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Testbericht: Fate/EXTELLA: The Umbral Star (Nintendo Switch)

Vorweg möchte ich kurz sagen, dass es sich bei Fate/EXTELLA: The Umbral Star um eine Portierung handelt. Wir haben der PlayStation 4-Version schon vor einiger Zeit einen ausführlichen Testbericht gewidmet. Aufgrund der Tatsache, dass die Portierung für die Nintendo Switch nur minimale Neuerungen bereithält, verweise ich für eine ausführliche Berichterstattung auf den bereits geschriebenen Testbericht. Dennoch möchte ich die Handlung von Fate/EXTELLA: The Umbral Star für die Nintendo Switch noch einmal kurz durchleuchten. Warum es sich bei Fate/EXTELLA: The Umbral Star auch auf der Hybrid-Konsole um ein überragendes Musou-Spiel handelt, zeigt der nachfolgende Testbericht!


Ein überzeugender Ableger des Warriors-Genre

Schon in unserem detaillierten Testbericht auf der PlayStation 4, konnte Fate/EXTELLA eine gute Figur machen. Wie für ein Musou-Spiel üblich, erwarten euch hier geballte Massenschlachten und eine ganze Menge an Effekten. Dennoch schafft es Fate/EXTELLA gelegentlich diesem rudimentären Spielprinzip zu entkommen und somit das Spielgeschehen etwas aufzulockern.

Zu Beginn des Spiels stehen dem Spieler wahlweise ein weiblicher, wie auch ein männlicher Avatar zur Verfügung. Außer dem Namen eures Charakters, lassen sich diese jedoch nicht weiter individualisieren. Habt ihr euch schließlich für einen Protagonisten entschieden, erwarten euch je nach Spielfortschritt drei unterschiedliche Kampagnen mit sogenannten Servants.

Fate/EXTELLA: The Umbral Star
Die Charaktere besitzen allesamt unterschiedliche Spezialangriffe.

 

Ebenso wie bei anderen Genre-Vertretern vermöbelt ihr auf den Schlachtfeldern nach und nach immer wiederkehrende Gegnerarten, verteidigt oder erobert verschiedene Gebiete und stellt euch am Ende einem Boss in Form eines feindlich gesinnten Servants. Vor allem der Handheld-Modus der Nintendo Switch, kommt dabei dem actiongeladenen, flüssigen und schnellen Spielgeschehen zu Gute. Mit anderen Worten habt ihr dank Nintendos Hybrid-Konsole die Chance eure Schlachten mobil zu schlagen.


Der eine Ring um sie alle zu…

Ob bei dem Anime oder auch bei den Spielen des Fate/- Universums geht es im Groben um den Gewinn des Heiligen Grals. Magier kämpfen mithilfe von beschworenen Helden alter Zeit und der Gewinner des Grals darf einen Wunsch äußern. Bei Fate/EXTELLA: The Umbral Star sieht dies allerdings ein wenig anders aus. Zwar geht es immer noch in gewisser Art und Weise um den Wünsche erfüllenden Gral, doch hauptsächlich geht es um den Regalia-Ring. Diesen erhielt euer Protagonist als Anerkennung dafür, dass er die Schlacht um den Heiligen Gral im Vorgänger Fate/Extra für sich entschied. Jetzt sind sie allerdings mit einem neuen Gegner in Kontakt gekommen, welcher ebenfalls die Macht des Regalia nutzt und hier beginnt schließlich der Handlungsstrang von Fate/EXTELLA.

Fate/EXTELLA: The Umbral Star - Testbericht
Die Bosskämpfe sind zumeist bekannte Figuren aus dem Anime.

Beziehung zwischen Master und Servant

Zwischen und während den einzelnen Story-Missionen, bekommt der Spieler die Möglichkeit das Band zwischen ihm und seinem Servant zu festigen. Beispielsweise beeinflusst ihr euer Verhältnis indem ihr in den textlastigen Dialogen die richtige Antwortmöglichkeit wählt. Des weiteren steigt eure Beziehung allerdings auch, durch das Abschließen von Nebenmission während des Gemetzels.

Fate/EXTELLA: The Umbral Star
Unterschiedliche Charaktere der Anime-Reihe sind in dem Spiel vertreten.

 

Die Beziehung zwischen euch hat nicht nur Auswirkungen auf die Erzählung, sondern verbessern zudem noch die Fähigkeiten eures Kämpfers. Dessen ungeachtet könnt ihr die Stufe eures Servants mit der im Spiel verdienten Währung erhöhen oder neue Gegenstände herstellen.


