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V-Rally 4 Vorschau

Auf der gamescom 2018 konnten wir V-Rally 4 von Kylotonn Racing Games ausgiebig anspielen. In unserer Vorschau zeigen wir euch, wie es der Underdog mit DiRT 4 und WRC 7 aufnehmen will und warum ihm dieses schwierige Unterfangen gelingen könnte!

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Wie schlägt sich V-Rally 4? Der große Test


V-Rally 4 Vorschau – Die Rückkehr der Legende

Mit V-Rally 4 feiert am 08. September eine legendäre Rennspiel-Reihe ihr Comeback, welche vor über 20 Jahren auf der PlayStation ihren Anfang nahm. Dabei überzeugte die Reihe seit jeher mit einem gelungenen Mix aus einsteigerfreundlichem Spielspaß und einer gehörigen Portion Realismus. Erfreulicherweise besinnt sich auch der vierte Teil auf die alten Stärken der Reihe.

V-Rally 4 entsteht bei den Profis von Kylotonn und den Machern des Vorgängers.

Immerhin sind die Macher von V-Rally 3 wieder mit an Bord und arbeiten mit den Profis von Kylotonn zusammen, um ein gelungenes Rallye-Spielerlebnis auf den Bildschirm zu zaubern. Die Franzosen haben trotz geringem Budget mit der offiziellen WRC-Serie bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie ihr Handwerk beherrschen. 

V-Rally 4
V-Rally 4 bietet eine Menge spielerischer Abwechslung!

V-Rally 4 orientiert sich – spielerisch und optisch – stark an WRC 7, ihr dürft also ein ähnlich realistisches Fahrverhalten erwarten. Wer das offizielle Rallye-Spiel bereits kennt, wird sich auch im neuen Spiel schnell zurecht finden. Doch wer jetzt denkt, der Verzicht auf die WRC-Lizenz könnte negative Auswirkungen auf den Spielspaß haben, irrt. Zwar wird hier nicht auf den offiziellen Etappen oder mit den Boliden der 2018er Saison gefahren, doch dafür erwarten euch deutlich abwechslungsreichere Spielmodi die für noch mehr Spaß sorgen. 

So erwarten euch im Racer nicht nur klassische Rallye-Etappen, sondern insgesamt fünf Disziplinen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Im Rallicross-Modus rasen sechs Autos gleichzeitig über enge Rundkurse, auf denen Blechschäden keine Seltenheit sind. Natürlich setzt der Modus die realistischen Regularien des Sports hervorragend um. So gilt es beispielsweise, einmal pro Rennen eine Joker-Runde zu absolvieren – Dabei handelt es sich um eine längere Runde, bei der ihr einen Umweg nehmen müsst.

Diese knackigen Rennen garniert V-Rally 4 mit einer hervorragenden Präsentation. Zwar kam es in unserer Testversion noch vereinzelt zu Rucklern und Slowdowns, dafür dürft ihr euch über schicke Effekte abseits der Strecke freuen. Im Kampf um den Spitzenplatz bleibt allerdings nur wenig Zeit, das wunderschöne Feuerwerk zu bestaunen.


Der Umfang kann sich sehen lassen

V-Rally 4
Fünf komplett unterschiedliche Disziplinen erwarten euch.

Hinzu gesellen sich mit Rallye, Buggy, Hillclimb und Extreme-Khana noch vier weitere Kategorien. Die klassischen Rallye-Etappen spielen sich dabei fast genauso, wie in WRC 7. Original-Pisten gibt es zwar leider nicht, dafür fallen die Umgebungen enorm abwechslungsreich aus. Vom staubigen Kenia über das tropische Malaysia, bis hin zu den eisigen Schneekursen Sibiriens – Selbstverständlich unterscheiden sich die Strecken nicht nur optisch voneinander, sondern stellen auch aus spielerischer Sicht eine ganz andere Herausforderung dar. Gefahren wird zudem nicht nur mit aktuellen Rallye-Wagen, sondern auch mit Klassikern von Porsche und Co. 

Die fünf Disziplinen spielen sich enorm unterschiedlich.

Die Buggies hingegen fallen deutlich leichter aus und sind auf Spaß ausgelegt. Hier geht ihr vermutlich auf engen Rundkursen an den Start, die mit zahlreichen Sprüngen aufwarten. Doch diesen Modus konnten wir leider noch nicht antesten. Spannend wird es zudem im Hillclimb-Modus, in dem ihr hochgezüchtete Rallye-Rennwagen auf über 20 km langen Pisten einen Berg hinauf (oder wahlweise auch hinunter) jagt. Ein Fahrfehler kann auf den engen Kursen euer Aus bedeuten – Adrenalin pur!

