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At Sundown: Shots in the Dark im Test

Mit At Sundown: Shots in the Dark erschien aus dem Hause Versus Evil ein Arena-Shooter auf dem Markt. Dabei steuert ihr das Geschehen aus der Vogelperspektive und erfreut euch verschiedener Charaktere, wie auch einem üppigen Repertoire an Waffen. Der Clou dabei, das ganze Spielgeschehen, bis auf ein paar wenigen Lichtquellen, findet im Dunklen statt. Anders gesagt seht ihr weder euch, noch euren Gegner. Einzige Möglichkeit die anderen Teilnehmer zu orten sind demnach besagte Lichter oder gefallene Schüsse. In den folgenden Zeilen wollen wir Licht ins Dunkle bringen und verraten euch in unserem Test, ob das ungewöhnliche Gameplay funktioniert!

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At Sundown: Ohne Story, dafür mit üppigen Tutorial

Wer bei At Sundown eine Handlung oder eine Kampagne sucht, der wird hier nicht fündig. Stattdessen beschränkte man sich auf das Spiel gegen Bots, dem Multiplayer und einem umfangreichen Tutorial. Letzteres bringt euch jede Waffe im Spiel näher. Dafür gilt es verschiedenen Herausforderungen, zwei pro Waffe, innerhalb eines Zeitlimits abzuschließen. Umso schneller ihr dabei seid, desto besser fällt am Ende die Bewertung und die Ausbeute an Erfahrungspunkten aus.

Für Solisten ist der Umfang relativ überschaubar.

Nach jedem Match oder eben auch besagter Challenge, steigt ihr mithilfe der zuvor erwähnten Erfahrungspunkte im Level. Wenngleich das passiert, schaltet ihr neue Waffen und andere Extras, wie neue Schauplätze, frei.

At Sundown: Shots in the Dark
Auf dem Bildschirm ist einiges los.

Als Spielvarianten an sich stehen euch verschiedene Modi wie Deathmatch, TeamDeathmatch, King of the Hill oder Capture the Flag zur Verfügung. Die einzelnen Varianten lassen sich noch zusätzlich, in etwa mit einem höheren Zeitlimit oder einer bestimmten Waffenwahl, modifizieren. Auch die Häufigkeit der Powerups lässt sich hier unter anderem einstellen.


Der Name ist Programm

Der Beiname Shots in the Dark gibt euch gleichzeitig auch einen Hinweis, was euch mit At Sundown ungefähr erwartet. Ihr steuert euren Charakter auf dem Schlachtfeld aus der Vogelperspektive und werdet relativ schnell feststellen, dass ihr diesen gar nicht so oft zu Gesicht bekommt. Grund dafür ist, dass jedes Gefecht in dem Spiel in der Dunkelheit ausgetragen wird. Lediglich die ein oder andere Laterne oder andere Lichtquellen, wie eine beleuchtete Tanzfläche, verraten euch mit wem ihr es zu tun habt. Damit ihr dabei nicht vor die Wand lauft, informiert euch das Vibrieren des Controllers, sobald ihr aneckt. Hinzukommen noch Staubwolken, wenn ihr sprintet, die ebenfalls zur Orientierung dienen.

Das Spielprinzip mit der Unsichtbarkeit funktioniert hervorragend.

Zu Beginn jeder Runde wählt jeder Spieler seine Startwaffe aus. Darunter ist vom Scharfschützengewehr, bis zum schnittigen Katana alles vorhanden. Nach jedem Wiedereinsteig, sollte es euch mal erwischt haben, dürft ihr die Waffe übrigens wechseln.

At Sundown: Shots in the Dark
Selbst mit einem Granatwerfer könnt ihr eure Gegner behagen.

Ganz praktisch ist auch, dass die Waffen alle mit zwei verschiedenen Feuermodi daherkommen. Verschossene Pfeile lassen sich so beispielsweise, je nach Einschlagwinkel in der Wand, wieder zurückbefördern oder die Projektile eures Revolvers prallen einfach von der Mauer ab und treffen im besten Fall einen Gegner um die Ecke. Doch auch verschiedene Power-ups könnt ihr im Spiel aufsammeln. So behagt ihr euren Feind im Nahkampf mit einem mächtigen Breitschwert, deckt die Karte mit einem mächtigen Laser ein oder macht alle Gegner für kurze Zeit sichtbar.


Unnütze Waffen und spartanische Level mit unfairen Spawnpunkten

Obwohl das Spielprinzip in seinen Grundpfeilern innovativ ist und größtenteils funktioniert, gibt es dennoch ein paar Kritikpunkte. Dazu gehören die spartanischen Level, welche zwar optisch unterschiedliche Schauplätze zeigen, ansonsten allerdings kaum Alleinstellungsmerkmale besitzen. Wir hätten uns hier ein paar einzigartige Events oder Momente auf jeder Karte gewünscht.

Unausgeglichene Spawnpunkte können für Frust sorgen.

Auch sind die Spawnpunkte ziemlich unfair, beziehungsweise ungünstig verteilt. Nicht selten passiert es, weil man euch nach dem Wiedereinstieg kurz sichtbar ist, dass ihr zwei bis dreimal am Stück abgeschossen werdet.

At Sundown: Shots in the Dark
Diverse Lichtquellen geben euch Informationen über die Mitspieler.

Zu guter Letzt müssen wir auch an dem Waffenarsenal Kritik üben. Dieses fällt wie besagt üppig aus, ist aber nicht optimal gebalanced. Teilweise sind einige Waffen so stark, dass wiederum andere einfach unnütz erscheinen und es kaum lohnenswert ist, sie zu spielen.


Flüssiges Gameplay und stimmiger Soundtrack

Das Artdesign von At Sundown und allgemein die vorhandene Optik reißen keine Bäume aus. Dafür läuft das Spiel zu jeder Zeit flüssig und bietet auch online einen stabilen Netcode. Abgerundet wird die Präsentation schließlich durch einen stimmigen Soundtrack. Bis auf ein paar kesse Sprüche der Charaktere, verzichtet das Spiel allerdings auf eingesprochene Dialoge.

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Fazit:

At Sundown: Shots in the Dark ist ein gelungener Arena-Shooter, welcher vor allem durch diesen Unsichtbarkeitsfaktor, aufgrund der Dunkelheit, punktet. Gerade im Online-Mehrspieler und im Couch-Gefecht entfaltet der Titel sein ganzes Potenzial. Für Solisten dürften zumindest die Herausforderungen und die Bot-Matches ebenfalls für kurzweiligen Spaß sorgen.

Dennoch hätten wir uns viel lieber eine echte Kampagne gewünscht, ebenso, wie ein vernünftiges Balancing der Waffen. Zwar ist das Repertoire durchaus groß und durch die beiden Feuermodi gibt es viele Möglichkeiten seine Gegner aufs Korn zu nehmen, trotzdem fühlen sich einige Schießeisen im Vergleich zu anderen ziemlich nutzlos an. Zudem beinhalten die einzelnen Karten kaum Überraschungen und als wäre das alles nicht genug fallen die Spawnpunkte ziemlich ungerecht aus. Nicht selten kommt es zu der Situation, dass man mehrere Male am Stück getötet wird, ohne, dass man wirklich etwas dagegen unternehmen kann.


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