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PS3 Tests

Testbericht: Painkiller: Hell & Damnation

Dass es nicht gerade das tollste Gefühl ist, zwischen Himmel und Hölle gefangen zu sein, soll uns mit Painkiller: Hell & Damnation, kurz auch einfach „HD“, wieder einmal gezeigt werden. Zwar erschien das Spiel für PCler bereits letztes Jahr, doch diesmal bekommen auch die Konsoleros was zum Daddeln. Der Ursprung des Spiels liegt mittlerweile neun Jahre zurück. Im Jahre 2004 erschien Painkiller für den PC und die Xbox. Damals noch von People Can Fly, wird der neuste Teil der Serie von The Farm 51 entwickelt. Die Abkürzung „HD“ lässt bereits erahnen, worum es sich hierbei handelt – um eine Art „Neuauflage“ des Ursprungs mit fortgeführter Story, wenn man das so nennen darf. Ob es sich lohnt, mit Daniel Garner im Purgatorium, also zwischen Himmel und Hölle, dem Bösen in den Hintern zu treten, erfahrt Ihr in unserer Review!

Painkiller HDDass sich der Protagonist Daniel Garner nennt, wisst ihr nun. Einigen von euch dürfte der Name bereits ein Begriff sein, denn im angesprochenen Ursprung des Spiels ist dieser ebenfalls der Held, der gegen das Böse kämpfte. In Painkiller: HD werdet Ihr durch eine kleine aber feine Sequenz darauf aufmerksam gemacht, wie Daniel Garner im Purgatorium landete. Während Daniel nach einem Autounfall dort gelandet ist, ist seine Frau Catherine verstorben. Nun versucht Daniel alles daran zu setzen, seine Frau lebendig wiederzubekommen. Der Sensenmann verspricht ihm deshalb, dass er seine Frau wiedersieht, wenn er ihm im Gegenzug 7.000 Seelen besorgt. In der Hoffnung, dass dieser ihn nicht wie der Teufel betrügt, macht sich Daniel an die Arbeit, die verlangten Seelen zu beschaffen.

Seelen, Seelen, nichts als Seelen

Da es nicht gerade wenig Seelen sind, die man sammeln muss, kann man sich denken, was auf einen zukommt, wenn man das Spiel einlegt. Es gibt enorm viele Gegner, denen man noch mehr Blei entgegen bringen muss.Gleichzeitig gibt es dermaßen wenig Story, dass man für das ganze Geballer auch genügend Zeit hat. Im Großen und Ganzen lässt sich das Prinzip mit dem von Serious Sam vergleichen, nur dass es sich hierbei um eine düstere Spielwelt mit dunklen Arealen sowie finsteren Kreaturen handelt und es auf der Unreal Engine 3 basiert. Auch die Steuerung ist vollends auf das sinnlose Ausschalten der Gegner ausgelegt. Ballern kann man, ohne aktiv nachzuladen, nur Munition muss eingesammelt werden. Es gibt jedoch ein Primär- und ein Sekundärfeuer, die bei bestimmten Gegnertypen in Kombination durchaus hilfreich sind. Mit der Schrotflinte lässt sich der Gegner erst einfrieren, anschließend in tausend Einzelteile zerlegen. Neben der Schrotflinte und einigen anderen Waffen gibt es auch den gegenüber dem Ursprung neu eingebrachten Seelenfänger, mit dem man Sägeblätter verschießen, Seelen aus der Entfernung einsammeln und damit später sogar eine Kreatur beschwören kann. Doch es läuft am Ende immer auf das Gleiche hinaus – den Pixeltod der Gegner. Trotz der vielen Gegner gibt es jedoch keine Möglichkeit, sich mit einem Sprint aus dem Staub zu machen, es gibt lediglich drei Tasten, mit denen man hüpfen und sich per Bunny-Hopping schneller fortbewegen kann. Wozu drei mal dieselbe Funktion zu gebrauchen ist, lässt sich nur erahnen, wir wissen es nicht. An sich ist die Steuerung jedoch sehr zugänglich und sehr einfach gehalten. Wer sich dennoch unsicher ist, kann vor Beginn der Kampagne ein kleines Tutorial durchspielen und sich mit der Steuerung und den wichtigen Features des Spiels vertraut machen. Da jede gefallene Kreatur eine Seele freilässt und Ihr diese einsammeln müsst, um die gewünschte Anzahl an Seelen zu sammeln, ist das Ziel noch etwas schwieriger zu erreichen, als sowieso schon. Habt Ihr jedoch einmal die symbolischen 66 Seelen eingesammelt, werdet Ihr in einen Dämon verwandelt, der die Gegner in einem Atemzug ausschalten kann. Kurze Zeit später ist der Spaß dann auch wieder vorbei und Ihr könnt erneut versuchen, die 66 Seelen einzusammeln.

