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Review: Serious Sam 3: BFE – Jewel of the Nile

Mit Serious Sam 3: BFE erschien ein Shooter, bei dem es weniger um taktische Vorgehensweisen geht, als abwechslungsarmes Geballer. So, wie man den guten alten Sam nun mal kennt. Mit der Veröffentlichung des Spiels erschien zeitgleich auch die Erweiterung „Jewel of the Nile“, um dass es in diesem kleinen Testbericht nun geht.

Nach dem mächtigen Kampf am Ende der Kampagne macht sich Sam auf den Weg nach Hause, dabei wird er jedoch, um nicht zu Spoilern, nochmals um Hilfe gebeten. So macht sich der Gute dann noch mal in Gebiete, in denen es wiedermal einige Tempel, jede Menge Sand und Steppen und noch mehr Gegner gibt. Die alten Gegner sind immer noch so angriffsfreudig wie vorher. Auch die neuen Gegner haben anscheinend Spaß daran, all ihr Angriffspotenzial ohne Rücksicht auf Verluste abzufeuern. Nach ein paar Rätseln und Clipping-Fehlern, tausend pixeltoten Monstern und rund zweieinhalb Stunden ist der Spielspaß der Kampagne nach einem dicken Endgegner auch schon wieder vorbei.

An sich gäbe es schon nichts mehr zu erzählen, würde es nicht noch den ein oder anderen Modus geben, den Ihr gegen andere Spieler spielen könntet. Zum einen wäre da der klassische Deathmatch-Modus, indem es darum geht, sich gegen maximal sieben andere Mitstreiter zu beweisen. Die Kartenvielfalt ist jedoch sehr gering. Darüber hinaus gibt es spezielle Spielmodi, wie z.b. „Sofortabschuss“, in dem ein einzelner Treffer der Tod bedeutet oder „Jagd auf die Bestie“, in dem ihr ein Kampagnen-Level spielt, dabei Punkte durch Monster-Kills sammelt und darin besser sein müsst, als die anderen Spieler, um euch behaupten zu können. Ab 10.000 Punkten gibt es dann auch eine Lizenz, die es euch erlaubt, die anderen Mitspieler zu töten und diese dadurch mit den Punkten nach hinten zu werfen. Insgesamt gibt es neun solcher Spielmodi, die für zwischendurch sicherlich ganz amüsant sind, auf Dauer jedoch schnell langweilig werden – zumal man recht selten, wenn überhaupt, eine Spiellobby findet. Im Fall einer nicht vorhandenen Spiellobby kann man eine eigene öffnen und dann darauf warten, dass jemand beitritt, was jedoch genauso selten eintrifft.


Fazit

Alles in allem ist die Erweiterung „Jewel of the Nile“ eher etwas für die hartgesottenen Fans von Serious Sam 3: BFE, da es zum einen zu wenig Umfang hat und zum anderen genauso wenig Abwechslung gibt wie vorher. Der Multiplayer reißt da nur wenig raus, da es schwierig ist, überhaupt eine Spiellobby zu finden. Das Einzige, was nach wie vor am meisten Spaß macht, ist, mit einem Freund im Splitscreen die Kampagne zu spielen – diesen gab es jedoch auch schon ohne Erweiterung.


Vielen Dank an Mastertronics für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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