Image default
Hardware

ViewSonic Elite XG240R im Hardwaretest

Der Hardware-Hersteller ViewSonic hat mit dem Gaming Monitor XG240R das erste Modell der Elite-Gaming-Serie veröffentlicht. Auf dem Papier will man mit dem 24 Zoll großen Gerät mit vielen tollen Features wie einer flotten Reaktionszeit, 144 HZ und einer coolen RGB-Beleuchtung punkten. Gleichzeitig ist das Gerät mit einem Preis von rund 300 Euro im kundenfreundlichen Segment angesiedelt. Ob hier ein echter Preis-/Leistungskracher ins Haus steht, verraten wir euch im Test.

Der XG240R im Zusammenspiel mit der Nintendo Switch.

Lieferumfang und Aufbau

ViewSonic liefert den XG240R in einer schlichten schwarzen Umverpackung aus, die sich auf die nötigsten Fakten beschränkt. Einmal aus seiner Verpackung befreit, lässt sich das Gerät flott und mit wenigen Handgriffen aufbauen. Dank einer Flügelschraube und einer intuitiven Aufhängung könnt ihr den Monitor in wenigen Sekunden sicher und ohne Werkzeug aufbauen und quasi direkt loslegen. Neben dem Standfuß, dem Display und der höhenverstellbaren Aufhängung sind auch ein Stromkabel sowie ein DisplayPort-Kabel im Lieferumfang inbegriffen. 

Der Monitor misst in der Diagonalen rund 66 Zentimeter, während nur 61 Zentimeter für das Display vorgesehen sind. Der Rahmen ist somit vergleichsweise groß ausgefallen. Optisch kommt das Gerät in einem matten schwarz daher und wird am unteren linken Monitorrand mit dem Schriftzug „Elite“ verziert. An der Rückseite des Monitors befindet sich ein kleiner optischer Leckerbissen mit einem beleuchteten RGB-Panel, welches vor allem in dunkler Umgebung einiges hermachen kann. 

Im Bereich der Anschlüsse stehen euch zwei HDMI-Ports, ein Klinkenanschluss für Audio, zwei USB-Ports sowie ein DisplayPort zur Verfügung. Die Anschlüsse sind auf der Rückseite des Monitors nach unten gerichtet und somit nicht ganz so gut zu erreichen, wie bei einer seitlichen Positionierung der Ports. Positiv fallen bei dem XG240R die komfortablen Ergonomie-Einstellungen auf. Der Monitor lässt sich um bis zu 120mm in der Höhe regulieren, von -5 bis +20 Grad neigen und darüber hinaus auch um jeweils bis zu 45 Grad nach links oder rechts drehen. Einen idealen Blickwinkel sollte also wohl jeder von euch finden.

Anschlüsse am XG240R

Einstellungen und Leistung

Habt ihr euren XG240R erst einmal sicher platziert und an eure Bedürfnisse angepasst, kann es auch direkt losgehen. Per Knopfdruck schaltet ihr den Monitor an, der neben dem „Power-Knopf“ noch über fünf weitere Bedienknöpfe am unteren rechten Rand des Monitors verfügt. Hierbei fallen die sehr umfangreich und etwas verschachtelten Einstellungsmenüs des XG240R leicht negativ auf. Über die Bedienknöpfe geht in den Menüs leider der Bedienkomfort verloren. Hier hätte ViewSonic gern zu den etwas komfortableren Ministicks oder auf eine Verschlankung der Menüs zurückgreifen können.

Davon abgesehen bieten die Menüs allerdings allerhand sinnvolle Einstellungsmöglichkeiten für Gaming-Freunde. Neben speziell vorgefertigten Profilen, könnt ihr auch die einzelnen Parameter bis ins kleinste Detail an eure Wünsche anpassen. Der ViewSonic XG240R bietet Full-HD Auflösung bei bis zu 144 HZ. Die Reaktionszeit fällt mit 1ms sehr flott aus und obendrein wird AMD FreeSync zwischen 48 bis 144 HZ unterstützt. Positiv fällt dabei auf, dass auch eine sogenannte Low Framerate Compensation unterstützt wird. Dadurch wird das Tearing und Ruckeln in den niedrigeren Bildwiederholungsraten gemindert. Dieses Feature steht dabei aber vorrangig PC-Spielern zur Verfügung, die eine kompatible Grafikkarte aus dem Hause AMD nutzen.