Alles meins!

In jedem Level, den Ihr besucht und der oft ein neues Umgebungsdesign bietet, könnt Ihr Geheimbereiche mit heiligen Gegenständne, die euch Münzen einbringen, sowie neue Waffen finden. Außerdem gibt es dort Seelen, die eure Lebensanzeige minimal erhöhen. Zudem könnt ihr die bereits angesprochenen Münzen einsammeln und Tarotkarten freischalten, indem Ihr beispielsweise ein Level in einer bestimmten Zeit beendet oder genügend Geldstücke sammelt. Habt Ihr solch eine Tarotkarte, entweder in Gold oder Silber, gesammelt, könnt Ihr sie im Anschluss des Levels in einen vorgesehen Slot einbringen und damit das nächste Level bestreiten. Dies kann durchaus nützlich sein. Denn solche Karten in Silber erlauben es euch unter anderem, für eine kurze Zeit die Welt zu verlangsamen oder eure Lebensenergie zu erhöhen. Die Wirkung der goldenen Karten hält wiederum für die Dauer des gesamten Levels an. Habt Ihr euch dann auch irgendwann einmal in einer guten Zeit durch eines der Level gekämpft, eventuell sogar einen der Bossgegner besiegt und konnte nebenbei noch Einiges einsammeln, dann könnt Ihr später auch mal einen Blick auf die Statistiken oder Bestenlisten werfen. Auch ein höherer Schwierigkeitsgrad lässt euch in der Bestenliste besser aufsteigen. Insgesamt gibt es vier Schwierigkeitsgrade, bei denen bereits der normale sehr leicht ausfällt. Der letzte Schwierigkeitsgrad muss vorher erst freigespielt werden.
Painkiller HD 3Nun wisst Ihr in etwa, was euch im Spiel erwartet. Viele Gegner, diverse abgedrehte Waffen und helfenden Features, wie die Tarotkarten und der Dämonen-Modus. Dabei achtet man natürlich auch ein wenig auf die Grafik des Spiels, die nicht überragend und eher veraltet ist. Das ein oder andere Mal findet man zudem extrem matschige Texturen, die sich jedoch in Grenzen halten. Wird man von vielen Gegnern überrannt, kann es sogar dazu kommen, dass das Spiel kurzzeitig anfängt zu ruckeln. Der Soundtrack ist im Vergleich dazu, auch wenn er sich recht schnell wiederholt, wirklich passend und rundet das Spielgeschehen mit Rock-Musik während den Schlachten sehr gut ab. Letzteres liegt eventuell auch daran, wie schnell das Spiel doch durchzuspielen ist. Auf normalem Schwierigkeitsgrad ist der Spaß leider nach rund vier Stunden bereits beendet, wenn man nicht jedes Level gründlichst nach Münzen und Geheimbereichen absucht. Das erscheint dann doch als ein wenig zu mager.

Let’s play together!

Doch glücklicherweise gibt es ja noch den Multiplayer, haben wir uns gedacht. Zum einen wäre da der Survival-Modus, in dem Ihr mit bis zu vier Spielern gegen massig Gegner kämpfen müsst. An sich wäre das keine schlechte Idee. Doch hier geht es darum, als Erster das vom Host eingestellte Limit ausgeschalteter Gegner zu erreichen und dadurch das Spiel für sich zu entscheiden. Ebenfalls eher merkwürdig ist, dass man nach dem eigenen Pixeltod wieder respawnt wird und am Geschehen weiter teilnehmen kann. Spannung ist hier also eher nicht geboten. Zum anderen gäbe es da noch die klassischen Spielmodi (Team)-Deathmatch und Capture the Flag, in denen Ihr mit maximal acht Spielern gegeneinander antreten könnt. Doch wirklich herausragend sind diese nicht, weshalb mal schnell gelangweilt ist und sich wieder den 7.000 Seelen der Kampagne widmet, um Catherine wiederzubekomen. Da Painkiller: HD erst am 31. Mai 2013 erscheint, können wir auf die Aktivität auf den Servern und deren Leistung leider noch nicht weiter eingehen.


Vielen Dank an Nordic Games für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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