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Switch Tests

The Elder Scrolls V: Skyrim Review (Nintendo Switch)

Gute sechs Jahre ist es jetzt her, seit dem The Elder Scrolls V: Skyrim erstmalig erschienen ist. Danach wurde das riesige Abenteuer rund um Drachen, Elfen und anderen Wesen immer wieder für neuere Plattformen portiert und landete schließlich in diesem Jahr auch auf der Nintendo Switch. Ob das Fantasy-Epos auch auf Nintendos Hybrid-Konsole noch für offene Kinnladen sorgt, oder am Ende doch nur als Drachenfutter verwertbar ist, zeigt euch unser nachstehendes Review!

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Ein Karren voller Narren

Bevor wir allerdings auf die Punkte eingehen, was sich im Vergleich zu den anderen Versionen auf der Nintendo Switch alles ändert, möchten wir die Story einmal für Neulinge anschneiden.

The Elder Scrolls V: Skyrim
Drachen stehen bei Skyrim an der Tagesordnung und stellen sich euch regelmäßig in den Weg.

Zu Beginn befindet ihr euch auf einem nichtssagenden fahrenden Karren. Schnell stellt sich anhand einiger Gespräche mit anderen „Insassen“ heraus, dass euch eure Hinrichtung kurz bevor steht. Sobald ihr euren vermeintlichen Sterbeort schließlich erreicht, verlasst ihr das luxuriöse Vehikel und reiht euch vor dem Henker ein. Jetzt dauert es auch nicht lange, bis der erste abgeschlagene Kopf in einem dafür vorgesehenen Behältnis landet. Wie könnte es auch anders sein, ist der nächste Axtschwung euch bestimmt. 


Wer seid ihr Fremder?

Dementsprechend werdet ihr von einer weiteren Wache freundlich mit „ihr da“ aufgerufen. Er verlangt von euch, dass ihr euch vorstellt, da ihr angeblich nicht auf der Liste steht. Mit einem nahtlosen Übergang geht das Spiel in den Charaktereditor über und dürft euch neben verschiedenen Körpermerkmalen ein Geschlecht und euer Volk bestimmen. Darunter erwarten euch Rassen wie der stattliche Mensch, klassische Orks und Elfen, aber auch ausgefallene Erscheinungen wie die Argonier (Echsen) und Khajiit (Katzen). Jeder Typus verfügt über eigene Eigenschaften, so sind die Khajiit zum Beispiel hervorragende Schleicher, während Argonier beständiger gegen Krankheiten und Gift sind.

The Elder Scrolls V: Skyrim
Ihr dürft zwischen unterschiedlichen Rassen wählen.

Dovahkiin, Dovahkiin naal ok zin los vahriin

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Eine kurze Übersetzung: Drachenblut, Drachenblut, streitet voller Ehr‘ und Mut – und genau das, ist auch die Haupthandlung von The Elder Scrolls V: Skyrim. Während ihr euren Kopf gerade ganz gemütlich dem Scharfrichter präsentiert, rettet euch nämlich gerade das schicksalhafte Auftauchen eines Drachen das Leben. Zusammen mit einem Wachmann flieht ihr aus der Festung, welche von dem geflügelten feuerspeienden Echsenwesen nach und nach dem Erdboden gleich gemacht wird. Während des weiteren Fortlaufs der Handlung stellt ihr schließlich fest, dass ihr zu mehr bestimmt seid, als von einem Scharfrichter hingerichtet zu werden!


Was mache ich denn jetzt als Erstes?

Neben der Hauptquest, hält Skyrim auch noch zahlreiche Nebenaktivitäten für euch parat. Beispielsweise könnt ihr Dungeons betreten, sammelt für die Bewohner des Dorfes irgendwelche Gegenstände oder mischt euch im Rahmen einer Sidequest in eine „komplizierte“ Dreieckbeziehung ein. Die Nebenaufgaben machen dabei allesamt einen guten Eindruck und haben zu jeder Zeit ihre Daseinsberechtigung.

The Elder Scrolls V: Skyrim
Selbst das legendäre Master-Sword aus The Legend of Zelda hat es in das Spiel geschafft.

Im Gegensatz dazu ist es euch aber auch möglich die Richtung des Gesetzlosen einzuschlagen, indem ihr euch mit Leuten prügelt oder sie bestehlt.  Doch Vorsicht: Stirbt ein NPC, dann ist er tot und kommt nicht mehr wieder. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass eine mögliche zukünftige Quest oder ein potentieller Begleiter verloren ist. Solltet ihr zudem bei den „bösen“ Taten erwischt werden, belastet man euch mit einem Kopfgeld. Optional könnt ihr das Kopfgeld bei einer der Stadtwachen bezahlen und euch somit rein waschen.

Außerdem stehen euch noch eine Vielzahl von Gruppierungen zur Verfügung, denen ihr nach euren persönlichen Präferenzen beitreten könnt. Assassinen wählen so beispielsweise die dunkle Bruderschaft, während heranwachsende Magier sich auf die Pfade der Magiergilde begeben. Im Laufe einiger Questreihen ist es zudem noch möglich die ein oder andere „Verwandlung“ freizuschalten. Aufgrund von Spoilern, werden wir hier aber nicht weiter darauf eingehen.

