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3DS Switch Tests

Fire Emblem Warriors Review

Mit Hyrule Warriors und dem später für den Nintendo 3DS erschienen Hyrule Warriors Legends lieferten Nintendo und Tecmo Koei eine der interessantesten Cross-Over-Erfahrungen der letzten Jahre ab. Nicht nur Fans und Kritiker zeigten sich von dem Musou-Abenteuer im Zelda-Universum begeistert, auch die Verkaufszahlen gaben dem Experiment recht. Nun wagen beide Unternehmen mit Fire Emblem Warriors eine erneute Kooperation. Ob das strategisch geprägte Fire Emblem ebenfalls in turbulenten Echtzeitschlachten funktionieren kann haben wir für euch herausgefunden.

Helden vereinigt euch!

Fire Emblem Warriors ist sowohl für die Nintendo Switch, als auch für die Geräte der New Nintendo 3DS-Familie erschienen. Beide Spiele sind weitgehend inhaltsgleich, bieten allerdings doch einige technische Differenzen, auf die wir später genauer eingehen wollen. Zunächst beschäftigen wir uns allerdings mit der Story des Titels. Direkt zu Beginn bricht das Chaos über das friedliche Königreich Aytolis herein. Über dem Schloss brauen sich dunkle Wolken auf, aus denen mysteriöse Monster fallen, die das Schloss angreifen. Hinter dem ganzen Schlamassel steckt der Chaos-Drache, der im Fokus der eigens für den Titel erdachten Handlung steht.

Nun schlüpft ihr wahlweise in die virtuelle Haut einer der beiden Thronfolger Rowan oder Lianna, die gemeinsam mit ihrer Mutter, Königin Yelena fliehen wollen. Leider bleibt die Königin auf der Flucht zurück, sodass es nun an euch liegt, um das Königreich zu kämpfen und wieder Frieden in die Welt zurückzubringen. Hierfür starten wir eine große Reise, auf deren Weg wir viele bekannte Gesichter aus der Fire Emblem-Historie wiedersehen.

Auf ihrem Weg werden Rowan und Lianna von Darius, einem herausragendem Kämpfer begleitet, der die beiden zu einem Tempel begleiten soll, wo ein von der Königin ausgehändigter Schild wiederhergestellt werden soll, der mit seinen magischen Kräften den Chaos-Drachen verbannen soll, der für das ganze Unglück verantwortlich ist.

Auf in die Schlacht!

Bekannte Kost mit interessanten Einflüssen

Gameplaytechnisch erwartet euch wie bei Hyrule Warriors ein interessanter Gameplaymix. Bekannte Musuo-Kost wird hier mit den taktischen Feinheiten der Fire Emblem-Reihe angereichert, um so ein stimmiges Gesamtbild zu bieten. So könnt ihr während der Kampagne wie in den Originalspielen der Fire Emblem-Reihe festlegen, dass gefallene Mitstreiter für immer verloren sind. Die Schlachten führen euch auf weitläufige Areale, die in mehrere Abschnitte unterteilt sind. Zumeist ist es eure Aufgabe einen bestimmten Zielpunkt zu erreichen, Gegner auszuschalten, Kammeraden zu schützen oder Stützpunkte zu verteidigen. Um diese Ziele zu erreichen gilt es die Knöpfe eurer Switch beziehungsweise eures New Nintendo 3DS zum Glühen zu bringen.

Auf Knopfdruck schnetzelt ihr euch wie ein junger Gott durch hunderte von Gegner und entfesselt Spezialangriffe, um auf einen Schlag eine ganze Einheit auszuschalten. Positiv fällt dabei auf, dass die Entwickler auch hier die taktischen Feinheiten eines Fire Emblems beachtet haben und das Waffendreieck in Fire Emblem Warriors Beachtung findet. So sind Schwertangriffe besonders gut gegen behäbige Äxte, während diese gegenüber Lanzen im Vorteil sind. Lanzen sind wiederrum Schwertträgern überlegen, sodass durchaus eine taktische Komponente Einfluss auf die Schlachten hat.

Gerade in hektischen Situationen, wenn ihr schnell einen Zielpunkt erreichen müsst, solltet ihr das Waffendreieck im Hinterkopf behalten. Auf Knopfdruck könnt ihr in den meisten Missionen zwischen diversen Helden hin- und herschalten, um euch so Vorteile zu erarbeiten und Gegner einzukesseln. Auch die einzelnen Klassen der Charaktere wirken sich auf das Spielgeschehen aus. Während Nahkämpfer direkt in Geschehen eintauchen, greifen Bogenschützen eher aus der Distanz aus und besitzen daher nicht so eine Durchschlagskraft. Darüber hinaus finden sich auch Reiter im Spiel, die mit ihren Pferden flott über die Schlachtfelder gelangen und so Missionszielpunkte besonders schnell erreichen. Die Schnelligkeit geht allerdings auf Kosten der Angriffsgenauigkeit, da die Angriffe eher flächendeckend ausgelegt sind.

Auch in Fire Emblem Warriors geht es turbolent zu auf dem Schlachtfeld.

