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Nintendo Reviews Wii U

Testbericht: F-Zero X

Nintendo ist wirklich nicht dafür bekannt eine umfassende Virtual Console Bibliothek zu haben. Immerhin tröpfelt ein stetiger Nachschub an Titel ein. Und im Zuge dessen ist kürzlich F-Zero X, der N64 Ableger der Serie, auf der Wii U erschienen.
Wie schlägt sich das inzwischen 18 Jahre alte Spiel aus heutiger Sicht?


Umfang für zwei

Mit 30 Fahrern und 24 Strecken muss sich F-Zero X wirklich nicht vor moderner Konkurrenz verstecken.
Die verschiedenen Kurse sind dabei erstaunlich einfallsreich. Zum Beispiel hovert man auf Big Blue: Cylinder über die Außenseite einer Röhre und in Fire Field: Zig-Zag Jump springt man, von mehreren Turbo-Feldern angeheizt, über eine riesige Rampe.
Mal wird der Spieler durch enge Kurven gejagt, mal muss man sich in einer langen Gerade gegen seine Kontrahenten behaupten.

Anspruchsvolle Strecken gibt es zuhauf

Anspruchsvolle Strecken gibt es zu hauf

Wirklich überrascht war ich vom X-Cup. Der besteht nämlich ausschließlich aus zufällig generierten Strecken. Diese bestehen zwar aus Elementen, die man aus anderen Strecken bereits kennt, fühlen sich aber dennoch frisch an und ergänzen das feste Angebot sehr gut.

Nachdem alle Charaktere freigeschaltet und alle Cups auf allen vier Schwierigkeitsstufen gemeistert wurden — was schon eine Menge Zeitaufwand erfordert, — ist das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht.
Im Death Race Modus gilt es alle gegnerischen Fahrzeuge zu zerstören. Das kann zwar nicht langfristig fesseln, bietet sich aber für ein paar Runden Abwechslung durchaus an.
Einen Mehrspielermodus für bis zu vier Spieler sowie einen Time Attack Modus gibt es natürlich auch noch. Ganz schön viel Potenzial Zeit zu schmelzen.


Optisch schwach, technisch einwandfrei

Keine Frage, die Fahrzeugmodelle und Streckenhintergründe in F-Zero X sind alles andere als beeindruckend, selbst für ein N64 Game. Das liegt aber nicht an fehlenden Geldern oder Kompetenzen seitens Nintendo, sondern am Fokus auf flüssiges Gameplay. Selbst mit vierfach Splitscreen auf dem Schirm, liefert das Spiel butterweiche 60 Bilder pro Sekunde.
Das ist auch nötig, damit das hohe Spieltempo (gerne mal über 1000 km/h Geschwindigkeit) einen optimalen Eindruck hinterlässt.

Mit Turbo-Boosts wird man noch schneller
Mit Turbo-Boosts wird man noch schneller

Das Gefühl von Geschwindigkeit kommt dadurch wunderbar durch. Wenn ich gerade so durch die Kurven schlittere und mit angehaltenem Atem versuche nach einem Sprung wieder auf der Strecke zu landen, weiß ich das ich F-Zero spiele. Eine optimale Fahrlinie sucht man hier vergebens — die wäre bei der hochreaktiven Steuerung auch kaum zu gebrauchen.

In den meisten Rennspielen liegt der Fokus auf hübscher Grafik und realistischem Fahrverhalten. Vier Spieler bekommt man da nicht an eine Konsole, und das wunderbare Handgemenge, das entsteht wenn man sich gegenseitig von der Strecke rammt, kann auch nicht aufkommen.


Fazit:

Sonderlich ansehnlich ist F-Zero X heute nicht mehr. Dafür gibt es halsbrecherisches Tempo und Splitscreen für Vier Personen, was man in neueren Rennspielen immer seltener findet. Unterm Strich macht der Titel auch heute noch eine Menge Spaß und kann für viele Stunden an den Bildschirm fesseln. Einen Online-Modus gibt es aber leider nicht, deshalb kann ich F-Zero X nur für Couch Coop Spieler wirklich empfehlen.


Besten Dank an Nintendo, für die Bereitstellung des Reviewmusters.

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