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Unsere Flops des Jahres

Als wir unseren Artikel zu den Highlights des Jahres verfassen wollten kam Kollege Lars und meinte da müsse man dann aber auch die Flops des Jahres machen. Und tatsächlich hatte hier sicher jeder Gamer eigene. Hier sind jedoch nicht immer nur reine Spiele ein Thema, wie man schnell feststellt, bewegt man sich wachen Auges durch die sozialen Medien. Einige Beispiele wären Lootboxen oder Pay-to-Win-Mechaniken. Für viele war sicher auch Fortnite ein persönlicher Flop des Jahres. Ganz unabhängig davon, was das Spiel für sein Genre gemacht, welche Erfolge es gefeiert hatte. Und so wollen auch wir unsere Flops des Jahres offener gestalten und nicht auf Spiele als solche, sondern auf den gesamten Themenbereich Gaming konzentrieren. Welche drei Flops des Jahres 2018 die persönlich größten waren verraten euch die teilnehmenden Gamezgeneration Redakteure im Folgenden selbst.


Michaels Flops des Jahres

Nintendo Switch Online Service

Mein persönlicher Spitzenreiter unter den Flops des Jahres ist zweifelsohne der Nintendo Online Service. Die meiner Meinung nach teils überzogenen Erwartungen vieler Fans im Vorfeld hatte ich ja gar nicht. Dennoch dachte ich: Wenn Nintendo nun schon kostenpflichtige Services anbietet, dann wird sich ja sicher auch irgendwas ändern. Aber da war weitestgehend Fehlanzeige.

Nintendo Switch Online Service
Das „Online“ ist da. Etwas mehr „Service“ hätte es für mich aber durchaus sein müssen.

Bis auf ein paar, teils schlecht gealterte, Nintendo Klassiker und einige Angebote gab es nichts mit dem Online Service, was es davor nicht auch gab. Es kam keine Möglichkeit hinzu mit anderen Spielern Kontakt aufzunehmen, keine Erfolge oder Trophäen und die Verbindung basiert auch in kritischen Nintendo Spielen noch auf Peer-to-Peer statt einer anständigen Server-Struktur. Nintendos Online Service ist zwar günstiger als jeder andere, bietet meiner Ansicht nach aber auch nichts. Somit ist dies mein Flop des Jahres.


Fallout 76

In der Closed Beta hatte mich Fallout 76 noch mit einigen Hoffnungen zurückgelassen. Für eine Beta lief das Spiel recht vernünftig. Was noch nicht ideal war würde man zum Release ja sicher noch verbessern. Und im vollen Umfang hätte das Spiel ja bestimmt auch einiges zu bieten, wenn man mit anderen das Ödland durchstreift. Heute weiß ich: Aus all diesen, für mich eigentlich selbstverständlichen, Erwartungen wurde nichts.

Fallout 76
Auch was Technik und Inhalte angeht fühlt sich Fallout 76 leider oft an wie das Ödland.

Die Technik war zum Release gefühlt keinen Millimeter besser, die Inhalte recht eintönig. Für mich, der ich als klassischer Multiplayer-Spieler hoffte endlich ein Fallout zu bekommen, welches auch mich so richtig packen kann, eine letztendlich ebenso große Enttäuschung wie für manchen alteingesessenen Fallout Fan. Dies ist sehr schade. Denn ich hatte mich auf “mein Fallout” gefreut. Was nun bleibt ist lediglich dieser Platz in den Flops des Jahres. Zwar ist Fallout 76 kein gänzlich schlechtes Spiel, für mich persönlich war jedoch der Abstabnd zwischen geweckten Erwartungen und Endprodukt letztendlich viel zu groß.


Die Lootbox-Diskussion

Der letzte Platz in den Flops des Jahres ist nicht so einfach zu vergeben. Es gab immerhin für jeden sicher mehr als nur drei Flops. Welcher also ist schwerwiegend genug, dass man ihn hier erwähnen sollte? Hier entschied ich mich nach einiger Bedenkzeit für den etwas anderen Weg. Die Lootbox-Thematik in den Medien und unter Spielern ist mein Flop des Jahres. Und ich meine damit ausdrücklich nicht Lootboxen als solches. Die kann ich grundsätzlich recht gut leiden, sofern sie lediglich Kosmetika beinhalten, im Spiel erspielbar sind und keine Pay-to-Win Mechaniken auslösen, wie es bei Star Wars Battlefront 2 seinerzeit war. Denn dann sind sie unerträglich. Und eben diese feine Unterscheidung ist es, die ich in der gesamten Diskussion größtenteils vermisse.

