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Testbericht: Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2

Die Schlacht zwischen den Pflanzen und Untoten geht weiter! Nachdem EA mit dem Serien-Spinoff „Plants vs. Zombies: Garden Warfare“ im Jahr 2013 einen echten Überraschungshit gelandet hat, folgt nun Runde zwei des bunten Gemetzels. Diesmal dürfen sich auch Solisten über eine solide Kampagne, mehr Umfang und noch abgedrehtere Charakterklassen freuen, die das Onlinefest gekonnt abrunden sollen. Welche Neuerungen Garden Warfare 2 aber noch zu bieten hat, haben wir für euch herausgefunden und sind mit Sonnenblume, Kaktus und Co. in die Schlacht gegen modrige Untote gezogen.

Coole Neuerung: Das Menü von Garden Warfare 2 ist ein spielbarer HUB.
Coole Neuerung: Das Menü von Garden Warfare 2 ist ein spielbarer HUB.

Ärger im Beet

Garden Warfare 2 baut konsequent auf den Stärken seines Vorgängers auf, ergänzt selbige jedoch um sinnvolle Neuerungen und einen noch gewaltigeren Umfang. Direkt zu Spielbeginn staunen wir nicht schlecht: Anstatt wie noch in Garden Warfare auf ein einfaches Spielmenü zu setzen, befinden wir uns in einer offenen Umgebung, in der wir uns frei bewegen können, um so zum Spielmodus unserer Wahl zu gelangen, Statistiken zu betrachten oder unseren aktuellen Charakter anzupassen. Das erinnert ein wenig an Inkopolis aus Splatoon und ist eindeutig ein Fortschritt zum direkten Vorgänger. Hauptanlaufstelle des Third-Person-Shooters ist weiterhin der Online-Mehrspielermodus. Hier erwarten euch spaßbringende Spielvarianten, die wir zum Großteil so schon in Plants vs. Zombies: Garden Warfare kennengelernt haben. Der spielbare HUB des Spieles dient somit quasi auch als Lobby für eure Online-Partien. Dabei muss auch beachtet werden, dass Garden Warfare 2 nur mit aktiver Online-Anbindung gespielt werden kann, obwohl es diesmal auch eine Spielvariation für Solospieler gibt.

Doch kommen wir zunächst zu den Mehrspieler-Gefechten: Gemäß der Erfolgsrezeptur des Erstlings schlagen wir uns in den Online-Partien wahlweise auf die Seite der Pflanzen oder Zombies und bekämpfen das gegnerische Team mit allerhand skurriler Mittel. So ziehen wir natürlich nicht mit 08/15-Waffen in die Schlacht, sondern dürfen auf abgedrehte Gadgets und Fähigkeiten zurückgreifen, die den typischen Humor der Reihe ausmachen. Jeder Charakter bietet neben seiner Hauptangriffsfunktion auch drei aufladbare Spezialaktionen, die einiges an Taktik und Würze in das Spielgeschehen bringen. Mit zunehmender Spielzeit und gesammelter Erfahrung lassen sich diese Spezialaktionen für jeden Charakter nochmals anpassen und individualisieren, sodass für Dauermotivation und Abwechslung gesorgt wird.

Während wir in Garden Warfare mit jeweils vier auf jeder Seite, noch insgesamt acht Charakterklassen zur Auswahl hatten, bekommen beide Fraktionen im neuen Ableger Zuwachs und dürfen sich über jeweils drei neue Charakterklassen freuen. Zu nennen wären da zum einen Zitron, ein ausgezeichneter Angreifer, die trickreiche Rosie und Major Mais, der mit seinen Maiskolben kräftig austeilt auf Seiten der Pflanzen. Zum anderen ergänzen der ausgezeichnete Schütze Kapitän Totbart, der Wicht und der bullige Super Brainz das Lager der Zombies. Vor allem der Wicht stellt dabei eine sehr spezielle Charakterklasse dar, die mit einiges an Übung für viel Chaos sorgen kann, da der kleine Racker einen kräftigen Mech herbeirufen kann, mit dem er seine winzige Statur und geringen Angriffswert perfekt kaschiert.

Neu im Bunde: Rosie teilt mit trickreichen Geschossen aus.
Neu im Bunde: Rosie teilt mit trickreichen Geschossen aus.

