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PS4 Tests

Dynasty Feud Review

Mit Dynasty Feud erscheint ein 2D-Brawler aus dem Hause Kaia Studios für die PlayStation 4. Ursprünglich erschien der Titel auf Steam für den PC. In dem kompetitiven 2D-Jump ’n‘ Run-Prügelspiel geht es darum, sich mit bekannten Dynastien, wie den Rittern aus dem Hause Arthurs oder dem Wikinger-Clan Yngling, auf bildschirmfüllenden Arenen zu bekämpfen. Auf den ersten Blick erinnert das Gemetzel dabei stets an Spiele wie Brawlout oder Super Smash Bros.. Warum Dynasty Feud aber spielerische Individualität aufweist, zeigt unser Testbericht!

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One-Hit-Wonder

Anders nämlich, als bei oben genannten Spielen, gibt es bei Dynasty Feud keine Lebensanzeige. Folglich halten die verfügbaren 40 Charaktere nur einen Treffer aus, bevor sie an den Toren von Walhalla anklopfen. Damit die Runden aber nicht nach wenigen Sekunden ein Ende finden, bestreitet ihr, wie der Name schon sagt, die Kämpfe in Dynastien. Kurzum bildet ihr ein bis zu fünf köpfiges Team aus verschiedenen individuellen Charakteren. Einige Spielfiguren verfügen zum Beispiel über zwei Nahkampfangriffe, während andere wiederum auf den Fernkampf setzen und ihre verschossenen Projektile selber wieder aufsammeln müssen. Als Drittes reihen sich noch die wenig vorhandenen“Kugelangriffe“ ein, diese weisen eine hohe Geschwindigkeit und Reichweite auf. Die Runde ist beendet, sobald nur noch ein Spieler mit seiner Dynastie am Leben ist.

Dynasty Feud Review
Satte 40 Charaktere stehen am Ende zur Verfügung.

Ziemlich cool: Vorab ausgeschiedene Spieler dürfen nicht nur zuschauen, sondern dürfen andere Spieler als Schutzgeister triezen. Dadurch seid ihr in der Lage den Bildschirm per Tastendruck zu verdunkeln oder die Steuerung eines Spielers zu beeinflussen.


Von schweren Rittern zu opfernden Azteken

Die einzelnen Stämme oder Clans weisen außerdem noch einzigartige Stärken und Schwächen auf. Beispielsweise sind die Ritter Arthurs dank ihrer Rüstungen sehr widerstandsfähig, reagieren allerdings recht langsam. Demgegenüber stehen die Azteken, die sich selber opfern, um die sogenannte „Super-Feud-Leiste“ zu füllen. Neben der Opferung der Azteken, füllt sich die Feud-Leiste ansonsten durch das erfolgreiche Bezwingen eines Gegners und schneller noch, wenn ihr selber ins Gras beißt. Bei aufgeladener Leiste, ist es euch möglich einen verheerenden Superangriff zu starten.

Dynasty Feud Review
Die interaktiven Arenen machen allesamt einiges her.

Aufgrund der verschiedenen Spezialfähigkeiten, ist es ratsam nicht nur einen Charakter zu beherrschen. Wenn ihr also richtig gut in Dynasty Feud werden wollt, solltet ihr euch mit den Stärken und Schwächen der einzelnen Kämpfer auseinander setzen.


Lebendige Arenen und ein geringes Aufgebot an Spielmodi

Eine große Stärke von Dynasty Feud sind die unterschiedlichen interaktiven Level. So bekämpft ihr euch mal auf einem einstürzenden Berg, wohingegen ihr die Fehde ein anderes Mal auf einem fahrenden Zug „ausdiskutiert“.

Für einsame Wölfe hat Dynasty Feud nicht viel übrig, wie bei den meisten 2D-Brawlern liegt auch hier der Fokus ganz klar auf dem Merhspieler-Modus. Somit stehen euch lediglich ein Trainingsmodus, wie auch ein lokaler- und Online-Mehrspieler zur Verfügung. Der Online-Modus verfügt dabei über einen Ranglisten-Modus, dem „Schnellen Spiel“ und der Möglichkeit private Räume zu eröffnen. Lokal könnt ihr euch neben der Familienfehde (jeder gegen jeden) auch noch im zwei gegen zwei, sowie im Modus „All-Stars“ messen. Zur kurzen Erklärung: Bei der All-Stars-Variante stellt ihr euch ein fünfköpfiges Team aus allen Familien, Clans und Stämmen zusammen.

Dynasty Feud Review
Wenn unterschiedliche Clans und Familien aufeinandertreffen, bleibt kein Stein auf dem anderen liegen.

Auch wenn Dynasty Feud aus technischer Sicht solide läuft und auch der Soundtrack das Spielgeschehen anständig begleitet, muss sich der Titel ein paar Abstriche im Bereich des Balancing gefallen lassen. So fallen die Ritter von Arthur beispielsweise im Vergleich zu anderen Familien schlichtweg ein wenig zu stark aus.


Fazit:

Dynasty Feud ist ein witziger 2D-Multiplayer-Brawler, welcher dank interaktiven Arenen, einem ganzen Haufen an verrückten Charakteren und innovativen Ideen für kurzweiligen Mehrspieler-Spaß sorgt. Vor allem die Aspekte, dass jeder Treffer das Aus bedeuten kann, wie auch dem Zusammenstellen eines fünfköpfigen Teams pro Spieler hebt den Titel von vergleichbaren Spielen wie Brawlout oder Super Smash Bros. ab und versprechen spannende Kämpfe.

Einzig die ungenügende Auswahl an Spielmodi, gerade im Einzelspieler-Bereich, und die Balancing-Probleme stoßen ein wenig unangenehm auf. Dennoch können Fans des Genres und Besitzer einer PlayStation 4 ruhig mal einen Blick in Dynasty Feud wagen, da es schlichtweg nicht viele Alternativen gibt.


 

 

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