Der Monitor verfügt über spezielle Modi zur Bildeinstellung.

Wir haben für unseren Test mit dem XG240R vorrangig die Nintendo Switch und Xbox One S genutzt. Beide Geräte sind über den HDMI-Port ohne Probleme kompatibel mit dem Monitor und können zudem auf spezielle Konsolen-Profile zurückgreifen innerhalb der Monitor-Einstellungen. Die gebotene Bildqualität kann dabei in beiden Fällen als gut beurteilt werden. Auffällig ist das relativ flache Farbprofil. Die Farben wirken nicht ganz so intensiv wie vielleicht gewohnt. Ebenso fällt ein typisches Manko der TN-Technik ins Auge. Die Bildqualität hängt extrem von eurem aktuellen Blickwinkel ab, sodass ihr diesen erst einmal finden müsst. Gerade wenn ihr also beispielsweise im Mehrspielermodus den Monitor nutzen wollt, müsst ihr schauen, dass jeder Spieler einen guten Blickwinkel erhaschen kann.

Einstellungen werden direkt am Display über Knöpfe vorgenommen.

Blickfang oder Gimmick? 

Wie wir bereits erwähnt haben verfügt das ViewSonic XG240R über eine RGB-LED-Beleuchtung an der Monitor-Rückseite. Die kann auf Wunsch auch abgeschaltet werden. Im aktivierten Modus wird ein Farbverlauf angezeigt, der allerdings nicht ganz so hell leuchtet, wie man dies eventuell vermuten könnte. Habt ihr den Monitor vor einer weißen Wand stehen und befindet euch in einer abgedunkelten Umgebung, so ist der Leuchteffekt durchaus wahrnehmbar. 

Wenn ihr über weitere Hardware verfügt mit LED-Beleuchtung, könnt ihr diese mittels USB-Uplink mit dem Monitor synchronisieren. Wie bereits angedeutet ist der Leuchteffekt des Monitors etwas zu schwach ausgeprägt. Zum einen weil weil die LED-Leuchten zu sehr nach „innen“ gerichtet sind und die Leuchtkraft einfach zu gering ausgeprägt ist. Somit ist es nur ein witziges Gimmick und kann maximal als schwach ausgeprägtes Ambilight angesehen werden.

Das Licht fällt nur im dunklen Raum wirklich ins Auge.

Kompatibilität mit den Konsolen

Da wir hier auf GamezGeneration vorrangig über Konsolen- und Handheld-Spiele berichten, haben wir den Monitor natürlich primär mit der Nintendo Switch und Xbox One S ausprobiert. Beide Konsolen arbeiten ohne Fehl und Tadel mit dem Monitor zusammen. Aufgrund der Beschränkung auf Full-HD-Auflösung kann die Optik der Xbox One natürlich nicht vollends ihr Potenzial auf dem ViewSonic XG240R entfalten. Nichtsdestotrotz erwartet euch wie auf der Nintendo Switch eine scharfe Bildqualität. Beim Farbspektrum müssen wir subjektiv allerdings sagen, dass uns hier etwas an Glanz verloren geht und gerade die helleren Töne etwas zu gelblich wirken.

Das Farbbild des Monitors wirkt leicht gelblich.

Fazit: 

AwardMit dem ViewSonic XG240R erwartet euch ein erschwinglicher Full HD Gamingmonitor, der auf der einen Seite mit seinem schlichten Design und auf der anderen Seite mit einer soliden Technik punkten kann. Das Pannel überzeugt mit flotten Reaktionszeiten, 144 HZ und vielen Einstellungsoptionen, um ein bestmöglichen Gaming-Erlebnis zu ermöglichen. Leider erfüllt die RGB-Beleuchtung nicht ganz unsere Erwartungen und fällt vergleichsweise schwach aus. Auch bei der Farbtreue und den Blickwinkeln erlaubt sich der Monitor leichte Schwächen. Als reiner Gaming-Monitor kann der XG240R mit seinen flotten Reaktionszeiten dennoch überzeugen. Gerade für Einsteiger erachten wir den Monitor als gute Option.


verwandte Beiträge

TaoTronics Active NC Bluetooth Kopfhörer BH-060 im Test

Christian Ibe

Teufel Real Blue NC im Hardwaretest

Christian Ibe

Xbox One X – Lohnt sich der Wechsel?

Philipp Briel