The Elder Scrolls V: Skyrim
Mobil ein paar Drachen töten? Mit der Nintendo Switch kein Problem!

Natürlich stehen, wie bei anderen Rollenspiele, auch Stufenanstiege bei The Elder Scrolls V: Skyrims  an der Tagesordnung. Sobald euer Charakter eine Stufe aufsteigt, erhaltet ihr einen Talentpunkt. Zusätzlich zu der Charakterstufe, erhöht ihr bei Benutzung eurer Waffen, Rüstungen und Fähigkeiten eine der vielen Unterstufen. Das heißt, wenn ihr oft mit Pfeil und Bogen schießt, werdet ihr irgendwann in der Schießkunst aufsteigen. Steckt ihr hingegen oft Schläge ein, so werdet ihr beständiger und eure Rüstungen fangen mehr Schaden ab. Umso höher eines der Attribute schließlich ist, desto mehr Fähigkeiten lassen sich innerhalb des vorgesehenen Talentbaums erlernen. Dafür benötigt ihr die oben genannten Talentpunkte.


Technisch vergleichbar mit PlayStation 3 Version

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Technisch orientiert sich die Nintendo Switch-Version ganz klar an der Fassung der PlayStation 3. Während es auf der PlayStation 3 noch unzählige Fehler gab, wurden diese zum Glück nicht mit übernommen. Demgegenüber stehen aber immer noch abgehackte und altbackene Animationen, wodurch man dem Titel das Alter deutlich ansieht. Immerhin kam die erste Version von The Elder Scrolls V: Skyrim vor über einem halben Jahrzehnt auf dem Markt.

Im Handheld überzeugt die Performance auf ganzer Linie. Das Spielgeschehen ist flüssig und die Texturen sogar noch etwas schärfer. Im Gegensatz dazu müsst ihr euch mit ein paar Rucklern abgeben, wenn ihr im TV-Modus spielt. Für eine gelungene akustische Untermalung ist ebenfalls dank einem epischen Soundtrack gesorgt, der das Spielgeschehen ansprechend begleitet.

The Elder Scrolls V: Skyrim
Skyrim für die Nintendo Switch kommt mit amiibo-Support daher und schaltet verschiedene Goodies frei.

Nintendos hauseigene amiibo dürfen natürlich nicht fehlen, diese schalten zum Beispiel die Rüstung von Link aus The Legend of Zelda: Breath of the Wild frei.


Ungeahnte Steuerungsmöglichkeiten

The Elder Scrolls V: Skyrim auf der Nintendo Switch ist mit fast jeder Eingabemöglichkeit der Nintendo Switch spielbar. Lediglich das Spielen mit einem Joy-Con wird nicht unterstützt. Der Pro-Controller vermittelt dabei das klassische Gefühl, fühlt sich allerdings von der Reaktionszeit her im Vergleich zu dem Spielen mit zwei Joy-Con etwas träger an. Hinzukommt eine gewöhnungsbedürftige Bewegungssteuerung, welche sich nach Belieben ein- und ausschalten lässt. Theoretisch sollen wir anhand dieser unser Schwert selber schwingen dürfen, was aber aufgrund einer nervigen Zeitverzögerung nicht immer optimal von der Hand geht. Ein DayOne-Patch wurde bereits veröffentlicht, welcher die Bewegungssteuerung etwas optimiert und die genannten Ruckler eindämmt. Im Handheld spielt ihr hingegen, wie sollte es auch anders sein, mit beiden angedockten Joy-Con.

The Elder Scrolls V: Skyrim
Verschiedenste Gegnerarten stellen sich dem Drachenblut in den Weg.

Fazit:

AwardDoch wer braucht heutzutage eigentlich noch ein The Elder Scrolls V: Skyrim? Immerhin dürfte ein Großteil der Spieler bereits auf irgendeine Art und Weise mit dem Titel in Kontakt gekommen sein. Allem voran profitiert die Fassung für die Nintendo Switch natürlich sehr von dem mobilen Aspekt, welchen die Hybridkonsole bietet. Mal eben schnell in der Bahn einen Drachen töten? Kein Problem! Ihr habt zu Hause eine große Quest angenommen und müsst schnell los? Dann nehmt die Switch doch einfach mit und führt sie unter überragender Soundkulisse, wo und wann immer ihr wollt, fort.

Einzig die Ruckler im angedockten Modus, die altbackenen Animationen und die gewöhnungsbedürftige Bewegungssteuerung stellen nennenswerte Kritikpunkte dar.

Alles in Allem handelt es sich bei The Elder Scrolls V: Skyrim um ein zeitloses RPG. Fans von Game of Thrones, dem Fantasy-Genre und Drachenwie auch Neulinge der The Elder Scrolls-Reihe sollten auf jeden Fall einen Blick riskieren. Ob sich das Abenteuer auch noch für bereits alteingesessene Skyrim-Veteranen lohnt, muss im Endeffekt natürlich jeder selber entscheiden!


 

 

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