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Switch Tests

The Flame in the Flood Review

Mit The Flame in the Flood schickt euch Publisher Curve Digital und Entwickler The Molasses Flood auf einen melancholischen Überlebenstrip. Kürzeste Zeit brauchte es nur, bis die Ziele des Kickstarter-Projekts erfüllt waren und nun dürfen sich auch Nintendo Switch-Besitzer über ihre eigene Version freuen. The Flame in the Flood schafft es auf seiner Reise dem Spieler ein einzigartiges Gefühl von Angst und Trauer zu vermitteln. Wie uns das Bereisen einer untergegangenen Welt gefallen hat, zeigt unser Testbericht!

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Worum geht es eigentlich?

In der Rolle des jungen Mädchens „Scout“ erwacht ihr auf einer kleinen Insel. Benommen bemerkt ihr, dass ein tragisches Schicksal die Welt einholte, die ihr einst kanntet. Eine riesige Flut fiel über das Land und hat alles, bis auf ein paar Inseln hinweggespült. Euer Ziel besteht jetzt darin das Ende des Flusses zu erreichen. Begleitet werdet ihr bei dem Vorhaben von einem treuen Hund, welcher wahlweise auf den Namen Daisy oder Aesop hört. Nützlich: Der beste Freund des Menschen ist in der Lage Vorräte zu finden und Scout auf wilde Tiere aufmerksam zu machen.

The Flame in the Flood Review
Unterschiedliche Inseln werdet ihr auf eurer Reise über das beflutete Land befahren.

Unser Fortbewegungsmittel: mehr schlecht als recht

Unser Ziel ist es nun mit einem Floß zahlreiche Inseln zu bereisen, auf welchen es nach Vorräten zu suchen gilt. Jede Insel weist dabei unterschiedliche Eigenarten auf. Während wir beispielsweise auf einer Wildnis-Insel jagen können, hält eine andere ein Lagerfeuer für euch bereit. Für den Anfang hat aber die Suche nach wichtigen Materialien und Ressourcen höchste Priorität.

The Flame in the Flood Review
Auf einem schlichten Floß macht sich Scout auf die Reise.

Während der Fahrt mit dem schwimmenden Bretterteppich kommen euch diverse Hindernis entgegen, welchen es auszuweichen gilt. Kollidiert ihr schließlich doch das ein ums andere Mal mit einem Felsen oder Auto, so wird euer Floß beschädigt und im schlimmsten Fall sinken. Um das Ganze zu vermeiden, verbaut ihr verschiedene Rohstoffe um das Floß zu verbessern oder zu reparieren. Neben dem Fortbewegungsmittel könnt ihr im Verlauf des Spiels auch eure Tasche und die Kleidung optimieren. Folglich dürft ihr mehr Gegenstände wie zuvor tragen oder erhöht die Resistenz gegen Kälte.


Haltet euch warm!

Wenn ihr nicht gerade mit dem hölzernen Vehikel versucht so gut es geht auszuweichen, dann erkundet ihr eine der Inseln. Wie bereits geschrieben sammelt ihr Rohstoffe und kümmert euch um Scouts Bedürfnisse. Sei es Hunger, Durst oder Müdigkeit – ihr müsst euch darum kümmern! Zum Beispiel stillt ihr mit essbaren Pflanzen und gejagten Tieren (nachdem sie zubereitet wurden) den Hunger von Scout. Außerdem werden einige Rohstoffe für die Herstellung diverser Objekte benötigt.

The Flame in the Flood Review
Vorsicht vor der Kälte: Manche Inseln beherbergen Lagerfeuer, an welchen ihr euch aufwärmen und erholen könnt.

Ein giftiger Schlangenbiss oder die Aufnahme von schmutzigen Wasser hat zur Folge, dass Scout erkrankt. Kümmert ihr euch nicht früh genug darum, führt dies zu einer Infektion und ihr benötigt seltenes Penicillin. Damit ihr euch eben nicht auf die Suche danach machen müsst, gilt es das Gift der Schlange beispielsweise mit Löwenzahntee zu neutralisieren oder eine offene Wunde vorbeugend zu verbinden. Außerdem gilt es Scout stets mit entsprechender Kleidung warm zu halten, sodass sie nicht in kalten Gebieten erfriert.


Verschiedene Spielmodi stehen euch zur Verfügung

Als Spieler stehen euch verschiedene Spielmöglichkeiten zur Verfügung. Zum einen gibt es den Kampagnen-Modus und dem entgegen wartet auch noch ein Endlos-Modus auf eure Überlebenskünste. Während ihr innerhalb der Kampagne zehn Regionen bereist, heißt es im endlosen Modus so viele Inseln wie möglich zu erreichen. Umso mehr Inseln ihr befahrt, desto schwieriger wird das Vorhaben, weil der Schwierigkeitsgrad mit jeder Region zunimmt.

The Flame in the Flood Review
Die wilden Tiere sollte man vor allem zu Beginn des Spiels meiden.

Frustrierender Einstieg und schlechte Texte

Obwohl The Flame in the Flood eine packende Atmosphäre übermittelt und der Spieler sich zu fast jeder Zeit mit der Furcht und Angst von Scout identifiziert, beherbergt der Titel auf der anderen Seite ein enormes Frustpotential. Damit nicht genug, dass die einzelnen Regionen bei jedem Spieldurchgang zufallsgeneriert sind, ihr müsst zudem auch noch stark darauf hoffen direkt zu Beginn des Durchlaufs die richtigen Ressourcen zu finden. Dadurch stellt The Flame in the Fleed oftmals euer Glück auf die Probe und beschert euch die ein oder andere unausweichliche Todessequenz. Ohne die richtige Ausrüstung, habt ihr zum Beispiel keine Chance gegen das wilde Getier.

The Flame in the Flood Review
In alten Autos findet Scout allerlei nützliches Zeug.

Technisch kann The Flame in the Flood nur bedingt überzeugen. Im Bereich der Optik und der akustischen Untermalung muss der Titel keine Angst vor dem Ertrinken haben, wohingegen die deutsche Lokalisierung alles andere als berauschend ist. Die Texte sind stellenweise grammatikalisch falsch, schlecht übersetzt oder passen nicht in das dafür vorgesehene Textfeld. 


Fazit:

The Flame in the Flood schafft es Gefühle und Emotionen sehr gut auf den Spieler zu übertragen und konfrontiert euch regelmäßig mit Nahtod-Erfahrungen. Auch wenn die Vielfalt der Tiere größer sein könnte, die zufällig generierten Regionen regelmäßig für Frust sorgen und der Titel sich im Bereich der deutschen Lokalisierung den einen oder anderen Schnitzer leistet, sollten Fans solcher Spiele ruhig mal einen Blick riskieren.


 

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