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Testbericht: Q.U.B.E. Director´s Cut

Magic Cube mal anders.

Knapp 4 Jahre nach dem 2011 vom Indie-Publisher Toxic Games veröffentlichten Puzzle-Rätselspiels Q.U.B.E. bringt seit einigen Wochen die Erweiterung Q.U.B.E. Director´s Cut unsere Gehirnzellen zum glühen. Damals wie heute füllte Q.U.B.E eine Marktlücke, denn bis auf den Platzhirsch Portal gibt es wenige bis keine Videospiele, die nur aus Knobelaufgaben bestehen und damit zu überzeugen wissen. 

Ohne eine Ahnung wo oder wer er ist erwacht unsere Spielfigur mit einem kompletten Gedächtnisverlust in einem sterilen weißen Raum. Nachdem er sich aufrappelt, öffnet sich eine Tür und man wird ohne jegliches Tutorial ins kalte Wasser gestoßen. Während man sich an den ersten Rätseln mit der Verhaltensweiße der Würfel und der extrem simplen Steuerung vertraut macht erzählt uns eine weibliche Stimme über Funk dass wir uns in einem Qubus mitten im Weltall befinden und es extrem wichtig sei, dass wir es schaffen bis zum Ende der Station vorzudringen. Danach bricht der Funkverkehr ab und wir sind völlig isoliert und auf uns allein gestellt.

Während die ersten Rätsel ziemlich simpel und aus wenigen Arten von Würfeln bestehn...
Während die ersten Rätsel ziemlich simpel sind und aus wenigen Arten von Würfeln bestehn…

Das wars dann auch schon fast mit der Story, denn während man mit den magnetischen Handschuhen farbige Blöcke, Kugeln und sogar Wände bewegt, um in der Raumstation vorwärts zu kommen, gibt es außer wenigen weiteren Funksprüchen zwischen uns, der Frau und einer dritten Person keinerlei Arten von Storytelling. Dies wird allerdings auch garnicht benötigt, um für Atmosphäre zu sorgen, denn diese wird durch die völlige Isolation der Raumstation bereits geschaffen. Da es der Spielfigur aufgrund eines Defekt seines Sprachmoduls nicht möglich ist Funksprüche zu versenden oder darauf zu antworten macht sich über den ganzen Spielverlauf eine bedrückende Atmosphäre breit.

Q.U.B.E. verfügt über sieben verschiedene Sektoren, welche generell in der Schwierigkeit ansteigend sind. In jedem Sektor kommt ein neuer Aspekt hinzu beziehungsweise ein neues Thema. So müsst ihr euch mal in einem ganzen Sektor damit beschäftigen, eine Kugel von A nach B zu befördern oder aber ihr befindet euch in einer dunklen Umgebung, in der man lediglich eine Farbe zur Zeit manipulieren kann. Auch machen die Entwickler vom Mischen von Farben Gebrauch. Das ist kreativ und bringt Abwechslung in das doch recht simple Spielprinzip und man bekommt nicht das Gefühl, als würde man bloß über und über das gleiche Rätsel in einer komplexeren Version lösen.

... werden die Rätsel immer umfangreicher und komplexer...
… werden die Rätsel im späteren Spielverlauf immer umfangreicher und komplexer…

Etliche der Rätsel sind dabei komplexer als es auf den ersten Blick aussieht und ziemlich oft ertappte ich mich dabei, wie ich mir den Kopf zerbrach, obwohl ich mir beim Betreten des Raumes sicher war, die Antwort parat zu haben. Jedoch ist auch oft das genaue Gegenteil der Fall und des Rätsels Lösung ist dabei ziemlich simpel, was aber oftmals übersehen wird.

Alles in allem sind die Rätsel ziemlich anspruchsvoll aber dennoch lösbar. Oftmal zieht sich ein Level meist nicht durch die Denkaufgabe an sich in die Länge, sondern aufgrund der Tatsache dass die Steuerung ziemlich unpräzise ist. Viele sich bewegende Elemente können nur schwer zum richtigen Zeitpunkt in die richtige Richtung gestoßen oder gelenkt werden, da man knapp neben ein Steuermodul klickt und damit die Chance vertan ist. Dies geht einem gehörig auf den in diesem Spiel ohnehin schon stark geforderten Geist, da man des Rätsels Lösung bereits parat hat, aber immer wieder an der korrekten Ausführung scheitert.

... bis sie gegen Ende des Spiels in höchstem Maße fordernd sind.
… bis sie gegen Ende des Spiels in höchstem Maße fordernd sind.

Die größte Schwäche ist jedoch die sehr knapp bemessene Spieldauer. Man muss kein Genie sein um alle Rätsel nach gut vier bis fünf Stunden gelöst und damit das Spiel beendet zu haben. Zusätzliche Funktionen wie die Möglichkeit eigene Rätsel zu basteln und diese mit der Welt zu teilen (und natürlich auch selbst die von anderen angefertigten zu spielen) wären eine wesentlich angenehmere Art gewesen den Spielspaß zu erweitern als der verfügbare Timerush, in welchem man die selben Rätsel auf Zeit Lösen muss. Wer damit allerdings kein Problem hat, wird mit Q.U.B.E. Director´s Cut seine Freude habe

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