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Switch Tests

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy Review (Nintendo Switch)

Schon auf der PlayStation 4 und Xbox One gehörte die Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm-Reihe zu den besten Videospielumsetzungen, welche auf einen Anime basieren. Seinerzeits punktete der Titel durch seine herausragenden und spannenden Kämpfe, wie auch durch effektreiche Quick-Time-Events, die auch noch heute noch ihresgleichen suchen.

Schließlich ist es endlich so weit und das fulminante Effektgewitter feiert sein Debüt in Form der Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy auch auf der Nintendo Switch. Die Trilogie beinhaltet dabei die ersten drei Teile der Reihe. Warum die Abenteuer des energiegeladenen Shinobi Naruto in keiner Spielebibliothek fehlen sollten, verraten wir euch mit unserem nachstehenden Review.


Ein kleiner Junge mit einem großen Traum

 

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy
Naruto feiert seinen Einstand auf Nintendo Switch

Wer mit Naruto, in welcher Form auch immer, nicht so viel anfangen kann, dem werden wir noch einmal versuchen die Story kurz zusammenzufassen. Eines Tages wurde das Dorf hinter den Blättern (Konohagakure) von einem riesigen neunschwänzigen Fuchs angegriffen und zum Teil zerstört. Der damalige Hokage (Oberhaupt des Dorfes) Minato Namikaze opferte sein Leben im Kampf gegen die Urgewalt und versiegelte die Bestie in den Körper seines Sohnes Naruto.

Die Handlung setzt schließlich zusammen mit dem ersten Ableger der Trilogie Naruto Ultimate Ninja Storm ein paar Jahre später an. Aus dem kleinen Baby ist bereits ein waschechter Haudegen geworden, welcher nichts besseres im Kopf hat, als Schabernack zu treiben. So bekritzelt der Bub beispielsweise die in Stein gemeißelten Gesichter aller Hokage des Dorfes. Sein größter Traum ist es eines Tages selber einmal Hokage von Konohagakure zu werden.


Das Band zweier besten Freunde im Fokus

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy
In Naruto warten coole Anime-Kämpfe auf euch

Bevor es aber überhaupt einmal soweit kommt, gilt es für Naruto die Ninja-Akademie abzuschließen und zu einem Chunin aufzusteigen. Während seiner Schulzeit lernt er den coolen Sasuke Uchiha und die aufgeschlossene Sakura Haruno kennen, mit denen er sich schließlich anfreundet. Zusammen bilden sie das „Team 7“ unter der Leitung von Kakashi Hatake. So weit so gut, wäre da nicht ein Vorfall, welcher das Band der besten Freunde Sasuke und Naruto schwerwiegend auf die Probe stellt und Sasuke schließlich das Dorf verlässt. Wäre das nicht schon genug, macht sich die zwielichtige Organisation Akatsuki auf die Suche nach Naruto, um die Bestie in ihm zu absorbieren. Diese Bestien nennen sich übrigens Bijū-Geister. Von ihnen gibt es neun Stück und die genannte Gruppierung versucht alle von ihnen in ihren Besitz zu bekommen.

Nochmal ein paar Jahre später ist Naruto zu einem jungen Erwachsenen herangewachsen und versucht seinen besten Freund von seinen Rachegelüsten abzubringen, Hokage zu werden und Akatsuki zu zerschlagen. So ungefähr die spoilerfreie Kurzfassung der Geschichte. Während ihr im ersten Ableger der Trilogie den jungen Naruto steuert, spielt ihr bei Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja Storm 2 und 3 jeweils Naruto nach dem Zeitsprung. Im Grunde genommen sind Vorkenntnisse des Animes nicht nötig, da die Trilogie die äußerst spannende Hauptgeschichte sowieso bis zu einem gewissen Punkt nacherzählt.

Leider hat es der vierte Ableger der Reihe bisher noch nicht auf die Nintendo Switch geschafft, wodurch euch ein offenes Ende erwartet. Wer hingegen die Vorlage schon kennt, wird beim Abschluss von Naruto Shippuuden: Ultimate Ninja Storm 3 eine kleine Überraschung erleben. Das Ende ist nämlich im Vergleich zum Manga stark abgeändert, was einfach darauf zurückzuführen ist, dass Serie und Buch beim erstmaligen Erscheinen des Teils handlungstechnisch noch nicht an diesem Punkt angelangt waren.


