Image default
Switch Tests

Captain Toad Treasure Tracker Review (Nintendo Switch)

Eine der wohl sympathischsten Videospielfiguren ist zurück: Die Rede ist natürlich von Captain Toad, der nun auch auf der Nintendo Switch ein unterhaltsames Puzzleabenteuer erleben darf. Mit Captain Toad: Treasure Tracker findet sich die nächste Umsetzung eines Wii U-Spiels auf der Nintendo Switch ein, die mit ein paar kleinen Besonderheiten auf die Hybrid-Konsole umgesetzt wurde. Ob sich die Neuerungen lohnen, um auch alteingesessene Fans wieder für die Suche nach Edelsteinen und Goldmünzen zu animieren, haben wir für euch herausgefunden.


Captain Toad: Treasure Tracker – Auf Abenteuerreise

Mit Captain Toad: Treasure Tracker erwartet euch ein Knobelspiel der etwas anderen Art. Seinen Ursprung hat das Spiel in dem Jump and Run Super Mario 3D World. Dort begab sich der sympathische Fliegenpilz in einigen Minispielen erstmals auf Schatzsuche. Aufgrund der positiven Resonanzen seitens der Fans, werkelte Nintendo an einem eigenständigen Spiel rund um Captain Toad, dass in den Leveln noch tiefgründigeres Gameplay bot. Anfang 2015 folgte dann die Veröffentlichung von Toad seinem aller ersten Spiel auf der Wii U. In der Nintendo Switch Version findet ihr quasi alle Inhalte des Originals wieder, die um vier Zusatzlevel aus Super Mario Odyssey ergänzt wurden. Obendrein gibt es nun einen optionalen Zweispielermodus, bei dem euch ein Kumpel helfend unter die Arme greifen kann.

Demgegenüber sind allerdings auch ein paar Extralevel der Schnittschere zum Opfer gefallen, die man auf der Wii U beispielsweise mit einem Spielstand von Super Mario 3D World freischalten konnte. Das eigentliche Spielprinzip bleibt von diesen Änderungen allerdings unberührt. So gibt es auch bei der Story keine Neuerungen. Direkt zu Beginn des Spiels wird Captain Toad aus der Not heraus zum Helden der Geschichte. Bei seinen Erkundungstouren mit Toadette, wird diese von einem gierigen Greifvogel entführt, dessen Verfolgung wir nun in der virtuellen Haut von Captain Toad aufnehmen.

Captain Toad erlebt ab dem 13. Juli seine Abenteuer auch auf der Nintendo Switch.

Dreh die Knobelwürfel

Hierfür besuchen wir mit Toad und später auch Toadette über siebzig Level, die zumeist in der Form eines Würfels dargestellt werden.  Auf diesen Dioramen könnt ihr euch Toads Fähigkeiten entsprechend frei bewegen und nach Geheimnissen suchen. Ziel eines jeden Levels ist es den Power-Stern zu erreichen. Darüber hinaus gibt es allerdings auch drei Juwelen und goldene Münzen zum Einsammeln. Um alle Geheimnisse zu entdecken, dreht ihr die Dioramen mit Hilfe des rechten Analogsticks, um euch so einen Überblick zu verschaffen und verdeckte Bereiche offenzulegen. Ebenso erwarten euch in jedem Level optionale Zusatzaufgaben. So gilt es mal eine Anzahl an Münzen einzusammeln, alle Gegner zu besiegen oder diesen komplett aus dem Weg zu gehen.

Fast schon untypisch für ein Nintendo-Spiel ist die Tatsache, dass Toad nicht springen kann. Um seine Gegner aus dem Weg zu räumen muss der kleine Racker somit improvisieren. So könnt ihr wie in dem Klassiker Super Mario Bros. 2 Rüben pflücken und diese auf eure Gegner werfen. Alternativ hilft es die Beine in die Hand zu nehmen oder vorsichtig zu sein und nicht die Gehwege von Toads Feinden zu kreuzen. Zusätzlich gibt es in einigen Leveln die Spitzhacke. Diese ist nicht nur gegen poröses Gestein effektiv, sondern auch gegen eure Gegner.

Auf eurem Weg durch zunehmend kniffliger werdende Level, müsst ihr mit Toad immer wieder Schalter aktivieren und ein geschicktes Timing unter Beweis stellen. Auch wenn die Optik sehr knuffig wirkt, so werden die späteren Level der drei Episoden andauernden Story sehr herausfordernd. Apropos Herausforderung: Neben den „normalen“ Aufgaben im Hauptspiel, haben es auch die „Pixel-Toad“-Herausforderungen ins Spiel geschafft. In diesen erkundet ihr die Level des Hauptspiels, um einen Pixel-Toad aufzuspüren. In unseren Augen eine nette Abwechslung, die den Wiederspielwert auf alle Fälle erhöht.