Lootboxen
Selbst mit Glücksspiel werden lootboxen heute verglichen. Grundsätzlich auch nicht nur falsch, wäre da nicht dieses Schwarz-Weiß-Denken in der Diskussion.

Es gibt kaum Beiträge in den Medien oder Kommentarspalten, die nicht Schwarz-Weiß berichten. Und dennoch ist dieses Thema nicht mehr tot zu bekommen, sodass die Gemüter sich auch nicht beruhigen könnten. Denn, seien wir ehrlich: Eine Lootbox mit Skin ohne Einfluss aufs Spiel, die man obendrein nicht käuflich erwerben kann, die stört doch wohl die wenigsten. Was stört sind lediglich die Mikrotransaktionen dahinter, die in Verbindung mit der geringen Wahrscheinlichkeit einen tollen Inhalt zu bekommen an Betrug grenzen. Dies wird jedoch niemals so diskutiert. Es sind immer “Die Lootboxen” und selbst im Zusammenhang mit Spielen wie Overwatch, wo es lediglich Kosmetika gibt, höre ich immer wieder den Begriff Pay-to-Win als direkten Zusammenhang. Solche Diskussionen sind falsch.

Und damit hat es die Lootbox zu meinem Unwort des Jahres geschafft. Obwohl ich sie wirklich gerne öffne. Und diese wirklich ausufernd falsche Diskussion ist einer der drei Flops des Jahres für mich, die es wirklich verdient haben hier genannt zu werden. Bedenkt man, dass hier mittlerweile selbst die Politik mit ebenso gefährlichem Halbwissen mit-diskutiert, dann ist es vielleicht sogar der gefährlichste der Flops des Jahres.


Dennis‘ Flops des Jahres

Psyonix

Die Entwickler des beliebten E-Sport Titels Rocket League sorgten dieses Jahr mehrfach für Unmut in deren Community. So sollte ein Crossplatform-Gruppensystem im Sommer kommen. Dies ist bis heute (26.12.) noch nicht der Fall. Das Update sollte zuerst im August erscheinen, wurde dann verschoben und sollte dann kurz nach dem zweiten Rocket Pass erscheinen. Das Update und die inbegriffene Rocket-ID wurden allerdings wiederum verschoben und ein gemeinsames Spielen mit seinen Freunden welche ein anderes System nutzen bleibt noch aus.

Kleine Fahrzeugauswahl

Außerdem wurde im letzten Update die Switch-Version von Rocket League dermaßen zerstört, dass bei jedem zweiten Match das Spiel aller Spieler crasht. Abhilfe wird zwar durch eine Anleitung auf der Homepage versprochen, doch leider bringt diese rein gar nichts. Außerdem kommen stetig neue Lootboxen mit Fahrzeugen und Accessoires für diese. Stattdessen sollten die Jungs und Mädels von Psyonix lieber ihr Game fixen. Somit Flop des Jahres.


Nintendo Switch Online Service

Es war jedem klar das er kommt und vor allem wann dieser startet, aber dass die ganze Chose dermaßen in die Hose geht wusste keiner. Es wird mit gemeinsamen Onlinespielen geworben. Dies geht genauso schlecht wie zuvor und bei der WiiU war es kostenlos. Der nächste Punkt sind die NES Games, welche zwar monatlich erweitert werden, aber es sind leider immer nur drei neue Titel die hinzugefügt werden und ein Retrofeeling wie mit einer echten NES kommt auch nicht auf. Vor allem dann nicht, wenn man Multiplayerspiele dieser Ära Online spielt.

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Punkt drei ist die Cloudspeicherung. Die ist eigentlich eine tolle Idee, wenn man seine Savegames schon nicht auslesen kann, aber warum nur bei ausgewählten Titeln? Das Argument „Cheater“ zieht hierbei leider nicht, denn in Splatoon 2 gab es diese vorher schon und in Pokemon wird es diese dank PKHex und Konsorten immer geben. Besondere Angebote sollten ebenfalls kommen. Leider kamen bis jetzt nur die NES-Rero-Controller welche zwar ganz chique sind aber auch nur bis man sie an der Konsole selbst angebracht hat. Um die ganze Posse zu krönen gibt und gab es die Nintendo App. Diese bietet einen ganzen Spielbezogenen Service fürs Splatoon 2 welcher recht nett ausfällt.

