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Testbericht: Super Toy Cars

Erst vor kurzem erschien Mario Kart 8 für die Wii U und beanspruchte auf Anhieb den Thron im Funracer-Genre. Nachdem das Game in den Testlaboren der internationalen Gamingbranche auf Herz und Nieren getestet wurde (natürlich auch hier auf Gamezgeneration.de) waren sich eigentlich alle sofort einig. Mario Kart 8 ist völlig verdient der Genre–Primus.

Aber wie wir alle wissen, „Konkurrenz belebt das Geschäft“, und so versucht sich auch das Game Super Toy Cars daran, die Gamer zu begeistern. Ob es gelingt oder nicht, das erfahrt ihr hier in unserem Test!

Brumm, Brumm!

Super Toy Cars erinnert beim ersten Anblick sofort an Micro Machines. Man sucht sich eines der verfügbaren Spielzeugautos aus (weitere lassen sich nach erfolgreichen Rennen freischalten) und ab geht es auf die Piste. Die Strecken befinden sich entweder im Kinderzimmer, in der Küche, Garage usw. und laden ein zum munteren Wettkampf! Wer will kann auch selbst kreativ werden und sich im Streckeneditor selbst eine Strecke zusammenbasteln.

Super Toy Cars 4

Im Karrieremodus, welcher aus acht Cups mit jeweils sechs Rennen besteht, tritt man in verschieden Kategorien an. Neben dem klassischen Rennen gibt es Eliminierung, Ausweichrennen (wenn möglich keine Mine berühren), Zeitfahrten und Checkpoint-Rennen.

Zudem gibt es, wie es sich für jeden guten Funracer gehört, auch jede Menge Items, die man aufsammeln und auf seine Konkurrenten schießen kann. So lässt sich z.B. eine riesige Billardkugel abschießen und die Gegner damit kurzerhand außer Gefecht setzen oder man kann etwas Farbe verschütten, woraufhin die anderen Fahrer kräftig ins Rutschen geraten.

Die schwarze Flagge

Bis hierhin hört es sich ja noch ganz solide an, was Eclipse Games mit Super Toy Cars geschafft hat, es folgen nun aber einige Kritikpunkte, die es mir doch schwer machen, eine bedenkenlose Empfehlung für das Spiel auszusprechen.

Beginnen wir mit dem „Elefanten im Raum“: Das Fahren macht einfach kein Spaß! Und das hat mehrere Gründe!

Super Toy Cars 3

Zum einen die Steuerung der Boliden.

Okay, es handelt sich hier um „Spielzeugautos“ und Mario Kart, sowie Micro Machines und viele, viele andere Funracer haben uns gelehrt, dass sich ein Vehikel in diesem Genre nicht gerade wie der eigene Wagen vor der Haustür steuern lassen muss, trotzdem sollte es aber möglich sein halbwegs dem Streckenverlauf folgen zu können. Dies ist auch bei den Autos, die man zu Beginn auswählen kann halbwegs möglich, sobald man sich aber von seinen verdienten Credits neue Autos kauft merkt man schnell, dass man mit den vorherigen besser unterwegs war. Denn hier läuft es dann zumeist auf reines Driften heraus, welches aber kaum zu steuern ist, sodass man sehr häufig Bekanntschaft mit der Streckenbegrenzung macht. So gesehen macht es kaum Sinn in neue Renngefährten zu investieren, denn mit den „langsameren“ kommt man deutlich besser zu recht und schneidet im Endeffekt auch noch besser ab.

Super Toy Cars 1

Obwohl, und hier kommen wir leider auch schon zum nächsten Kritikpunkt, selbst mit den schnelleren aber schlechter zu kontrollierenden Rennautos, ist es schwierig, nicht zu gewinnen. Denn die KI hat nicht gerade die Weisheit mit Löffeln gefressen und macht es dem Spieler, auch mit diesem Handicap, relativ leicht, unter den Top 3 ins Ziel zu düsen. Selbst in den Zeitfahr- bzw. Checkpointrennen sind die Zeitlimits so hoch angesetzt, dass man selbst mit den gröbsten Fahrfehlern am Ende immer noch locker zwanzig bis dreißig Sekunden Puffer hat.

Super Toy Cars 2

Des Weiteren, hat es der Entwickler ein wenig zu gut mit den Rücksetzpunkten gemeint. Hat man sich einmal auf der Strecke irgendwo verkeilt oder ist man sogar steckengeblieben, hat man stets die Möglichkeit, mit einem Tastendruck sich wieder auf die Strecke „beamen“ zu lassen. So weit, so gut, dies ist durchaus lobenswert. Allerdings wirkt dieses Feature schon recht schnell „nervig“ wenn man in einem Zweikampf von einem Konkurrenten an die Bande gedrückt wird und eigentlich ohne Probleme und Zeitverlust weiterfahren könnte, aber trotzdem vom Spiel automatisch wieder zurück auf die Strecke gesetzt wird. Dieses Phänomen tritt auch häufiger auf wenn man, dank der schnelleren aber schlechter zu kontrollierenden Rennwagen, mal die Kurve nicht optimal trifft, oder wenn man von einem Item der Gegner getroffen wird.

Schöne Grafik, wenn wir das Jahr 1999 hätten!

Abschließend muss man leider auch sagen, dass das Spiel selbst für Wii U-Verhältnisse nicht gerade sonderlich hübsch ist. Zwar sind einige Effekte wie der Tag-Nacht-Zyklus und der Regen recht nett anzuschauen, aber trotzdem wurden im Großen und Ganzen nicht gerade die allerbesten Texturen für Fahrzeuge und Umgebung verwendet. Einiges wirkt ziemlich verwaschen und viele Gegenstände die am Streckenrand positioniert wurden wiederholen sich recht schnell.


Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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