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Reviews Xbox One

Soma Review (Xbox One)

Seit dem ersten Dezember können sich nun auch Xbox One Besitzer über den Horror- Survival Titel Soma von Frictional Games freuen. Während Playstation 4- und PC-Spieler schon seit gut zwei Jahren, um genau zu sein seit September 2015, in den Genuss des Horror-Spektakels kommen. Hatte sich der Abstieg in die Tiefe auf Microsofts Flagschiff ein „wenig“ verzögert. Inwieweit der Titel euch schließlich auch auf der Xbox One das Gruseln lehrt, zeigt unser Testbericht!

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Was hilft gegen Kopfschmerzen?

In Soma spielt Ihr den Protagonisten Simon Jarret, welcher Aufgrund eines Autounfalls stetig mit Kopfschmerzen zu kämpfen hat. Simon wacht nach einer kurzen Cutscene in seiner WG auf.  Zunächst macht ihr euch mit der Steuerung vertaut, könnt sein Mobiliar auf den Kopf stellen und die Wohnung untersuchen. Dabei erzählt unser Held Simon immer wieder Kleinigkeiten aus seinem sozialen Umfeld. Egal ob es seinen unordentlichen Mitbewohner betrifft, oder wie vergesslich manch einer seiner Freunde ist. Nach dem Simon im Bad ein Mittel gegen Kopfschmerzen eingenommen hat, nimmt die Geschichte dann langsam Fahrt auf, da sich Simon einem Gehirn-Experiment unterziehen will, bei dem er sich eingeschrieben hat.

Der Weg in Doktor Munshis Praxis wird mit einer kleinen U-Bahnfahrt in Form einer  weiteren Zwischensequenz eingeleitet. Als Simon jedoch in der Praxis von Doktor Munshi ankommt, ist der Arzt nicht auffindbar. Die Türen sind verschlossen und von dem Doc fehlt jede Spur. In guter alter „Detektiv-Manier“ versucht Simon heraus zu finden was passiert ist. Nachdem ihr den Vorraum der Praxis durchsucht habt und den Zugangscode für eine der Türen erhalten habt, trefft ihr wenig später auf den verschwundenen Doktor.

Soma Review
Soma ist der neueste Horror Titel von Frictional Games, welche unter anderem für das Horrorspiel Amnesia bekannt sind.

Nach einer kurzen Linearen Unterhaltung mit Doktor Munshi, ist Simon für das Experiment bereit und steigt in den modifizierten Zahnartztsessel.


20.000 Meter unter dem Meer

Soma Review
In Soma erwartet euch eine dunkle Forschungsstation und eine ebenso packende Atmosphäre.

Nachdem euer Protagonist auf dem Sessel Platz genommen hat, wacht er in einem zunächst düsteren Raum auf. Simon befindet sich auf der Forschungstation Pathos II, welche sich tief auf dem Meeresgrund befindet. Die auf dem ersten Blick unbemannte Station gilt es jetzt zunächst zu erkunden und auf den Kopf zu stellen.

Nach und nach dringt ihr tiefer in die Station ein und lernt die Gefahren selbiger kennen.  Auf der Pathos II lauern einige Unterwasser-Mutanten darauf euch an den Kragen zu langen, sodass schnell ein Kampf auf Leben und Tod beginnt.  


Ist da noch Jemand?

Soma Review
Ein Lichtblick: Ihr seid nicht alleine auf der Forschungsstation.

Wenn ihr schließlich euer Überleben bei der ersten Begegnung mit dem Mutanten sicherstellen konntet, gilt es im Anschluss in der Kommandozentrale eine andere Abteilung der Einrichtung zu kontaktieren. Obwohl dies von dem einen oder anderen Misserfolg geprägt ist, schafft ihr es Catherine zu kontaktieren und mit ihr ein Treffen auszumachen.

Anschließen müsst ihr nun quer durch die Forschungseinrichtung stiefeln, wo neben kleineren Rätseln und philosophierenden Robotern auch noch Haufenweise Mutanten auf euch warten. Doch keine Sorge, die Welt von Soma hält noch weitere Überraschungen für euch parat.

Soma Review
Das Omnitool, ein etwas klobiger Scan-Apparat, welcher sowas wie ein Masterschlüssel darstellt. Dieser ermöglicht Simon den Zugang zu den Sicherheitsterminals in den verschiedenen Komplexen der Phatos II-Einrichtung und dient als Kommunikationsmittel zu Catherine.

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Die teils verlassene Phatos II Einrichtung, lässt sich nicht immer frei erkunden, meist müsst ihr durch kleinere Rätsel knobeln, um neue Areale freizulegen. Ob durch Tastenkombinationen einen Generator hochfahren oder über einen Kurzschluss die Türsteuerung überbrücken – die Rätsel sind durchaus abwechslungsreich gehalten und stellen einen schönen Ausgleich zum Überlebenskampf dar. Soma bietet viele dieser kleinen Knobelspiele, welche aber leider meist einfach, oder durch mehrfaches Probieren zu lösen sind.


Schaurige Unterwasserwesen

Pathos II wird von unzähligen Meeresmutanten besiedelt, welche euch regelmäßig das Leben erschweren. Da Simon nicht in der Lage ist die Wesen zu bekämpfen, gilt hier das „Hide and Sneak“-Prinzip. Mit anderen Worten versteckt ihr euch vor den Gegnern und schleicht davon, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt.

Soma Review
Die Mutanten auf der Forschungsstation wollen euch an den Kragen.

Auch wenn die Atmosphäre wirklich stimmig ist, muss man leider erwähnen, dass die Mutanten optisch ziemlich unspektakulär sind. Ihr Auftreten und Erscheinen kündigen sie dabei durch schlichtes schnaufen, poltern oder einer verzehrten Wahrnehmung in der Ego-Perspektive an. Hinzu kommt eine schlichte Wahrnehmung der Viecher, sodass sie euch – wenn ihr nicht eindeutig in ihrem Sichtfeld steht – auch nicht erkennen.


Atemberaubende  Tiefen der Unterwasserwelt

Das Team von Frictional Games, hat mit dem Design der Unterwasser- Szenen einen neuen Maßstab gesetzt. Auch wenn die Grafikenengine nicht den aktuellen Standards entspricht, wurde an der Unterwasserwelt mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Vor allem die Lichteffekte können sich auch noch heute durchaus sehen lassen. 

Soma Unterwasserwelt


Fazit: SOMA (Xbox One Version)

Mit Soma entführt uns Frictional Games in eine schaurig schöne Unterwasserwelt. Auch wenn uns das Setting der Pathos II Einrichtung an ein Crossover aus Bioshock und Dead Space erinnert, fanden wir schnell Gefallen an Simons Erkundungsreisen. Die liebevoll detaillierten Unterwasserausflüge stellen dabei ganz klar das Highlight des Horror-Survivals da. Nebenbei regen auch die Gespräche mit den Maschinen auf der Forschungsstation zum Nachdenken an. Die kleinen Rätsel welche leider meist zu einfach gestaltet sind lassen sich aber durch die Liebe zum Detail und mit einer packenden Story ausgleichen.


 

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