Nicht nur die abwechslungsreichen Aufgaben, sondern auch die ideenreichen Level halten lange bei Laune. Die Schauplätze aus dem Pilzkönigreich sind variantenreich und liebevoll gestaltet. Mal verschlägt es unseren tapferen Fliegenpilz in die Wüste, dann geht es auf Erkundungstour auf einem durch Schneegestöber rasenden Zug, während ihr im nächsten Moment mit einem fiesen Drachen inmitten eines Vulkans konfrontiert werdet. Langweilig wird Captain Toad: Treasure Tracker daher nie, zumal sich das Spielprinzip aufgrund der kurzen Level exzellent für die mobilen Aspekte der Nintendo Switch anbietet.

Doppeltes Toadchen – hin und wieder müssen Rätsel mit der Doppel-Kirsche gelöst werden.

Extra-Content für die Nintendo Switch

Wie Eingangs bereits erwähnt bekommt die Nintendo Switch-Version von Captain Toad: Treasure Tracker vier Zusatzlevel spendiert, die es auf der Wii U noch nicht gab. Diese entstammen allesamt den Spielwelten aus Super Mario Odyssey, sodass sich Toad unter anderem auch auf knifflige Rätsel in New Donk City gefasst machen kann. Ihr könnt die Zusatzlevel dabei auf zwei Wegen freischalten. Wer die „Hochzeits-amiibo-Figuren“ besitzt erhält zum Dank die Level direkt, während alle anderen die Level im Zuge des Spiels freischalten können.

Eine zweite  Besonderheit stellt der neue Koop-Modus dar. Dieser erinnert etwas an den Zweispieler-Modus aus Super Mario Galaxy auf der Wii. Während Spieler eins wie gewohnt mit Toad oder Toadette die Level erkundet, kann ihm Spieler zwei mit dem Joy-Con unter die Arme greifen. Euer Gehilfe übernimmt dabei die Kontrolle über die Kamera und kann darüber hinaus via Knopfdruck Rüben auf Gegner und Schalter werfen. Bei einem guten Zusammenspiel ist dies eine echte Erleichterung bei der Schatzsuche.

Auf der Switch habt ihr zudem die Qual der Wahl was die Steuerung betrifft. Neben dem Pro Controller werden natürlich auch die einzelnen Joy-Con und der Handheldmodus unterstützt. Am bequemsten spielt sich Captain Toad dabei im Handheldmodus, da ihr dort auch den Touchscreen nutzen könnt. Dies erleichtert beispielsweise die Interaktion mit der Spielwelt, wenn Toad beispielsweise eine Kurbel drehen muss, um Plattformen zu verschieben. Ebenso kann der Bewegungssensor während der witzigen Loren-Level genutzt werden, um sich umzusehen und die Rüben abzufeuern.

Neu auf der Nintendo Switch: Knobelspaß in New Donk City.

Die technische Seite

Captain Toad: Treasure Tracker war bereits auf der Wii U ein ansehnliches Spiel. Dies hat sich auch Jahre später auf der Nintendo Switch nicht geändert. Der Titel läuft absolut flüssig und ist sowohl am TV als auch im Handheld-Modus sehr schön anzusehen. Letztere Variante wirkt allerdings etwas unschärfer, was wir von einigen anderen Nintendo Switch-Spielen bereits kennen. Einen wirklichen Grund zum Meckern gibt es allerdings nicht und man kurz und knapp sagen, dass jeder, der die typische Nintendo-Optik mag auch mit Captain Toads Abenteuer aus optischer Sicht sehr zufrieden sein wird.

Gleiches Resümee lässt sich auch für die Soundkulisse feststellen, die fröhlich und eingängig ausgefallen ist und wie gewohnt den einen oder anderen Ohrwurm parat hält. Eine Sprachausgabe dürft ihr hingegen nicht erwarten, wie sie zuletzt in anderen Nintendo-Games immer wieder zum Einsatz kam.


Fazit:

AwardCaptain Toad: Treasure Tracker ist quasi für die Nintendo Switch gemacht. Der Knobeltitel mit seinen kurzweiligen Leveln und dem zugänglichen Gameplay eignet sich perfekt für den mobilen Spielspaß und punktet auf der Hybrid-Konsole mit einer gelungenen technischen Umsetzung und einem witzigen Koop-Modus. Die Schatzsuche mit dem knuffigen Fliegenpilz weiß dank zahlreicher Herausforderungen und dem abwechslungsreichem Leveldesign zu begeistern. Auch wenn die knuffige Optik eventuell etwas anderes vermuten lässt, so ist Captain Toad: Treasure Tracker nicht nur etwas für Gelegenheitsspieler. Dank optionaler Herausforderungen finden auch geübte Spieler hier eine ansprechende Aufgabe und die späteren Level erweisen sich als echte Kopfnüsse. Für Kenner des Originals auf der Wii U fallen die Neuerungen allerdings gering aus, um einen Neukauf zu rechtfertigen. Alle anderen machen mit dieser Knobelperle im Pilzkönigreich nicht viel verkehrt. Unterm Strich erwartet euch hier ein herrlicher Knobelausflug mit einem charmanten Charakter und viel Liebe zum Detail, wie man sie von Nintendo gewohnt ist.


verwandte Beiträge

Review: Castlevania: Lords of Shadow – Mirror of Fate

Nature225

Casual: Funfair Party Games

„Schlag den Star- Das Spiel“ kommt exklusiv für Nintendo Switch

Nature225