Der Voicechat unterstützt neben Nintendos eigenen Marken lediglich Stardew Valley und ist unfassbar undurchdacht. Nehmen wir an wir nutzen diese, dann hören unsere Mitspieler dauerhaft entweder den Ton aus jeder Switch oder jedes Fernsehgeräts welches in der Party ist. Der Nutzer selbst hört aber sein eigenes Spiel nicht, da er, sofern er Inear-Kopfhörer nutzt, gänzlich von seiner Umwelt abgeschottet ist. Hier muss definitiv nachgebessert werden sei es mit einer Discord App oder einer Partyfunktion auf der Konsole selbst.


Super Street: The Game

Als ich zum ersten mal davon hörte freute ich mich sehr auf das Spiel. Endlich wieder ein Arcaderacer mit viel Tuning, lizensierten Teilen und und und. Doch dann spielt man es und es stellt sich Ernüchterung ein. Eine selten blöde KI welche ohne Rücksicht auf Verluste Rambo spielt, gepaart mit der schwammigen Steuerung machen wirklich keinen Spass.

Super Street: The Game – Ein Blender der Seinesgleichen sucht

Hat man dann endlich genügend Credits gesammelt und will tunen ist das an für sich Klasse. Der eine Turbo ist rot der andere grün, aber der Preisunterschied beträgt tausende Dollar und die Effizienz wird in keiner Weise gesteigert. Glückwunsch zu Platz drei.


Lars‘ Flops des Jahres

Psyonix – „Cross-Party kommt im Herbst!“

Als leidenschaftlicher Spieler von Rocket League, war für mich persönlich der absolute Flop des Jahres die Ankündigung seitens Psyonix, bezüglich des kommenden Cross-Party-Features. Wobei es weniger die Ankündigung war, welche für Unmut gesorgt hat, als viel mehr das, was der Entwickler daraus gemacht hat. Ursprünglich sollte es im Sommer dieses Jahres nämlich schon möglich sein mit seinen Freunden, egal auf welcher Plattform (abgesehen der PlayStation 4 zu dem Stand), zusammen ein Team zu bilden und Rocket League über das Matchmaking gegen andere Gruppen zu spielen. Daraus wurde aber nichts und das Feature wurde auf das große „Herbst-Update“ vertagt.

Rocket League

Gespannt wartete die Spielerschaft auf das Etablieren der Funktion, bis man erneut eine Verschiebung in Richtung des zweiten Rocket Passes aussprach. Kurze Info: Der zweite Rocket Pass ist bereits am 10. Dezember gestartet und natürlich ist immer noch keine Cross-Party möglich! Stattdessen wird jetzt 2019 als großes Ziel datiert, während man die Kunden zusätzlich jetzt noch damit versucht zu vertrösten, dass dann auch Besitzer der PlayStation 4 mitmachen dürfen. Warten wir also mal ab, denn bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt.


Nintendo Online Service – Mit Peer2Peer zur Jahresgebühr

Oh Nintendo, Retter meiner Kindheit, was hast du dir nur dabei gedacht? Gut ein Jahr ist es her, da wurde mit der Nintendo Switch die neueste Konsole von Nintendo veröffentlicht. Innovativ dadurch, dass es möglich ist die Konsole sowohl am TV zu nutzen, wie auch in Form eines portablen Handhelds. Weniger innovativ ist allerdings, was Nintendo mit dem Online Service so abliefert. Nicht nur, dass BigN nach wie vor vermehrt auf eine altmodische Peer-to-Peer-Methode, statt auf gestellte Server, zwischen den Usern setzt, nein, auch ist der Online-Dienst seit Herbst 2018 kostenpflichtig.

