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Blossom Tales The Sleeping King Review

Mit Blossom Tales The Sleeping King erschien kürzlich aus dem Hause FDG Entertainment ein neues Action-Adventure, welches sich ganz offensichtlich als Hommage älterer Titel der The Legend of Zelda-Reihe entpuppt. Ob es sich bei Blossom Tales The Sleeping King um einen guten Klon handelt, oder es doch nur ein billiger Abklatsch ist, zeigt der nachfolgende Testbericht!

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Blossom Tales The Sleeping King: Opa, erzählst du uns eine Geschichte?

Wie schon oberhalb des Absatzes beschrieben, bedient sich Blossom Tales The Sleeping King ganz klar an den alten Klassikern der The Legend of Zelda-Reihe. Dabei spielt Entwickler Caipirinha Games mit offenen Karten und zeigt seine Inspiration gänzlich offen. Die Handlung des Titels ist eine Gute-Nacht-Geschichte, welche ein Großvater seinen beiden Enkeln erzählt.

Dabei werden Veteranen von Zelda die erste Anspielung zu Nintendos grün tragenden Helden bereits im Intro feststellen können. Folglich bitten die Enkel darum, nicht schon wieder eine Geschichte über einen Elfenjungen und eine Prinzessin zu hören. Und tatsächlich, erzählt der ältere Mann eine vollkommen andere Geschichte und legt somit das Fundament für die Story des Spiels.

Blossom Tales
Die Dungeon-Items sind zum Abschließen des jeweiligen Dungeons nötig.

In der Geschichte übernehmt ihr die Rolle der Ritter-Anwärterin Lily, welche auch gleichzeitig als Protagonistin fungiert. Es ist ein großer Tag für Lily, denn sie wohnt einer Rekrutierungszeremonie bei. Plötzlich kommt alles anders und ein ungeahnter Vorfall sorgt dafür, dass der König in einen endlosen Schlaf fällt.

Wie es halt immer so ist, liegt es jetzt an Lily das Übel abzuwenden und das Böse zu besiegen. Damit euch dies gelingt, gilt es drei Zutaten aus verschiedenen Gebieten zu bergen. Im ansehnlichen Pixel-Look durchstreift ihr in bester A Link to the Past verschiedene Dungeons, sammelt Herzteile, wie auch allerlei nützlicher Gegenstände und werdet immer wieder von Blossom Tales eigenen Charme und Humor überrascht.


Das waren Bogenschützen und keine Golems, Opa!

Während ihr dem Handlungsverlauf folgt, wird die Stimmung durch Dialoge zwischen Geschwister und Großvater immer wieder aufgelockert. Außerdem ist es euch möglich den Spielverlauf zu beeinflussen und so ein teilweise individuelles Spielerlebnis zu schaffen. Mit dem Alter kommt es schon mal vor, dass man die Fakten nicht mehr so auf dem Schirm hat.

So auch bei dem erzählenden Opa, der ab und an bei euch Rat sucht. Waren es Bogenschützen oder Golems die sich Lily in den Weg stellten? Eure Antwort entscheidet jedenfalls, gegen was ihr schließlich kämpft. Folglich könnt ihr anhand einer kleinen Auswahl bestimmen, gegen welchen Gegnertyp ihr kämpfen müsst. Die Erzählung weist euch zusätzlich auch den Weg zum nächsten Ziel. Alternativ wird dieses aber auch auf der Übersichtskarte markiert.

Blossom Tales
Unsere Heldin hat ihr Schwert. Über die Plattform vor der Treppe haben wir Zugriff auf eine nützliche Schnellreisefunktion.

Von Bomben bis Pfeil und Bogen

Im ersten Dungeon angekommen, werdet ihr schnell merken, dass sich auch hier Blossom Tales an Nintendos Pendant bedient. Von dem Aufbau her könnte nämlich jeder Tempel glatt aus dem großen Vorbild stammen. Hier eine verschlossene Tür, dort ein Rätsel, welches ihr lösen müsst , verschiedene Schlüsselformen und einzigartige Gegenstände erwarten euch. Obgleich die Rätsel zu Anfang noch eine erfrischende Abwechslung sind, wiederholen sich diese im Laufe des Abenteuers ständig.

Blossom Tales
Die Bosskämpfe sind allesamt gut inszeniert und lassen Veteranen in alte Zeiten schwelgen.

Zum Nutzen der Gegenstände und Waffen verfügt Lily über zwei Slots. Mit anderen Worten öffnet ihr per Knopfdruck euer Inventar und weist den beiden Schnellauswahlfeldern zwei Gegenstände zu. Anschließen benutzt ihr diese mit der jeweiligen Taste benutzen.

Ähnlich wie der Hylianer ist Lily  in der Lage, eine Drehattacke mit ihrem Schwert auszuführen. Diese ist überaus mächtig, wodurch einige Kämpfe schlichtweg zu leicht ausfallen. Überspitzt beschrieben ist es fast immer möglich den Kampf zu gewinnen, wenn ihr durchgehend herumwirbelt. 


Packende Atmosphäre und wenig Umfang

Blossom Tales kommt wie beschrieben in einem charmanten Pixel-Look daher. Der Soundtrack ist stimmig, die Atmosphäre packend und die einzelnen Gebiete können optisch überzeugen. Technisch betrachtet gibt sich Blossom Tales The Sleeping King so gut wie keine Blöße. Demgegenüber steht allerdings ein relativ geringer Umfang und eine kurze Spielzeit, wodurch ihr das Spiel in wenigen Stunden beendet.

Blossom Tales
Im Laufe des Spiels stellen sich euch verschiedene Gegner in den Weg, welche ihr an manchen Stellen sogar selber bestimmen dürft.

Fazit:Award

Blossom Tales The Sleeping King bedient sich ganz klar an dem Motto „Besser gut geklaut, als schlecht selber gemacht“ und das weiß es auch. Es strotzt vor Anspielung auf vergangener Zelda-Titel und trotzdem schafft das Spiel es noch auf seine eigene Art und Weise charmant, wie auch innovativ zu sein. Die Erzählungen des Großvaters und die Tatsache, dass ihr bei ein paar Momenten selber in die Geschichte eingreift, sorgt für die nötige Innovation des gelungenen Zelda-Klons. Die Dungeons wirken zu jeder Zeit stimmig, auch wenn die immer wiederkehrenden Rätsel irgendwann nerven und der geringe Umfang das Spielerlebnis ein wenig trüben. Von unserer Seite gibt es dennoch eine klare Kaufempfehlung für Liebhaber der alten 2D-Zelda-Teile.


 

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