Gemeinsam sind wir stark

Alles in allem haben es ganze 23 Helden in Fire Emblem Warriors geschafft. Viele davon besitzen ihren ganz eigenen Kampfstil und erfordern dadurch zum Teil auch etwas Einarbeitungszeit. Pro Mission seid ihr maximal mit bis zu vier Partnern unterwegs, zwischen denen ihr via Knopfdruck wechseln könnt. Optional ist es auch möglich euren Begleitern über das Kartenmenü Befehle zu geben. Die von der K.I. gesteuerten Charaktere übernehmen die Aufträge dabei zufriedenstellend und stellen durchaus eine gute Hilfe dar, sodass durchaus eine taktische Komponente bei den Schlachten Einzug hält.

Befinden sich mal zwei Helden in unmittelbarer Nähe, lassen sich auch spezielle Teamangriffe entfesseln, die besonders stark ausfallen und sogar Schilddeckungen durchbrechen können. Einfluss auf die Stärke der Partnerangriffe hat wie in der Strategiereihe unter anderem die Bindung der einzelnen Charaktere zueinander. Exklusiv auf der Nintendo Switch könnt ihr sogar mit einem menschlichen Mitspieler kooperativ in die Schlachten ziehen. Auf dem New 3DS ist diese Funktion leider nicht verfügbar. 

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Die Umsetzung auf den Handheld

Wie wir bereits angeschnitten haben, ist Fire Emblem Warriors auch für den New Nintendo 3DS und New Nintendo 2DS XL erhältlich. Der Titel ist für den Handheld im Prinzip inhaltsgleich zur Nintendo Switch-Variante, dennoch muss man mit einigen Abstrichen leben. So gibt es keinen kooperativen Zweispielermodus und die Grafik ist deutlich detailärmer als auf der Switch. Wie schon Hyrule Warriors Legends zeigt das Spiel die Hardwaregrenzen des Handhelds auf, da viele Objekte und Gegner erst relativ spät ins Bild ploppen und die Bildrate bei viel Action etwas in die Knie geht. 

Auf einen 3D-Effekt verzichteten die Entwickler diesmal von Beginn an, sodass ihr das Abenteuer nur in 2D genießen könnt. Ein netter Vorteil der 3DS-Version im Vergleich zur Switch Variante ist der Touchscreen. Auf diesem wird die Übersichtskarte angezeigt und ist dabei besser zu erkennen als auf der Nintendo Switch, wodurch die Orientierung einfacher ausfällt. Davon abgesehen ist Fire Emblem Warriors auch auf dem New Nintendo 3DS ein gelungenes Musou-Abenteuer mit viel Fan-Service und überraschend taktischen Einflüssen.

Nicht ganz so chic wie auf der Switch: Fire Emblem Warriors für Nintendo 3DS.

Viel zu tun: Der Historische Modus

Sowohl auf dem Nintendo 3DS als auch auf der Nintendo Switch wartet auf Fans der Historische Modus. Dieser ist eine äußerst umfangreiche Alternative zum Storymodus und versetzt euch in bekannte Schlachten aus der Seriengeschichte der Fire Emblem-Reihe. Grundsätzlich erinnert der Historische Modus an den „Legenden Modus“ aus Hyrule Warriors, sodass für Fans hier einiges an Fan-Service geboten wird. 

Auch die optische Präsentation von Fire Emblem Warriors punktet mit einem stimmigen Comic-Stil. Sicherlich reißt der Titel optisch keine Bäume aus, viel zu meckern gibt es aber auch nicht. Die Schlachten sind effektgeladen und die Schauplätze sehr abwechslungsreich. Die Story wird im Spiel sowohl in englisch vertonten Zwischensequenzen als auch in Textboxen (deutsch) erzählt. Für Fans gibt es auch die japanische Originalspur der Sprachausgabe auf der Nintendo Switch. 

Einzig die Übersichtskarte macht auf der Switch durchaus zu schaffen und vermittelt nicht immer den perfekten Überblick über das Geschehen. Hier kamen wir auf dem Nintendo 3DS besser zurecht. 


Fazit: 

AwardFire Emblem Warriors punktet mit einer tollen Integration bekannter Spielmechaniken der Taktikreihe in dem hektischen Kampfgeschehen eines Warriors-Spiels. Tecmo Koei ist hier wahrlich ein gelungenes Crossover beider Spielereihen gelungen, welches mit motivierenden Schlachten, einer guten Story, viel Umfang und Abwechslung punkten kann. Das Spiel wirkt noch durchdachter als Hyrule Warriors auf der Nintendo Wii U und konnte uns mit den überraschend strategischen Einflüssen der Fire Emblem-Reihe bei Laune halten. Wer das Waffendreieck im Blick hat und die Vorzüge der einzelnen Charaktere kennt, kann sich in den Schlachten entscheidende Vorteile erarbeiten und so über Sieg- und Niederlage bestimmen. Wenn ihr Fire Emblem liebt und euch das Musou-Prinzip nicht abschreckt, solltet ihr dem Titel unbedingt eine Chance geben. Auf der Nintendo Switch bietet der Titel obendrein einen sehr spaßigen Koop-Modus für zwei Teilnehmer!


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