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Nintendo PlayStation PS4 Switch Tests Xbox One

Valkyria Chronicles 4 im Test

Am 25. September erschien der vierte Teil der Valkyria Chronicles-Reihe auf der Nintendo Switch, Xbox One und Playstation 4. In dem Strategiespiel von Sega befehligt ihr zur Zeit des Zweiten Weltkriegs einen Militärtrupp in einem fiktiven Europa. Wir haben die Version für die Playstation 4 ausgiebig getestet, ob  wir uns als Kommandant durchsetzen konnten und wie das Spiel in unserem Test abgeschlossen hat, lest ihr in unserem nachfolgenden Test.

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Veteidigung der Heimat

Im ersten Teil der Valkyria Chronicles-Reihe war es eure Aufgabe mit Welkin Gunther eine Miliz zu befehligen. Stationiert wart ihr an der Ostfront und solltet die Heimatstadt Gallia gegen die angreifenden imperialen Invasoren verteidigen.

Valkyria Chronicles 4 spielt zur gleichen Zeit, allerdings erlebt man die Geschichte einer anderen Einheit. Claude Wallace ist Anführer und Berufssoldat. Gleichzeitig entpuppt er sich aber auch als Hauptprotagonist und Befehlshaber des Trupp E, bei welchem auch seine Kindheitsfreunde angehörig sind. Die Aufgabe von Trupp E besteht darin, die Hauptstadt der Imperialen Macht mit einem überraschenden Schlag einzunehmen. Wichtig ist, dass ihr dadurch keinerlei Vorkenntnisse zur Lore oder sonstigem benötigt, um in das Abenteuer einzutauchen.

Home sweet home.

Wir blasen zum Angriff

Das Spielprinzip ist gewohnt einzigartig, hat sich aber im Vergleich zu Teil 1 kaum verändert. So habt ihr viele Videosequenzen, welche euch die Geschichte sehr liebevoll näher bringen, als auch taktische Gefechte, die ihr möglicherweise in dieser Art und Weise noch nicht erlebt habt. Im Kampfszenario bekommen wir Einblick auf eine Karte, welche die Einheiten der einzelnen Kriegsparteien verzeichnet. Panzer, Scharfschützen, Pioniere oder Stoßtruppen werden dabei jeweils mit einem entsprechenden Symbol angezeigt.

Zusätzlich informieren euch sogenannte Kampfpunkte(KP) am oberen Bildschirmrand darüber, wie viele und welche Aktionen ihr während einer Runde ausführbar sind. Wählt man also einen Soldaten, kann man eine  begrenzte Strecke zurücklegen und sich so den Feinden nähern. Nachdem das Positionieren abgeschlossen ist, können wir je nach Kämpfer verschiedene Waffen/Granaten zum Angriff nutzen. Dabei vermittelt das Zielen und Schießen ein Feeling, welches teilweise an einen Shooter erinnert. Man fühlt sich unter Druck gesetzt, befindet sich in diesem Moment allerdings nicht in akuter Gefahr. Sind alle KP des eigenen Trupps aufgebraucht, ist der Gegner am Zug.

Claude Wallace befehligt den Angriff.

Sieg und der Zweck dessen

Nach Abschluss eines Gefechts erhaltet ihr Erfahrungspunkte und Geld. Die Erfahrungspunkte ermöglichen uns natürlich einen Aufstieg der verschiedenen Charaktere. Zwar ist dieser ziemlich linear aber durchaus nachvollziehbar. Die Klassenaufstiege wirken sich außerdem auf alle Charaktere der Klasse aus, wodurch man ein Hinterherhinken einzelner Einheiten und nerviges Grinding vorbeugt.

Mit dem angehäuften Geld hingegen lassen sich neue Waffen kaufen, welche die Soldaten spürbar verstärken und somit einen Motivationsschub bringen.

Ein feindlicher Panzer, die Schwachstelle ist der Antrieb am Heck.

Gemeinsam für eine bessere Welt

Durch das Voranschreiten der Geschichte, werdet ihr nach und nach immer mehr Einblicke auf die Hintergründe und Eigenarten eurer Truppe bekommen. Diese wirken sich spürbar auf das Kampfgeschehen und den eventuellen Ausgang einer Schlacht aus. Beispielsweise hat ein Charakter Heuschnupfen und muss dementsprechend von hohem Gras fernbleiben, während sich ein anderer Charakter vor seinen Kameradinnen profilieren will und dadurch an Stärke gewinnt. Auch stehen euch nützliche Scharfschützen zur Verfügung, welche die Gegner von der Entfernung aufs Korn nehmen. In Kombination mit dem Pionier, der in der Lage ist Munition zu verteilen, ermöglicht dies ein effektives Vorgehen um die eigenen Stoßtruppen vorerst vom bevorstehenden Scharmützel fernzuhalten.

Gespräch zwischen den Gefechten.

Schöner Stil in Aquarell

Optisch macht der charmante Animestil einiges her und wurde wunderbar umgesetzt. Die blassen Farben, welche durch den Aquarellstil realisiert werden, vermitteln den Zweiteweltkriegsflair ansprechend und stimmig. Auch Waffen und Fahrzeuge sind authentisch dargestellt. Gelungene Hintergründe in Menüs, passende Schriftarten und großartige Gebäudetexturen runden das visuelle Paket schließlich ab.

Wenngleich euch der abwechslungsreiche Soundtrack in ruhigeren Momenten durchaus zum Mitfühlen anregt, nimmt dieser im Kampf so richtig Fahrt auf und schafft es nicht nur den Spieler zu motivieren, sondern verdeutlicht gleichzeitig auch im richtigen Moment die auf euch wartende Bedrohung. Auch konnten wir keine Perfomanceeinbuße auf der PlayStation 4 feststellen. Inwieweit diese Aussage auch im Bezug auf die Fassungen für die Xbox One und der Nintendo Switch passt, können wir allerdings nicht sagen. Zwischensequenzen sind nur in englischer oder japanischer Sprache vollvertont, wohingegen Bildschirmtexte frei einstellbar sind.


Fazit:

Award

Sega kehrt mit Valkyria Chronicles 4 wieder zu den Wurzeln der Reihe zurück und besticht vor allem durch eine spannende und plausibel erzählte Handlung. Dabei übernehmen sie guten Elemente der alten Teile und verbessern auf der anderen Seite ein paar Kleinigkeiten. Interessant ist der Zeitraum, welcher auch weiterhin Potenzial für weitere Ableger an anderen Fronten bietet. Das Levelsystem ist zwar schlicht, bringt aber aufgrund der Zugänglichkeit viele Vorteile mit sich. Das taktische Spielprinzip ist zu Beginn sehr einsteigerfreundlich, zieht aber mit dem weiteren Spielverlauf angenehm an.

Aber auch hier bei Valkyria Chronicles 4 ist nicht alles perfekt So wird vor allem die dämliche KI relativ schnell spürbar und die Abschlussbewertung hätte sich aus ein paar mehr Kriterien zusammensetzen können. Letztere wird nämlich lediglich dadurch bestimmt, wie schnell ihr die jeweilige Mission abschließt.


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