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Testbericht: Accel World vs. Sword Art Online

Sowohl Sword Art Online, als auch Accel World sind in der Anime-Szene sehr hoch angesehen. Die Mischung zwischen virtueller- und echter Welt sind dabei eines der größten Merkmale der Reihe. Bandai Namco Entertainment nutzte die hohe Fanbase der beiden Serien und veröffentlichte mit Accel World vs. Sword Art Online ein Crossover in Form eines Videospiels für die PlayStation 4 und die PlayStation Vita. Ob sich das JRPG auch für Nichtkenner der beiden Serien lohnt, zeigt unser Testbericht!

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Zwei Welten prallen aufeinander!

Wer mit Sword Art Online nicht viel am Hut hat, dem sei kurz gesagt, dass es sich hierbei um ein Videospiel im Videospiel/Anime/Manga-Universum handelt. Kirito und seine Freunde waren anfangs in diesem Spiel gefangen und konnten sich einfach nicht ausloggen. Erst als Kirito den Drahtzieher hinter dem ganzen Schlamassel besiegte, war alles mehr oder weniger beim Alten und jeder ging seinem Leben nach. Übrigens: Wer virtuell verstarb, der starb auch im richtigen Leben. 

Unsere Handlung bei Accel World vs. Sword Art Online setzt weit nach den oben genannten Ereignissen an und beginnt damit, dass sich Kirito und seine Familie zu einem kleinen Picknick verabreden. Das gemütliche Beisammensein stellt zugleich auch das Tutorial dar, wo ihr alle wichtigen Kniffe in Sachen Steuerung und Gameplay lernt. 

 

Accel World vs. Sword Art Online
Charaktere welche in der Lage sind zu fliegen, dürfen sich zudem in Luftkämpfen messen.

 

Fahren wir aber erst einmal mit der Geschichte fort. Die erste Hälfte des Spiels handelt quasi – nach dem oben genannten Familienausflug – davon, dass ihr eure Gefährten sucht und Informationen über den Bösewicht „Persona Vebal“ sammelt, welcher Kirito’s Tochter Yui entführte. Im späteren Verlauf schlägt die Story allerdings eine interessante Richtung ein, wo leider zum Ende hin großteils die Logik über den Haufen geworfen wird. Trotzdem hat Accel World vs. Sword Art Online ein paar interessante Ansichten im Bereich von künstlichen Intelligenzen, auch wenn einige Handlungsstränge doch sehr vorhersehbar sind. Positiv fällt jedoch auf, dass die Auswahl der Charaktere wahrlich gigantisch ist.


Actionreiches Kampfsystem mit gewöhnungsbedürftiger Flugsteuerung

Die Spieler, welche den Vorgänger Sword Art Online: Lost Song spielten, werden mit der Steuerung relativ schnell zurechtkommen, während alle anderen eventuell die eine oder andere Flugminute in Kauf nehmen müssen. Übrigens können bis auf wenige Ausnahmen nur die Charaktere aus Sword Art Online fliegen. Im Gegensatz dazu halten sich die Duel-Avatare von Accel World mit unendlichen Sprüngen in der Luft, was weitaus unkomfortabler ist. Das heißt aber keineswegs, dass die Charaktere von Accel World unbrauchbar sind, gerade bei Bodenkämpfen und in Dungeons glänzen diese nämlich auf und zeigen ihr volles Potential. 

Accel World vs. Sword Art Online
Zwei Welten treffen aufeinander.

 

Das eingängige actionreiche Kampfsystem macht dabei einen guten Eindruck und beruft sich auf leichte- und schwere Angriffe, wie auch auf eine Art Geschwindigkeitsschub, um sich schneller fortzubewegen. Selbstverständlich kann man die Angriffe kombinieren und den einen oder anderen Spezialangriff aktivieren, welcher demnach eine Abklingzeit benötigt.


Weitläufige Gebiete und der Zusammenschluss mit anderen Spielern

Auf eurer Rettungsmission nach Yui kehrt ihr immer wieder in dieselben drei Gebiete zurück, wobei sich relativ spät im Spiel noch ein viertes Areal dazugesellt. Die weitläufigen Welten werden bei längerer Spieldauer immer lästiger. Anfangs macht das Herumfliegen noch eine Menge Spaß, irgendwann dämpft es den Spielspaß jedoch, da einfach die Abwechslung fehlt.  Auch die Nebenaufgaben sind aufgrund der langen Wegstrecken sehr langatmig.