Extreme-Khana hingegen dürfte gerade Fans von DiRT 2 und DiRT 3 erfreuen: Besser bekannt als Gymkhana rund um Superstar Ken Block geht es hier darum, auf einem Platz möglichst coole Fahrmanöver aneinanderzureihen und dafür Punkte einzuheimsen. Donuts, Spins, Drifts und Co liefern euch Punkte. Wer am Ende die meisten Zähler hat, gewinnt. Auch wenn der Modus hierzulande nicht allzu populär ist, ist er doch eine willkommene Abwechslung zum harten Rallye-Alltag und eignet sich hervorragend für eine schnelle Runde zwischendurch

Insgesamt erwarten euch in V-Rally 4 22 Strecken in 17 Ländern und 51 lizenzierte Autos. Klingt nach wenig? Ähnlich wie DiRT 4 mit dem Your-Stage-Streckeneditor generiert V-Rally 4 die Pisten im Karrieremodus jedes Mal neu. Ihr werdet also nie zweimal dieselbe Strecke fahren – Über 100.000 Strecken-Kombinationen sollen so möglich sein. 

Im schnellen Spiel erwarten euch hingegen pro Spielmodus und Umgebung jeweils drei vorgefertigte Kurse. Die Entwickler entschieden sich für diesen Weg, damit ihr eure Zeiten in den Weltranglisten mit anderen Spielern vergleichen könnt. 


Die richtigen Schrauben gedreht

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Im Karrieremodus von V-Rally 4 besteht eure Aufgabe darin, euch in den fünf Disziplinen in der Rangliste nach oben zu arbeiten und diese letztlich zu gewinnen. Dabei startet ihr mit Standard-Fahrzeugen, für die ihr erst Upgrades kauft, um sie zu verbessern und ihre Leistung zu steigern. Außerdem stehen euch Profis und Mechaniker zur Seite, um eure Setups anzupassen – Wie in WRC 7 lässt das Spiel dabei keine Wünsche offen. Von der Federung über den Abtrieb lässt sich hier nahezu jedes Detail nach eurem Gusto einstellen.

Das Fahrverhalten ist abermals hervorragend gelungen.

Multiplayer-Fans freuen sich über einen Online-Modus für maximal acht Spieler, während im Rallicross sechs Fahrer gleichzeitig an den Start gehen. Außerdem gibt es einen Splitscreen und Leaderboards für jeden Spielmodus. Komplettiert wird der Mehrspielermodus von wöchentlich wechselnden Herausforderungen, die euch vor bestimmte Aufgaben stellen. 

Ein umfangreicher Lackierungseditor erlaubt es euch, eure eigenen Designs zu erstellen, welche zudem online für alle Spieler sichtbar sind.

V-Rally 4
Wer WRC 7 gespielt hat, findet sich in V-Rally 4 schnell zurecht.

Alles schön und gut, doch wie spielt sich denn V-Rally 4 nun? Den Entwicklern von Kylotonn gelingt der nahezu perfekte Spagat zwischen Realismus und Arcade-Racing. Das Fahrverhalten erinnert stark an WRC 7 und ohne Fahrhilfen bekommt ihr es hier mit einer knallharten Rennsimulation zu tun. Aktiviert ihr die Hilfen, wird aus dem Spiel kurzerhand ein Arcade-Racer, mit dem auch Einsteiger ihre Freude haben werden. Das Handling der Boliden und die Fahrphysik hinterlassen einen hervorragenden Eindruck, zudem dürft ihr euch über ein realistisches Schadensmodell freuen, welches auch spürbare Auswirkungen auf das Fahrverhalten hat.

Optisch hat sich im Vergleich zu den WRC-Titeln nicht allzu viel getan, trotzdem können gerade die detaillierten Fahrzeuge und die abwechslungsreichen Umgebungen punkten. Schicke Effekte abseits der Piste sorgen zudem für eine stimmige Atmosphäre.


Prognose: Sehr gut!

Die Ankündigung von V-Rally 4 war eine faustdicke Überraschung. Ich war mir nicht sicher, ob das Spiel tatsächlich das Fehlen eines WRC 8 rechtfertigen würde. Doch auf der gamescom wurde ich eines Besseren belehrt. V-Rally 4 gelingt der Spagat zwischen Simulation und Arcade nahezu perfekt: Die Rallye-Etappen spielen sich genauso gut wie in den offiziellen Spielen, doch der Verzicht auf die Lizenz macht Platz für mehr spielerische Abwechslung.

Hillclimb und Rallicross sorgen jedenfalls für eine Menge Spaß und auch Extreme-Khana eignet sich perfekt für eine schnelle Runde zwischendurch, immerhin habe ich diesen Modus in den DiRT-Spielen bereits gerne gespielt. Das Fahrverhalten lässt jedenfalls kaum Wünsche offen und auch im Online-Bereich hat sich eine Menge getan. Technisch kann das Spiel zwar nicht ganz mit den Codemasters-Titeln mithalten, doch auf spielerischer Sicht allemal. 

V-Rally 4 wird ein Fest für Rallye-Fans und bietet genug Abwechslung, um euch eine Weile an den Bildschirm zu fesseln. Besonders auf die Umsetzung für Nintendo Switch bin ich sehr gespannt. Schön, dass diese legendäre Serie wieder da ist. Bei Kylotonn ist der große Name jedenfalls in guten Händen.


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