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Testbericht: The Legend of Zelda: The Minish Cap

The Legend of Zelda – The Minish Cap erschien in Europa erstmals 2004 für den Gameboy Advance und hat es nun auf die Virtual Console der Wii U geschafft. Ob zum Nachholen für diejenigen, die es bisher noch nicht gespielt haben oder zum Schwelgen in Nostalgie für Fans; The Minish Cap ist auf jeden Fall einen Blick wert und in unseren Testbericht verraten wir euch, wieso.

Minish Cap Verwandlung

Kleiner Held, großes Abenteuer

Die Geschichte von The Minish Cap ist rasch erzählt. Einst, als die Bewohner von Hyrule gegen die Dunkelheit kämpften, übergaben ihnen die Minish, ein winziges Völkchen, ein Schwert, das mit der Kraft der Elemente geschmiedet wurde. Mit Hilfe dieses Schwertes wurde das Böse aus Hyrule besiegt und in einer Truhe versiegelt. Seitdem feiern die Hylianer jedes Jahr das Fest der Minish. Doch dieses Jahr gesellt sich zu der Feier noch ein anderes Jubiläum – alle 100 Jahre nämlich kommen die Minish die Hylianer besuchen.

Zu Ehren des Festes veranstalten die Stadtbewohner einen großen Schwertkampf; der Gewinner darf das Heilige Schwert berühren und einen Blick auf die Truhe werfen, in die das Böse versiegelt wurde. Der diesjährige Gewinner allerdings ist der böse Hexenmeister Vaati, der sich natürlich nicht mit einer bloßen Berührung von Schwert und Truhe zufrieden geben will, sondern in eben dieser Truhe das Force vermutet, das seinem Träger große Macht verleiht. So überwältigt er die Wachen und bricht das Siegel der Truhe, woraufhin das Böse zurück nach Hyrule strömt. Doch zu seiner Enttäuschung ist das Force nicht in der Truhe. Da er befürchtet, dass Zelda, die Trägerin des Macht des Lichts, seinen zukünftigen Plänen im Weg steht, verwandelt er sie kurzerhand in Stein und zerbricht das Heilige Schwert.

Allein die Minish haben die Macht, das Heilige Schwert zu reparieren und den Fluch zu brechen, der auf Prinzessin Zelda lastet. Allerdings können nur Kinder das kleine Volk sehen und so ist es an Link, die Minish zu finden.

Minish Cap Miniatur

Charmant wie „Das große Krabbeln“

Alsbald kommt auch die namensgebende Kappe ins Spiel, nämlich in Form einer vogelähnlichen sprechenden Mütze mit Namen Ezeloth, der sich als nützlicher Ratgeber herausstellt. Mit seiner Hilfe können wir uns an bestimmten Punkten im Spiel auf Minish-Größe schrumpfen lassen, um so mit dem kleinen Volk in Kontakt zu treten. So winzig werden selbst Treppenstufen unüberwindbare Schluchten und Pfützen riesige Seen. Regentropfen sind tödliche Geschosse und so manches Tier ein hilfreicher Gesprächspartner. Das alles hat ein bisschen ein Feeling wie Pixar’s „Das große Krabbeln“, wenn ihr so unter kleinen Zweiglein durchspaziert oder euch auf Seerosen-Blättern über Wasser treiben lasst. Die Minish wohnen unter anderem in Pilzen, Schuhen oder zerbrochenen Krügen und so fühlt ihr euch zwischenzeitlich ein bisschen wie bei den Schlümpfen.

Überhaupt bringt der Wechsel zwischen der kleinen und der großen Gestalt eine ganz andere Dimension ins Gameplay und ihr seht bereits betretene Gegenden mit ganz anderen Augen. In so mancher Felsspalte wohnt ein Minish, der euch einen guten Rat geben kann oder Glücksfragmente zusammensetzen will.

Glücksfragmente sind das weitere neue Element, das sich konsequent durch das Spiel zieht. An allen möglichen Orten finden sich halbe Münzen, zu denen irgendjemand das Gegenstück besitzt. Werden die beiden Teile zusammengefügt, öffnen sich neue Wege, offenbaren sich Truhen oder spezielle Gegner tauchen auf.

Minish Cap Stadt

Bekanntes Spielprinzip

Ansonsten folgt The Minish Cap dem üblichen Spielprinzip der Zelda-Reihe. Am Anfang mit leeren Taschen und einem unscheinbaren Schwert ausgerüstet zieht ihr los, die vier Elemente zu finden, um das Heilige Schwert wieder mit seiner ursprünglichen Kraft zu erfüllengold-9. Auf eurem Weg liegen zelda-typische Dungeons, in denen ihr mit der Zeit immer neue Gegenstände finden könnt, die euch mehr Bewegungsfreiheit verschaffen und euch mehr Bereiche öffnen, bis ihr schließlich eurer Bestimmung nachkommt und den Fluch brecht, der auf Zelda lastet. Allerdings ist an diesem System nicht wirklich etwas auszusetzen und so macht The Minish Cap einfach nur Spaß beim Zocken, auch wenn hier auffällig viel Hin- und Herlauferei anfällt, wenn zwischen der großen und der kleinen Gestalt gewechselt werden muss oder eine bestimmte Aktion erst getriggert werden kann, wenn euch der entsprechende NPC darüber informiert, dass das noch nicht stattfinden kann oder wieso. Ansonsten finden sich nicht nur bekannte Gesichter aus den Vorgängern wie der Postbote, Tingle oder Maron, sondern auch bekannte Klänge finden sich, wenn ihr beispielsweise Behausungen betretet oder Feenbrunnen.

Auf der Virtual Console gibt es natürlich auch den schamlosen Vorteil, Speicherpunkte erstellen zu können, sodass ihr nach einem Neustart nicht am Eingang des Dungeons starten müsst, sondern exakt dort, wo ihr aufgehört habt. Auch die angebotene Pixelglättung ist definitiv einen Blick wert und erleichtert die Optik des GBA-Titels.


Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

 

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