Image default
Switch Tests

Tiny Troopers Joint Ops XL Review

Mit Tiny Troopers: Joint Ops XL schafft es die nächste Umsetzung eines Mobile-Titels auf die Nintendo Switch. Mit den namensgebenden Mini-Soldaten zieht ihr hier auf die Schlachtfelder, um euch gegen andere Söldner und zum Teil auch Untote in Schlauchleveln zur Wehr zu setzen. Ob der Top-Down-Shooter trotz seiner Wurzeln überzeugen kann, verraten wir euch in unserem Testbericht.

Auf in die Schlacht, die Präsentation ist knuffig, allerdings auch etwas veraltet.

Kleine Soldaten in Schlauchleveln

Tiny Troopers: Joint Ops XL ist wie es der Name schon impliziert ein XL-Paket bestehend aus Inhalten von den beiden Tiny Troopers-Spielen, die für mobile Endgeräte erschienen sind. So erwarten euch mit der Soldaten- und Spec-Ops Kampagne, auch eine Zombie-Kampagne und ein Horde-Modus. Für ausreichend Umfang und Abwechslung ist also gesorgt, doch macht der Top-Down-Shooter auch Spaß? In über sechzig Einsätzen schickt ihr hier aus einer leicht isometrischen Ansicht eure Soldatentrupps in die unterschiedlichsten Szenarien, um dort eure Gegner über den Haufen zu ballern. Die Soldaten könnten dabei knuffiger kaum sein und können nach und nach aufgerüstet werden. Im Spiel könnt ihr euch zwischen traditionellen Steuerungsmöglichkeiten oder einer Touchscreenbedienung entscheiden, die nochmals die Smartphone-Wurzeln des Titels verdeutlicht. Spielt ihr auf „traditionelle“ Weise, erwartet euch ein Twin-Stick-Shooter, bei dem ihr mittels linkem Stick eure Helden steuert und mit dem rechten Analogstick die Schussrichtung bestimmt. Mit den einzelnen Schulterknöpfen wählt ihr hingegen eure aktuelle Waffe aus, sodass ihr die Bedienung schnell verinnerlicht haben solltet.

Die Level und Missionen sind recht simpel gehalten. Innerhalb der Schlauchlevel trefft ihr immer wieder auf Feinde, die es zu eliminieren gilt. Mal gilt es auch Gebäude zu zerstören, Personen zu schützen oder einfach nur einen Zielpunkt zu erreichen – Standartkost eben. Optionale Nebenmissionen gibt es auch. So könnt ihr Dog-Tags sammeln, die überall in den Levels versteckt sind, wodurch die Spielzeit etwas gestreckt wird. Denn auch bei den eigentlichen Missionen merkt man dem Spiel seine Wurzeln durchaus an. Die meisten Aufträge sind knackig kurz gehalten und dauern rund fünf Minuten. Ideal für unterwegs somit und in unseren Augen nicht direkt ein Nachteil. Positiv fällt zudem auf, dass ihr den Schwierigkeitsgrad vor jedem Einsatz anpassen könnt, sodass jeder Spielertyp die richtige Herausforderung erleben darf.

Viel enttäuschender ist da die Präsentation von Joint Ops XL, die einfach sehr minimalistisch und zweckmäßig ausfällt. Die Level wirken sehr trist und detailarm. Mit Effekten wird sparsam umgegangen und vor allem die Soundeffekte bei Schüssen und Explosionen klingen extrem blechern. Einzig die kleinen Soldaten wirken durch ihre knuffige Art liebenswert und vermitteln einen charmanten Eindruck.

Zombies sind auch in Tiny Troopers eine Gefahr.

Dauermotivation durch Upgrades

Auch wenn die Präsentation ziemlich durchwachsen ausfällt, so muss man einige Bereiche des Titels dennoch loben. So gibt es ein nettes Upgradesystem für eure Soldaten, die in mehreren Bereichen aufgewertet werden können. Hierzu müsst ihr gesammelte Punkte im Charaktermenü einsetzen, die ihr durch das Erfüllen von Missionszielen oder das Sammeln der Dog-Tags erhaltet. Die Individualisierungen reichen von optischer Natur bis hin zur Verbesserung einzelner Fertigkeiten. 

Weiterhin gibt es wie bereits erwähnt auch einen speziellen Zombie-Modus, der mittlerweile bei fast jedem Shooter schon zur Standardausstattung gehört. Hier könnt ihr in einigen Missionen und einem Hordemodus um euer Überleben kämpfen und die Untoten über den Bildschirm ballern. Ein netter Ausgleich zu den restlichen Missionen. Einen Mehrspielermodus bietet Tiny Troopers: Joint Ops XL auf der Switch leider nicht. Schade, denn dadurch wär mit Sicherheit auch der Wiederspielwert in die Höhe geschnellt.


Fazit: Tiny Troopers: Joint Ops XL

Alles in allem merkt man Tiny Troopers extrem an, dass der Action-Titel ursprünglich für Smartphones entwickelt wurde und nun ohne große Anpassungen auf die Switch portiert wurde. Technisch fällt das Spiel extrem ab und wirkt selbst für einen eShop-Titel sehr unspektakulär und auch spielerisch gibt es kaum nennenswerte Besonderheiten, die den Titel aus der Masse hervorheben. Wer einen soliden Twin-Stick-Shooter im Military-Setting sucht, kann durchaus einen Blick riskieren. Allen anderen empfehlen wir die weitaus gelungenere Alternative in Form von The Binding of Isaac: Afterbirth +.


verwandte Beiträge

KM-Gaming K-GH1 Headset im Test

Philipp Briel

NieR:Automata Review

Christian Ibe

Testbericht: Wii Sports Club Boxen & Baseball

Nature225