Spannende Kämpfe mit eindrucksvollen Attacken

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy
Die Kämpfe in Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy haben es in sich

Das große Highlight der Titel sind definitiv die effektreichen und eindrucksvollen Kämpfe. Dank einer übersichtlichen 3rd-Person-Ansicht habt ihr, anders als bei anderen Beat ‚em ups die volle Bewegungsfreiheit. So kämpft ihr nicht nur auf festen Untergrund, sondern führt eure Auseinandersetzungen auf der Wasseroberfläche oder an steilen Bergwänden fort. Das Kampfsystem ist oberflächlich betrachtet bei jedem Ableger identisch, wurde aber mit jedem weiteren Spiel der Reihe optimiert. Dementsprechend stehen euch neben genretypischen Schlagkombinationen und Würfen, auch noch die Möglichkeit bahnbrechende Jutsus (Fähigkeiten) zu entfesseln und auf Hilfsmittel wie Wurfsterne zurückzugreifen.

Jeder Charakter bietet dabei individuelle Stärken und Schwächen. Während also beispielsweise Rock Lee sich voll und ganz auf sein Tai-Jutsu (Körperkampf) beschränkt, entpuppt sich  der „Kopierninja“ Kakashi Hatake als Allrounder, welcher auf viele verschiedene elementare Techniken zurückgreift. Dabei solltet ihr die blaue Chakra-Leiste unter eurer Lebensanzeige stets im Auge behalten. Denn nur wenn ihr genug Chakra habt, könnt ihr mächtige Angriffe entfesseln. Damit euer Vorrat nicht gen null tendiert, könnt ihr blaue Kügelchen aufsammeln, welche der Gegner nach einem Niederschlag verliert. Alternativ lässt sich das Chakra durch das Gedrückthalten einer Taste aufladen. Wenn ihr schließlich genügend Chakra angesammelt habt, könnt ihr per Knopfdruck ein normales Jutsu oder im besten Fall ein ultimatives Jutsu entfesseln. Letztere werden bei einem erfolgreichen Einsatz eindrucksvoll in Szene gesetzt.

Zudem ist es euch noch möglich Angriffe zu blocken oder ihnen in bester Shinobi-Manier auszuweichen (ihr tauscht die Position mit einem Baumstamm). Allerdings ist das Ausweichen begrenzt und durch eine kurze gelbe Leiste symbolisiert.

Für die meisten Kämpfe stehen zwei Hilfscharaktere zur Verfügung. Mit den Schultertasten lassen sich diese aktivieren und helfen euch auf verschiedenste Art und Weise.


Ein bisschen Open-World gefällig?

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy
Die offene Welt lädt zum Erkunden ein.

Solltet ihr nicht gerade innerhalb eines Kampfes stecken, so dürft ihr in gewissen Maßen eine Open-World erkunden. Obgleich ihr euch im ersten Ableger der Reihe noch relativ frei in Konohagakure bewegt, bekommt ihr bei den Nachfolgern lediglich die Chance einzelne Abschnitte abzulaufen und zu untersuchen. Dafür ist die Welt aber deutlich größer, da ihr auch außerhalb und sogar in den anderen Dörfern herumlaufen dürft. Nebenbei gibt es auch noch einiges zu tun. Zum Beispiel beteiligt ihr euch an kleineren Nebenaufgaben, sammelt versteckte Objekte wie Schriftrollen oder macht euch auf die Suche nach verfluchten Puppen. Leider wirkt Narutos frei erkundbares Heimatdorf aus Naruto Ultimate Ninja Storm ein wenig leblos, sodass hier etwas Potenzial verschenkt wurde.

Obwohl sich die einzelnen Teile immer nur geringfügig verbessern, bietet der dritte Teil des Pakets erstmalig die Möglichkeit vor dem Kampf Entscheidungen zu treffen. Diese haben dabei zwar keine Auswirkungen auf die Story, ermöglichen den Spieler aber einen Kampf aus einer anderen Perspektive anzugehen.


