Image default
3DS Reviews

Mario Party The Top 100 Review

Mit Mario Party The Top 100 lässt es Nintendo noch einmal auf den Geräten der Nintendo 3DS-Familie krachen. Mit dem neuesten Teil der beliebten Minispiel-Reihe erhält der Handheld einen weiteren potenziellen Mehrspieler-Kracher für bis zu vier Spieler. In der neuen Compilation erwarten euch 100 ausgewählte Minispiele aus den zehn bisher veröffentlichten Heimkonsolen-Serienteile der Mario Party-Reihe. Ob das Spiel mit den aufgewärmten Inhalten dennoch für Spielspaß sorgen kann, verraten wir euch in unserem Test. 

Große Auswahl: 100 Minispiele haben es in die Compilation geschafft.

Mario Party: The Top 100 – Minispiel-Paradies

Mario Party: The Top 100 bietet zumindest laut Nintendo die 100 besten Minispiele der Mario Party-Reihe. Mir würden nach meinem Test zwar zahlreiche bessere Minispiele einfallen, die es nicht auf das Modul geschafft haben, aber letztlich ist dies auch eine subjektive Meinung. Nichtsdestotrotz dürfen sich Nostalgiker durchaus vor Freude die Hände reiben, da The Top 100 aus allen zehn Hauptteilen der Reihe einige Minispiele bietet. Die Verteilung der Games fällt in meinen Augen aber recht unausgeglichen aus. Einige Serienteile wirken unterbesetzt, während andere sehr stark repräsentiert wurden.

Direkt im Hauptmenü angekommen, werden sich einige wundern, dass der neue Ableger keinen Fokus auf das traditionelle Mario Party-Konzept legt und keinen klassischen Brettspielmodus bietet. Für Solisten warten die Minispiel-Inseln auf ihre Erkundung. Hier nehmt ihr auf vier Inseln nach und nach an den 100 Minispielen teil und schaltet diese dadurch frei. Zur Auswahl stehen euch diesmal gerade einmal acht Charaktere, keiner von ihnen muss freigeschaltet werden. Lieblinge wie Toad, Toadette oder Donkey und Diddy Kong fehlen gänzlich! Für eine gewisse Zeit kann dieser Spielmodus aber dennoch motivieren, bis ihr alle vier Inseln erfolgreich absolviert habt.

Der Fokus liegt diesmal klar auf den Minispielen. Diese können in diversen Turnieren oder einzeln absolviert werden. Zu Beginn des Spiels sind rund 50 Minispiele freizugänglich, während der Rest freigespielt werden muss. Optisch wurden die Spiele natürlich an die technischen Fähigkeiten des Nintendo 3DS angepasst. Hier profitieren vor allem die N64-Ableger von den überarbeiteten Texturen und schickeren Lichteffekten. Ein 3D-Effekt wurde ebenso implementiert, was bei vielen aktuellen 3DS-Spielen ja eher die Ausnahme darstellt. 

Klassiker: N64-Fans werden sich an dieses Minispiel sicher noch gut erinnern.

Mangelnde Abwechslung

Neben dem Spielmodus „100 Minispiele“ und „Minispiel-Inseln“ wartet auch das „Minispiel-Match“ darauf ausprobiert zu werden. Hier spielt ihr über 10 bis 50 Runden auf einem sehr einfach gehaltenen Spielbrett um den Gesamtsieg. Hier gilt es Minispiele zu gewinnen, Sterne zu sammeln und Münzen einzuheimsen. Leider kann das Spielbrett keineswegs mit den traditionellen Brettern der Reihe mithalten und offenbart aufgrund der stark willkürlichen Verteilung der Sternballons auch einen großen Zufallsfaktor. Vom traditionellen Mario Party-Feeling ist hier leider nicht viel zu spüren, da auch die Minispiele nur recht selten an der Tagesordnung stehen. 

Darüberhinaus warten noch der „Turnier-Modus“ und „Dekathlon“ auf ihre Entdeckung. In ersterem tretet ihr gegen Freunde und die K.I. an und müsst als erstes wahlweise drei oder fünf Minispiele gewinnen, während beim Dekathlon am Ende einer Minispielreihe die meisten Punkte auf eurem Konto sein müssen, um als Sieger hervorzugehen. 

Nostalgiker freuen sich zudem über über den Menüpunkt „Sammlung“. Hier erwarten euch Informationen rund um die Mario Party-Reihe und könnt euch einzelne Musikstücke noch einmal anhören. Unterm Strich fällt die Dauermotivation vor allem für Solisten ziemlich gering aus. Es gibt neben den Minispielen im Prinzip keine freispielbaren Inhalte und aufgrund des fehlenden Brettspielmodus fehlt die Abwechslung. 

Yoshi will seinen Mega-Pilz nutzen.

Mehrspielerspaß

Zur Höchstform läuft Mario Party: The Top 100 mit menschlichen Mitspielern auf. Hier punktet das Spiel mit seinen Minispielen und der Möglichkeit des Download-Plays. Ihr benötigt für die Mehrspielerpartien nur ein Spielmodul und könnt euren Freunden eine Download-Version senden, sodass sie mit euch mitspielen können. 

Hier stehen Schadefreude, Spaß und Spannung im Vodergrund, da die Minispiele gegen die K.I. vor allem für Kenner der Reihe doch etwas zu einfach ausfallen. Apropos einfach: Die Steuerung geht am Nintendo 3DS gut von der Hand und wurde gut umgesetzt. In den meisten Fällen kommen das Schiebepad und die Aktionsknöpfe zum Einsatz, während manche Minispiele aber auch den Einsatz des Mikrofons und des Touchscreens erfordern. Einem lockeren Mehrspielerspaß steht also nichts im Weg, auch wenn die beiden anderen 3DS-Ableger der Reihe einfach einen größeren Wiederspielwert bieten.


Fazit: Mario Party: The Top 100

Mario Party: The Top 100 ist auf dem Papier eine nette Hommage an die erfolgreiche Party-Reihe aus dem Pilzkönigreich. Die Minispielauswahl ist im großen und ganzen gelungen und gut umgesetzt, auch wenn ich den einen oder anderen Klassiker vermisse. Leider muss man dem Titel aber auch ankreiden, dass ihm der Spielspaß und die Motivation für Solisten sehr schnell ausgeht. Neben den Minispiel-Inseln gibt es für Solisten leider nur sehr wenig zu erledigen. Im Mehrspielermodus punktet der Titel dafür mit viel Spielspaß und einer großen Palette an Minispielen. Schade, dass es nur ein sehr uninspiriertes Spielbrett mit auf das Modul geschafft hat. So lässt der Titel viel Potenzial liegen und empfiehlt sich wohl nur für eingefleischte Mario Party-Fans. Alle anderen sollten sich wohl eher Mario Party: Island Tour oder Mario Party: Star Rush zu Gemüte führen. 


verwandte Beiträge

Testbericht: Fate/EXTELLA: The Umbral Star (Nintendo Switch)

Lars Schulze

Testbericht: Splatoon 2

Nature225

Testbericht: Landwirtschaftssimulator 2013