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Special: gamescom 2016 Vorschau – Unsere Erwartungen und Highlights

Nicht einmal mehr ganz zwei Wochen, bis mit der gamescom 2016 in Köln, die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik, ihre Pforten öffnet. Nachdem wir euch mit unserer allgemeinen Vorschau hoffentlich bereits einen kleinen Überblick verschaffen konnten, was euch denn auf dem Messegelände und in den Hallen dieses Jahr so erwarten dürfte, seien euch noch einmal unsere Survival Guides ans Herz gelegt.

Heute wollen wir einmal schauen, was denn die Highlights und Erwartungen unserer Redakteure sind, welche an den verschiedenen Messetagen für euch unterwegs sind.


Philipp

Nachdem die gamescom seit ihren Anfängen im Jahr 2009 kontinuierlich steigende Zuschauer- und Ausstellerzahlen verzeichnen konnte, rechne ich auch in diesem Jahr fest damit, dass der Besucherandrang in diesem Jahr nochmal kräftig ansteigen dürfte und hoffe sehr, dass alles friedlich abläuft und es zu keinerlei Problemen oder Unfällen kommt. Allerdings hat die Kölnmesse bereits in den vergangenen Jahren ein Händchen für gefährliche Situationen bewiesen, weshalb ich denke, dass auch in 2016 alles reibungslos über die Bühne gehen wird.

Abgesehen davon wird in meinen Augen das Thema Virtual Reality einen hohen Stellenwert auf der diesjährigen Messe einnehmen, nachdem es bereits im vergangenen Jahr die Besucher magisch in ihren Bann ziehen konnte, allerdings noch ein Nischendasein fristete – in diesem Jahr sind wir allerdings viel weiter. Ich hoffe sehr, dass zumindest auch ein großer Teil der Messebesucher die Möglichkeit bekommt, mal selbst Hand an die Brillen wie PlayStation VR, Oculus Rift oder HTC Vive zu legen und selbst in die virtuellen Welten einzutauchen.

Virtual Reality wird ein großes Thema sein. Ich warte gespannt auf PlayStation VR
Virtual Reality wird ein großes Thema sein. Ich warte gespannt auf PlayStation VR

Wünschenswert wäre zudem, dass viel mehr Titel in einer spielbaren Version vorlägen, als es in den vorangegangenen Jahren der Fall gewesen ist. Ich habe keine Lust, zum x-ten Mal für den E3-Trailer anzustehen oder einem gefakten Live-Gameplay zuzuschauen, welches seit Monaten inhaltsgleich im Netz zu finden ist. Abzuwarten bleibt, welche Titel letztlich wirklich spielbar, vor allem aber auch für jedermann zugänglich sein werden. Nintendos System mit gerade einmal 50 Wildcards, um das neue Zelda auch wirklich antesten zu können, halte ich für sehr fragwürdig.

Die Neuankündigungen im Softwarebereich dürften sich vermutlich in Grenzen halten, aber wer weiß: Vielleicht warten die Publisher ja doch mit der einen oder anderen Überraschung auf? Etwas mehr dürfte sich vermutlich im Hardwaresegment tun – beispielsweise könnte NVIDIA den mobilen Tegra X2 Prozessor vorstellen, welcher Gerüchten zufolge in Nintendos neuem Konsolen-Handheld-Hybriden NX (oder was auch immer es letztlich wird) werkeln könnte. Wer weiß, ob Nintendo nicht im Zuge ebendieser Vorstellung auch ein paar neue Informationen zur kommenden Hardware durchsickern lässt? Sehr spannend!

Die Meinungen zu den Gerüchten um die NX gehen auseinander. Wird es neue Infos geben?
Die Meinungen zu den Gerüchten um die NX gehen auseinander. Wird es neue Infos geben?

Zu den „großen“ neuen 4K-Konsolen von Microsoft beziehungsweise Sony erwarte ich hingegen keinerlei neue Informationen, lediglich die Xbox One S dürfte bei dem Redmonder Hardwarehersteller im Mittelpunkt stehen.  Vielleicht haben sie ja sogar noch einige spannende Bundles mit im Gepäck, denn spielerisch wird auf jeden Fall einiges geboten: Gears of War 4, Halo Wars 2, ReCore und Sea of Thieves sollen in spielbaren Versionen vorliegen, selbiges erhoffe ich mir vor allem aber auch von Forza Horizon 3. Was es bei Sony zu sehen, vor allem aber zu spielen geben wird, ist hingegen noch völlig unklar. Da sieht es auf den ersten Blick bei den kleineren Publishern und Independent-Studios weitaus interessanter aus.