Als zentraler Angelpunkt steht das sogenannte Mainhub. An diesem Ort trefft ihr andere Charaktere, kauft Ausrüstung oder nehmt unterschiedliche Aufgaben an. Ärgerlicherweise beschränkt es sich meist darauf Unmengen von Monster zu töten oder recht eintönige Aufgaben zu absolvieren. Hinzukommt eine vage Beschreibung der Standorte und wo die benötigten Items zu bekommen sind. Durch abgeschlossene Einsätze und Gespräche zwischen den Charakteren schaltet ihr neben Ausrüstung auch noch verschiedene Kostüme oder Kampfanzüge frei.

Accel World vs. Sword Art Online
Auch in der Haut der Duel-Avatare und mit gemischten Teams beider Lager bekämpfen wir die Monster.

 

Während ihr übrigens den Charakteren von Sword Art Online starke Waffen einfach so in die Hand drücken könnt, müssen die Duel-Avatare von Accel World mit bestimmten Punkten aufgewertet werden. Erforderliche „Burst Points“ fallen neben der Währung im Spiel ab, sobald Monster das Zeitliche gesegnet haben. Dadurch ist für die Aufwertung der Accel World-Charaktere ein wenig mehr Aufwand nötig.

Wenn wir uns schon innerhalb einer MMORPG-Welt die Zeit vertreiben, darf natürlich ein passender Mehrspieler-Modus nicht fehlen. Im Zusammenschluss mit anderen Spielern kämpft ihr gegen große Monster und versucht diese in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Vorerst solltet ihr allerdings die Hauptstory abschließen, um die nötige Ausrüstung und Erfahrung zu besitzen. 


Neues Spiel + und schwache Technik

Sobald ihr die Haupthandlung des Spiels abgeschlossen habt, ist aber noch lange nicht Schluss. Accel World vs. Sword Art Online bietet neben dem angesprochenen Online-Modus und zahlreichen Aufgaben viele weitere Optionen. Auch ein „Neues Spiel +“-Modus hat es ins Spiel geschafft. Hier übernehmt ihr eure trainierten Charaktere und beginnt das Spiel erneut.

Aus technischer Sicht kann Accel World vs. Sword Art Online leider nur mäßig überzeugen. Die Texturen sind matschig, die Grafik ist altbacken und die Charaktere sehen höchstens für PlayStation 3-Verhältnisse gut aus. Mit anderen Worten merkt man, dass die Version für die PlayStation 4 etwas unter der Portierung der PlayStation Vita leidet. Unerklärlich sind zudem noch die ab und an auftretenden Performance-Probleme im Bereich der Bildrate auf der PlayStation 4.

Accel World vs. Sword Art Online
Abgerundet wird das sonst eher altbackene Spielerlebnis von wundervollen Zwischensequenzen.

 

Zwar haben es lobender Weise alle japanischen Synchronsprecher der Charaktere und deutsche Texte ins Spiel geschafft, dafür ist der Soundtrack durchwachsen. Wo die melodischen Klänge im Mainhub im Ohr positiv hängen bleiben, sind die Musikstücke in den Kämpfen oftmals deplatziert und wirken auf Dauer etwas nervig.


Fazit:

Mich als Fan von Sword Art Online konnte Accel World vs. Sword Art Online überzeugen. Die Charaktere wurden originalgetreu dargestellt und die Handlung beschreitet im späteren Verlauf einen interessanten Weg. Obwohl das Spiel aus technischer Sicht nicht die Ressourcen der PlayStation 4 ausnutzt und ein mittelmäßiges Questdesign besitzt, handelt es sich insgesamt dennoch um ein solides JRPG, welches vor allem Freunde der beiden Animes anspricht. Alle anderen Spieler sollten vorher lieber einmal Probespielen, bevor sie sich für einen Kauf entscheiden.


Vielen Dank an Bandai Namco Entertainment für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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