Mehrspieler-Granate

Neben den normalen Team-Deathmatch-Spielvariationen und dem Eroberungsmodus kann Garden Warfare 2 erneut mit dem Horde-Verschnitt „Garten Kommando“ und dem neuen „Friedhofs Kommando“ punkten. Hier verteidigen wir mit der jeweiligen Fraktion in einem vierköpfigen Team einen bestimmten Schauplatz, schlagen Gegnerwellen zurück und müssen deren Angriffe überstehen, bis wir zum Ende einer Mission abtransportiert werden. Hier können wir erneut auf zahlreiche Helfer zurückgreifen, die von der KI gesteuert werden und uns dabei helfen unser Gebiet vor den Angreifern zu schützen. Apropos Angreifer: Neben bereits bekannten Charakteren, erwarten euch hier auch besonders mächtige Bosse, die ein gekonntes Teamplay zwischen den Teamkameraden voraussetzen, um nicht frühzeitig das Zeitliche zu segnen. Ebenfalls neu: Auch Solisten dürfen sich nun ganz ohne menschliche Mitspieler in dem Spielmodus austoben, hier stellt euch das Spiel drei Mitspieler an eure Seite, mit denen ihr dann in die Schlacht zieht. Alles in allem ist der Mix und die Auswahl der Spielmodi und Maps gelungen. Mal tummeln wir uns auf einem düsteren Friedhof, sind im nächsten Moment in einem verschneiten Bergdorf oder in der Z-Tech-Fabrik. Auf Wunsch lassen sich auch Playlists absolvieren. Hier wechseln sich nicht nur die Schauplätze, sondern auch die Spielmodi online ab, sodass wir uns in jeder Partie auf etwas Neues einstellen dürfen.

Die nötige Motivation im Spiel kommt durch das motivierende Level-System zustande. Für Abschüsse, Eroberungen, abgeschlossene Partien und so weiter und so fort erhalten wir Erfahrungspunkte, die unseren Charakter zu Level-Aufstiegen führen und somit seine Fähigkeiten erweitern. Neben Erfahrungspunkte sind die Münzen die zweite wichtige Währung in Garden Warfare 2. Mit diesen funkelnden Objekten kaufen wir uns Sickerpakete im Shop, die neue Gegenstände und Helfer beispielsweise für den „Kommando“-Modus beinhalten. Gerade dadurch entwickelt sich ein unglaublich starkes Suchtpotenzial, da man sich immer wieder dabei erwischt, dass aus „Nur eine Partie noch!“, am Ende doch „Fünf oder sechs Spiele“ werden…

Ärger vorprogrammiert: mit dem Mech teilt ihr mächtig aus.
Ärger vorprogrammiert: mit dem Mech teilt ihr mächtig aus.

Wer Abwechslung von den gelungen Mehrspielereinsätzen sucht, der kann sich in der neuen Solokampagne „Solo-Ops“ austoben. Hier absolvieren wir diverse Aufträge, die allerdings etwas generisch und auf Dauer abwechslungsarm wirken, da sie sich zumeist auf einfache Aufgaben, wie das Abwehren von Gegnerwellen und der Verteidigung bestimmter Schauplätze oder NPC’s beschränken. gzg-medailleNichtsdestotrotz ist Solo-Ops ein netter Zusatz zum Spiel, der euch zudem mit kostbaren Münzen belohnt, die ihr im Spiel für neue Inhalte einsetzen dürft.

Eine der großen Stärken von Garden Warfare 2 ist der Umstand, dass der Shooter sowohl Einsteiger als auch Profis an den Controller fesseln wird. Das Spiel ist äußerst zugänglich und ermöglicht schnelle Erfolge durch seine eingängige Steuerung und faire Levelsystem, bietet aber aufgrund der unterschiedlichen Klassen und Fähigkeiten unglaublich Tiefgang, den man hinter der optisch kunterbunten Fassade nicht vermuten könnte. Selbige verdient im übrigen noch einmal ein ausdrückliches Lob. Denn gerade auf der PS4 und Xbox One sucht man heutzutage solch liebevoll und farbenfroh gestaltete Spiele wie Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2 fast schon mit der Lupe. Das Charakterdesign ist erstklassig und die Animationen und Levels unglaublich detailverliebt.


Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

 

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