Ich persönlich freue mich riesig auf die Standalone-Version des Witcher 3-Kartenspiels Gwent, denn von dessen Spielprinzip kann ich einfach nicht genug bekommen. Besonders freuen würde ich mich über eine noch immer mögliche, plattformübergreifende Cross-Play-Funktion des Spiels, damit ich meinen Kollegen auf der Xbox One endlich mal wieder eine herzhafte Abreibung verpassen kann. Zudem hoffe ich auf eine spielbare Version von Jotun, auf dessen Konsolenumsetzung ich gespannt warte. Ansonsten lasse ich mich gerne überraschen, was die Messe noch alles zu bieten hat und zeige mich offen für die kleinen Perlen abseits der großen Namen.

(Mehr als nur) Ein Kartenspiel - Ja, ich freue mich dank Gwent auf ein Kartenspiel!
(Mehr als nur) Ein Kartenspiel – Ja, ich freue mich dank Gwent auf ein Kartenspiel!

Natürlich freue ich mich auch riesig auf den Austausch mit Kollegen und Gleichgesinnten, welcher mir bereits im vergangenen Jahr große Freude bereitet hat. Und gerade das ist doch das Schöne an einer Messe in solch einer Dimension: Die Möglichkeit, vielen längst bekannten Namen endlich mal ein Gesicht geben zu können und neue Freundschaften zu knüpfen – immerhin kann man sich sicher sein, dass nahezu alle anwesenden Personen die eigenen Interessen teilen. Und wann hat man das schon mal?


Christian

Für mich wird die gamescom 2016 berufsbedingt leider nur im „Schnelldurchlauf“ stattfinden. Ich werde die Messe nur am Mittwoch besuchen können. Dennoch versuche ich an dem einen Tag natürlich so viel wie möglich von der Messe zu sehen und einige Spiele anzuzocken. So werde ich unter anderem Nintendo einen Besuch abstatten, um dort einige der kommenden 3DS- und Wii U-Neuheiten anspielen zu können. Das große Augenmerk wird dabei sicherlich auf dem letzten „großen“ Wii U-Titel The Legend of Zelda: Breath of the Wild liegen, welches im März 2017 auch für die neue Nintendo Plattform „NX“ erscheinen soll. Nachdem der Titel vielerorts mit Lob überschüttet wurde, bin ich umso gespannter, ob mich das neue Abenteuer von Link in seinen Bann ziehen wird.

Abseits von Zelda wird es bei Nintendo sicherlich etwas ruhiger zugehen. Spontan würden mir nur das neue Mario Party und Metroid Prime: Federation Force für den 3DS, Paper Mario Color Splash für Wii U und einige Indie-Titel in den Sinn kommen, die Nintendo in diesem Jahr am Start haben wird. Mit neuen Informationen rund um Nintendo NX rechne ich in Köln (leider) nicht.

Der letzte große Wii U-Titel: The Legend of Zelda: Breath of the Wild.
Der letzte große Wii U-Titel: The Legend of Zelda: Breath of the Wild.

Ebenso gespannt bin ich auf einige kommende Rennspielhits. Mit F1 2016 verspricht Codemasters zahlreiche Neuerungen und mehr Realitätsnähe, sodass die Reihe endlich auf der „Next Gen“ angekommen zu sein scheint, nachdem F1 2015 letztlich doch eher ein Kompromiss als ein wirklicher Fortschritt war. Apropos Rennspiele: Da fällt mir auch direkt Forza Horizon 3 an, welches Microsoft mit Sicherheit im Gepäck haben wird, um die Besucher einzuladen, ein paar wilde Wettrennen in „Down Under“ zu drehen. Nachdem mich Forza Horizon 2 bereits mehr als begeistern konnte, freue ich mich umso mehr auf den actionreichen Arcade-Racer, der bereits Ende September hierzulande aufschlagen wird.

Ansonsten lasse ich einfach vieles auf mich zukommen. Am Mittwoch werde ich unter anderem noch Activision Blizzard wegen des neuen Skylanders-Spiels besuchen und mit Philipp das virtuelle Kartenspiel „Gwent“ von den Köpfen hinter The Witcher 3: Wild Hunt unter die Lupe nehmen. Obendrein steht ein Besuch bei unseren Freunden von NIS America und Konami an. Zwischendurch versuche ich allerhand Videomaterial zu sammeln, sodass wir euch in unserer Messeberichterstattung nicht nur geschriebene Texte, sondern auch das eine oder andere Video bieten können.

Schön wird natürlich auch das obligatorische Wiedersehen mit den Kollegen von GamezGeneration. In diesem Jahr sind wir erstmals überhaupt in der gleichen Konstellation wie im Vorjahr unterwegs.