Viele Wege führen nach Rom

Wie bereits angesprochen, verlässt Fate/EXTELLA in bestimmten Momenten die klassische Musou-Schiene. Um einen Kampf für euch zu entscheiden, stehen verschiedene Handlungsmöglichkeiten zur Verfügungen. Eine davon ergibt sich ganz logisch durch das Erschlagen des Bosses, während die Andere sich darauf bezieht einfach mehr Territorien einzunehmen wie der Gegner. Jedes der kleinen Gebiete ist dazu mit einer anderen Wertigkeit klassifiziert und lässt die Kämpfe dadurch deutlich taktischer werden. Folglich wiegt ihr ab, ob ihr die Zeit in einen hochwertigen Bereich investiert.

Fate/EXTELLA: The Umbral Star
Unmengen von Gegner stellen sich euch in den Weg und warten darauf bekämpft zu werden.

 

Plötzlich auftauchende Aktionen und Nebenmissionen runden das Spielgeschehen dabei deutlich ab. Zum Beispiel werde ich so vor die Wahl gestellt, ob ich an meinen Plänen festhalte oder mich doch um eine Nebenbeschäftigung kümmer. Hierbei sollte man allerdings im Hinterkopf behalten, dass diese kleinen Aufgaben zum Verhältnis zwischen euch und dem Servant beitragen. Die Anzahl der aufkommenden Nebenbeschäftigungen belaufen sich zwar in puncto Verschiedenheit sehr gering, reichen aber für einen Musou-Titel vollkommen aus.


Kritik

Was soll man sagen? Da es sich hierbei um eine fast identische Portierung handelt, hat Fate/EXTELLA dieselben Makel, wie das Ebenbild auf der PlayStation 4.

Einerseits funktionieren die KI-Angreifer und der Mehrfrontenkampf erstaunlich gut, auf der anderen Seite allerdings schwächelt die KI deutlich in der Defensive. Hier müssen wir oft von unserem Plan abkommen um die Verteidigung zu stählern und Angriffe zu vereiteln.

Fate/EXTELLA: The Umbral Star
Fate/EXTELLA kommt mit japanischer Sprache und englischen Texten daher.

 

Hinzukommen immer gleiche Gegnertypen – Bosse ausgenommen – welche ich zumindest irgendwann nicht mehr sehen konnte.

Neben einer fehlenden englischen Synchronisation, fehlt die deutsche Lokalisierung komplett. Der Titel bietet lediglich japanische Sprachausgabe mit englischen Texten.

Der Anime-Stil ist nett gemeint, kaschiert aber leider keineswegs die altbackene optische Darstellung. Hierzu gesellt sich zudem noch eine ab und an streikende Kamera. Eine flüssige Bildrate bei hohen Effekten und Unmengen an Schergen muss man Fate/EXTELLA allerdings hoch anrechnen.


Hochzeitskleider und mehr

Fate/EXTELLA: The Umbral Star
Das „Unshackled Bride“ Kostüm für Nero ist exklusiv in der Portierung enthalten.

 

Mit die einzige Änderung, neben dem mobilen Part, welchen die Konsole von Haus aus bietet, sind die beigefügten DLCs. Über 30 bisher veröffentlichte runterladbaren Inhalten in Form von Kostümen stehen dem Spieler hier zu Auswahl. Außerdem gibt es noch ein exklusives Outfit für Nero, welches den Namen „Unshackled Bride“ trägt.


Fazit:

Wie schon in meinem anderen Test geschrieben, bin ich nach wie vor der Meinung, dass es sich bei Fate/EXTELLA um ein gelungenes Musou-Spiel handelt. Fans des Anime/Manga werden aufgrund des enormen Fanservices voll auf ihre Kosten kommen.

Die drei aufeinander aufbauenden Kampagnen und die Möglichkeiten die Bindung der Charaktere zu beeinflussen hat mir gefallen und brachte dem Spiel mehr Tiefe ein. Leider ist es technisch, vor allem optisch, nicht auf dem heutigen Stand der Zeit. Dafür glänzt  Fate/EXTELLA: The Umbral Star allerdings mit einer konstanten Bildrate und nett anzusehenden Effekten. Obgleich die Neuerungen der Portierung kaum nennenswert sind, punktet vor allem der mobile Aspekt der Nintendo Switch-Version, der nun auch unterwegs packende und flotte Kämpfe ermöglicht.

Dennoch würde ich das Spiel nur jenen ans Herz legen, welche das Spiel noch nicht auf einer anderweitigen Konsole gespielt und zudem ein Herz für Musou-Spiele haben. 


Vielen Dank an Marvellous für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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