Nintendo Switch

Grundlegend ist das auch gar nicht schlimm, immerhin fallen solche Abo-Gebühren bei der Konkurrenz schon seit Jahren an und sind zudem auch noch im oberflächlichen Vergleich weit höher, als es bei Nintendo der Fall ist. Preislich ist Nintendo mit 20 Euro im Jahr nämlich durchaus gut aufgestellt, sofern ihr nicht anfangt, einmal über den Tellerrand zu blicken. In einer kleinen Aufzählung, möchte demnach mal kurz die Eckdaten des Services zusammenfassen:

  • Ihr zahlt 20 Euro (oder 35 Euro als Familienmitgliedschaft) im Jahr für Nintendo Online und erhaltet dafür:
    • Altmodisches Peer-to-Peer
    • Eine Spielebibliothek mit alten NES-Klassikern, welche Generation Fortnite vermutlich in der Regel ohnehin nicht interessieren. Im Gegensatz aber für Retro-Spieler vielleicht ganz nett ist, zumeist haben diese aber sowieso noch die Konsolen + Spiele von früher. Die Spiele sind übrigens nicht mehr anwählbar, sobald euer Abo ausläuft
    • Umständlicher Weg einen Voice-Chat zu betreiben, aufgrund der separaten Handyapp. Warum nicht direkt die Nintendo Switch mit einem Party-Feature oder Discord ausstatten?
    • Spezielle Angebote, wobei zum momentanen Zeitpunkt lediglich zwei NES-Controller angeboten werden, die für die Nintendo Switch kompatibel sind
    • Der Möglichkeit eure Spieldaten auf einer Cloud zu speichern, wo allerdings viele Spiele nicht unterstützt werden

Und jetzt zum Vergleich:

  • Das bieten euch Abo-Modelle der Xbox One/PlayStation 4 für 60 Euro (geht auch billiger, je nach Angebot) im Jahr:
    • Hauptsächlich setzt man auf gestellte Server, statt auf Peer2Peer
    • Jeden Monat mindestens zwei ältere Spiele der Xbox One/PlayStation 4
    • Nutzung von Party-Chat und Nachrichten-Funktion
    • Nahezu monatlich ein Sale mit zahlreichen Angebote auf digitale Inhalte
    • Die Möglichkeit eure Spieldaten auf der Cloud zu speichern
    • Erweiterbar durch Xbox Game Pass und PlayStation Now, wodurch euch noch mal mehr Spiele zur Verfügung stehen
    • Game Sharing mit einem Freund/Familienmitglied (einer kauft digital, beide können den Inhalt nutzen)

Faktisch fällt also auf, dass die Gebühr zwar mit 20 Euro ziemlich gering ist, dafür aber auch deutlich weniger im Vergleich zu Xbox Live oder dem PlayStation Network geboten wird. Wir hoffen aber natürlich, dass Nintendo hier eventuell auch noch den zweiten Fuß an den Boden bekommt und eventuell mit einer Art „Premium-Mitgliedschaft“ eine weitere Option mit mehr Boni für jene anbietet, welche bereit sind mehr zu zahlen.


Doppelt bezahlen – „Battle“ Pässe im Trend

Was haben Fortnite, Rocket League, Arena of Valor oder Call of Duty: Black Ops 4 gemeinsam? Richtig, alle machen auf ihre Art und Weise gebrauch von einem sogenannten Battle/Rocket/Whatever Pass. Auch bei diesem „Trend“ muss man aber vorweg erwähnen, dass das im Grunde genommen keine schlechte Sache ist. Kurzum versucht man die Leute mit solchen Pässen bei Laune zu halten. Meistens besteht ein Pass dabei aus roundabout 100 Level, welche es gilt zu erreichen, bis der Pass eben fertig ist. Unterteilt ist dieser zumeist in einen kostenlosen Basis- und einem kostenpflichtiges Premium-Strang.

Battle Pass

Wenn diese Pässe ein kostenloses Spiel wie Arena of Valor finanzieren oder in einem kostenpflichtigen Titel à la Call of Duty: Black Ops 4 ohne weitere Mehrkosten integriert sind, obwohl die allgemeine Preispolitik für Kosmetika in Black Ops 4 schon sehr grenzwertig ist, ist das für mich vollkommen in Ordnung. Dreist wird es meiner Meinung nach allerdings dann, wenn man zum Beispiel für Rocket League selbst schon Geld ausgegeben hat und zusätzlich nochmal für den Pass an die Kasse gebeten wird.


 

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