Image default
Nintendo Switch Tests

The Warlock of the Firetop Mountain: Goblin Scourge Edition! im Test

Das australische Entwicklerteam Tin Man Games bringt mit The Warlock of Firetop Mountain: Goblin Scourge Edition! ein Rollen-/Brettspielabenteuer auf die Nintendo Switch. Das ursprünglich im Jahre 1982 erschienene Abenteuer ist eine sehr vereinfachte Version von Dungeons & Dragons welches keinerlei Regelbücher, Karten oder Tabellen benötigt. Während Genre-Neulinge ein zugängliches Spielerlebnis erwartet, freuen sich erfahrene Rollenspieler über eine ansprechende Story. Wie das Spiel in der digitalen Version für die Switch umgesetzt wurde, erzählen wir euch in unserem Test.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Am Anfang war die Charaktererstellung

Klassich für ein Rollenspiel wäre natürlich die Charaktererstellung. Diese sucht ihr bei The Warlock of Firetop Mountain: Goblin Scourge Edition! zwar vergebens, dennoch gibt es eine ganze Palette an spielbaren Helden. Zu Anfang könnt ihr hierbei zwischen vier Abenteurern wählen, weitere Recken lassen sich später durch erspielte Seelen kaufen. Die Helden greifen dabei auf die drei Statuswerte SkillStamina und Luck zurück, welche in verschiedenen Situationen zum Einsatz kommen. So müsst ihr an einer bestimmten Stelle zum Überqueren einer Brücke beispielsweise auf Glück würfeln. In Addition mit eurem Glückswert wird schließlich je nach Ergebnis bestimmt, ob ihr mit eurem Vorhaben Erfolg habt. Spieler des beliebten Pen-and-Paper-Genres dürften dieses Spielprinzip zum Beispiel aus dem Rollenspiel Das schwarze Auge kennen.

Der Beginn eines Abschnitts

Auf Seelenjagd

Seelen sind die Währung in The Warlock of Firetop Mountain und erhält man nach dem Besiegen von Gegnern. Wenn wir hingegen den Kürzeren ziehen, bleiben diese in einer Art Geldbörse erhalten. Die Seelen können wir dann im Charaktermenü für neue Helden ausgeben. Diese bringen dann neue Merkmale(Trait) oder Fähigkeiten mit sich. Die Abenteurerauswahl geht dabei vom Nashornköpfigen Krieger bis hin zum surrealen Halb-Ork Waldläufer. Aufgrund der Tatsache, dass neue Helden immer stärker werden, wurde auf ein Levelsystem verzichtet. Trotz allem bleibt alles sehr gut gebalanced.


Variabel oder konstant

Die einzige Konstante in The Warlock of Firetop Mountain: Goblin Scourge Edition! ist der Berg selbst und das angepeilte Ziel euren Widersacher Zagor auszuschalten. Zwar werden die Wege und Begegnungen oberflächlich betrachtet mit jedem Spieldurchlauf immer dieselben sein, so lässt sich aber nicht jeder Pfad auch direkt beim ersten Durchgang bestreiten. Müsst ihr euch doch immer wieder an Weggabelungen und Kreuzungen für eine Richtung entscheiden! Dadurch erhöht sich natürlich auch der Wiederspielwert des Spiels, da wahre Entdecker natürlich jeden Pfad mindestens einmal belaufen wollen.

Auf eurer Reise durch das Dungeon erwarten euch viele Events die mit Bildern und Texten visualisiert sind. Ganz nach Pen-and-Paper-Manier hat man mehrere Auswahlmöglichkeiten, als Beispiel möchte ich auf diesem Wege ein Schrein in einer Nische benennen. Legt man Goldmünzen darauf werden diese zu Silbermünzen, legt man seine Waffe darauf, welche in meinem Fall ein Schwert war, wird die Klinge silber und man teilt mehr Schaden aus. Eine dritte Option wäre sich auf den Schrein zu setzen, dies endet allerdings tödlich.

Welchen Weg wählen wir

Kampfesgeist

Treffen wir auf einen Gegner, wird ein Spielbrett des aktuellen Gebiets erstellt. Alle Figuren nutzen ihre Aktionen gleichzeitig und wir können zwischen Angriff oder Bewegen wählen. Auffällig ist, dass sich die gegnerischen Miniaturen immer im selben Pattern bewegen. Sobald zwei feindlichgesinnte Kämpfer aufeinandertreffen, erscheint am unteren Bildschirmrand jeweils ein Würfel für jede Partei. An dem Standfuß jeder einzelnen Figur sehen wir eine Arte Anzeige der Lebenspunkte. Die Anzeige wird mit einem Balken visualisiert. Einerseits ist das Kampfsystem recht simpel, andererseits verspürt man Freude daran die Züge der Orkkrieger vorherzusehen.

Kampfsituation

Ich will der Böse sein

Sollte der Story-Modus nach einer Zeit zu langweilig oder aber auch trvivial werden, gibt es den sogenannten Gauntlet Modus. Hier kann man weitere Helden bzw. Schurken freischalten. Der Gauntlet Mode fokussiert sich aufs Überleben und lässt euch gegen Bösewichte durch ein multiples Kampfszenario kämpfen, um so weit wie möglich voranzuschreiten. Die Schurken haben dabei selbstverständlich eine eigene Persönlichkeit und verschiedene Fähigkeiten.


Fanszinierender Detailgrad oder Pixelmatsch

Jeder Raum in The Warlock of Firetop Mountain fühlt sich wie ein kleines Diorama an. Tin Man Games schafft es mehrere abwechslungsreiche Mini-Gebiete innerhalb des Berges zu erschaffen, wodurch das Dungeon niemals langweilig wird. Die Miniaturen sind liebevoll und abwechslungsreich gestaltet, Szenarien sind alles in allem stimmig und die vielen englischen Textzeilen, welche Geschichten und Hintergründe erklären, sind gut lesbar. Probleme in der Bildrate oder andere Performanceprobleme konnte ich ebenfalls nicht feststellen.

Ungeziefer gibt es natürlich auch

Fazit: Award

Mit The Warlock of Firetop Mountain: Goblin Scourge Edition! bringt Tin Man Games einen tollen Einstieg in das Gebiet der Pen-and-Paper-Rollenspiele auf die Nintendo Switch. Die Umsetung ist definitiv gelungen und bietet reichlich Abwechslung. Vor allem wird dies durch unzählige Wege innerhalb des Berges und einer Vielzahl an auswählbaren Charakteren erzielt. Eine gewisse Abwechslung, selbst beim gleichen Weg, erlebt der Spieler durch zufallsgenerierte Events. Das Rollenspiel bietet einen schön animierten Kampf, welcher durchaus Lust auf mehr macht. Zusätzlich schafft es der Entwickler durch eine Vielzahl von verschiedenen Komponente eine enorme Spielzeit zu generieren. Sowohl für eingefleischte Pen-and-Paper-Fans, welche zum Abschalten eine Runde alleine spielen wollen, wie auch für Neueinsteiger des Genres möchte ich eine Kaufempfehlung aussprechen.

verwandte Beiträge

Hellpoint: Neues Action-RPG für 2019 angekündigt

Philipp Briel

Testbericht: Batman: The Telltale Series

Videovergleich USB-LAN Adapter für Nintendo Switch

Christian Ibe