants vs. Zombies: Schlacht um Neigborville Complete Edition auf Nintendo Switch eine gelungene Portierung ist, die vor allem mit inhaltlichen Vorzügen punkten kann und sich sehr gut spielen lässt. Wer das Original noch nicht kennt, kann also sehr gern zugreifen.


Related posts

Neues Super Monkey Ball-Spiel kommt für Switch und PS4

Christian Ibe

Slain: Back from Hell Review (Nintendo Switch)

Christian Ibe

Dirt 5 im Test

Lars Schulze