Riesige Beschwörungen und bahnbrechende Quick-Time-Events

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy
Die Beschwörungen sind extrem cool

Ninja aus Naruto sind in der Lage Verträge mit vertrauten Geistern einzugehen. Dementsprechend kann Naruto in der Serie beispielsweise riesige Kröten beschwören, Orochimaru bedient sich einer gigantischen Schlange und Tsunade wird von einer extrem großen Nacktschnecke begleitet.

Während der Handlung müsst ihr euch ebenso verschiedenen solcher Wesen in grandiosen Bosskämpfen stellen. Im Grunde genommen laufen diese Kämpfe genauso ab, wie die üblichen Konfrontationen der Ultimate Ninja Storm-Reihe, allerdings werden diese noch regelmäßig mit bahnbrechenden Quick-Time-Events inszeniert. Dabei bewertet das Spiel je nach Reaktionszeit eure Eingaben mit Sternen und sobald ihr ein Quick-Time-Event mit Bravour bestanden habt, dürft ihr euch als Belohnung über eine geheime Zwischensequenz erfreuen. Dazu sei noch gesagt, dass auch die normalen Klopperien innerhalb der Hauptgeschichte meist noch mit solchen Events bestückt sind.


Online-Mehrspieler

Außerdem enthält der zweite- und dritte Teil noch einen Online-Mehrspieler. Natürlich ist jeder der Titel auch im lokalen Multiplayer spielbar, sodass ihr euch mit einem Kumpel oder Bekannten auch vor dem Fernseher messen könnt. Neben einer ranglosen Spielvariante, könnt ihr im Online-Modus natürlich auch Rangkämpfe abschließen und sogar Turniere erstellen. Dabei wiesen die Online-Begegnungen kaum Verbindungsprobleme auf und verliefen die meiste Zeit über reibungslos.


Technisch auf hohem Niveau

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy
Technisch hat Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy einiges auf dem Kasten

Erfreulich: Die Nintendo Switch-Version steht den Fassungen von der Xbox One und PlayStation 4 in fast nichts nach. Lediglich die Auflösung wird im angedockten Modus lediglich mit 900p und nicht wie bei den anderen beiden Systemen in 1080p wiedergegeben. Ansonsten läuft das Spiel mit konstanten 30 Bildern pro Sekunde.

Wie in den damals erschienenden Versionen, haben es auch in der Trilogie die japanischen- und englischen Sprecher in das Spiel geschafft. Begleitet wird die gelungene Vertonung stets mit deutschen Bildschirmtexten und einem facettenreichen Soundtrack.

Eine einfache Steuerung rundet das Gesamtpaket schließlich noch ab. Trotzdem gibt es zwar verschiedene Combos, welcher aber zu keiner Zeit das Ausmaß anderer Prügler annehmen. Kurzum dürften auch Neulinge, dank der zugänglichen Steuerung, eine ganze Menge Spaß mit dem Titel haben.


Fazit:

AwardWer bisher noch nicht in den Genuss der Ultimate Ninja Storm-Reihe gekommen ist, der sollte dies jetzt schleunigst nachholen. Die Geschichte rund um Narutos Abenteuer ist sehr spannend und wird auch innerhalb der Spiele hervorragend inszeniert. Nicht zuletzt auch aufgrund der packenden Kämpfe und den effektreichen Quick-Time-Events, welche euch bei grandiosen Bosskämpfen erwarten.

Auf der anderen Seite fallen die begehbaren Orte außerhalb der Kabbeleien aber etwas mau aus. Ebenso hätten ein paar mehr und innovativere Nebenmissionen und einflussreichere Entscheidungen dem Titel gut zu Gesicht gestanden.

Unbeschadet dessen überzeugt das Beat ‚em Up allerdings  auch aus technischer Sicht und steht den Versionen der anderen Plattformen in nichts nach. Unter dem Strich können wir also für Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung für Naruto- und Animefans aussprechen, doch auch alle anderen sollten dem eine Chance geben.


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