Matthias

Nach der durchwachsenen E3 und der überschaubaren Anzahl an für mich interessanten Krachern lasse ich die Messe dieses Jahr relativ gemütlich auf mich zukommen und werde vermutlich vor allem Indies antesten, die ansonsten etwas unter dem Radar fliegen (davon bietet die gamescom ja mittlerweile angenehm viele). Das heißt aber natürlich nicht, dass ich mich auf die großen Titel überhaupt nicht freue. Im Gegenteil: Breath of the Wild belegt in meiner persönlichen Hypeliste einen der Spitzenplätze, For Honor macht nach wie vor einen interessanten Eindruck und ich werde sicherlich auch mal das im Vorfeld viel gescholtene Metroid Prime: Federation Force antesten. Außerdem habe ich ein Auge auf ReCore und entgegen meiner generellen Skepsis mittlerweile sogar leise Hoffnungen für Watchdogs 2, sofern Ubisoft es denn hinbekommt, die lange Liste an Macken abzuarbeiten, die den Vorgänger plagten.

Ein besonderes Highlight ist übrigens Azure Striker Gunvolt 2, da der erste Teil auf dem 3DS mich seinerzeit extrem positiv überraschte und mit seiner stylischen 2D-Action, die einen Hauch von Mega Man in sich trug, ohne dabei aber eine platte Kopie zu sein, viele Stunden Spielzeit und hohe Replayability bot. Und ja, mittlerweile bin ich sogar an dem Punkt angekommen, an dem ich Final Fantasy XV eine faire Chance geben möchte, denn je mehr Pre-Release-Material hervorsickert, desto mehr habe ich das Gefühl, dass das Team hier wirklich alles reingesteckt hat, was ging. Ein wenig schade finde ich es dabei natürlich, dass Squares diesjähriges Line-Up ohne NieR: Automata auskommen muss, aber hey, man kann nicht alles haben.

Außerhalb von Spielen und Terminen werde ich gemütlich über die Messe schlendern, das (hoffentlich) schöne Wetter genießen und selbstverständlich auch ausgiebig mit den lieben Redaktionskollegen quatschen (zumindest in dem Ausmaß, wie es unser enger Zeitplan zulässt). Sowie alle ein bis zwei Stunden mal den 3DS aufklappen und die eingegangenen StreetPasses abarbeiten. Eine mühselige, aber liebgewonnene Tradition. Denn wenn es eines gibt, dem sich der geneigte Freund des Videospiels nicht entziehen kann, dann ist es wohl der Belohnungsinstinkt. Der und Vorbestellerboni.


Tim

Bei der gamescom freue ich mich auch dieses Mal wieder insbesondere auf die vielen Menschen, die ich hoffentlich in Köln treffen werde. Die Redaktionskollegen von GzG, die Freunde bei den Publishern und Indie-Entwicklern, die Twitter-Follower und Facebook-Freunde (was sich jetzt abwertender anhört, als es gemeint ist). Gerade nach einer aus meiner Sicht eher mauen E3 sind die wenigen Top-Titel für mich eher zweitrangig, zumal ich The Legend of Zelda: Breath of the Wild und damit wohl den größten Kracher der Messe bereits bei Nintendo in Frankfurt angespielt habe.

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Onirigami, mittlerweile in Oniri Islands umbenannt: Zwischen Brett- und Videospiel.

Horizon: Zero Dawn und reCore dürften von den größeren Namen für mich noch die interessantesten sein, ansonsten wird mein Fokus mal wieder auf den Indie-Spielen liegen. Ich bin insbesondere darauf gespannt, wie sich zwei meiner Vorjahres-Highlights, nämlich Oniri Islands und Mekazoo seit letztem Jahr entwickelt haben.

Daedalic Entertainment hat immer gute Sachen mit dabei, insofern freue ich mich besonders auf den Besuch am dortigen Stand. Und auch Headup Games sowie Application Systems Heidelberg gehören für mich mittlerweile fest zum alljährlichen gamescom-Programm dazu. Die Indie-Arena ist auch dieses Mal bestimmt wieder super und die Retro-Ausstellung ist sowieso immer einer meiner Lieblingsbereiche. Garantiert finden sich auch wieder irgendwelche völlig unerwarteten Spiele, die mich sehr positiv überraschen.

Letztes Jahr eine der Überraschungen, dieses Jahr fest eingeplant: Mekazoo.
Letztes Jahr eine der Überraschungen, dieses Jahr fest eingeplant: Mekazoo.

Es wird anstrengend, laut, voll, vielleicht auch ein klein wenig stressig, aber es wird wieder riesigen Spaß machen und ich kann’s kaum erwarten.


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