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Tests Xbox One

Testbericht: Trulon: The Shadow Engine – gelungene Portierung des Mobile Hits

Eines Morgens begab ich mich zusammen mit Gladia in Richtung Norden um eine Monsterplage zu beseitigen. Als Monsterjäger streiften wir durch den dichten Wald, mit im Gepäck war unser magisches Kartendeck. Überraschend wurden wir von affenähnlichen Monstern belagert. Mit einem schnellen Zug vom Kartendeck, traten wir den Monstern entschlossen entgegen. Was war das? Diese Karte war mir neu: „Testbericht: Trulon: The Shadow Engine„. Ob wir den Kampf gegen die Monster gewonnen haben, erfahrt ihr im nachstehenden Bericht!


Was mache ich hier eigentlich?

Doch wie kam es eigentlich, dass Gladia und ich zusammengefunden haben? Bevor ich mich weiterhin auf den Kampf gegen die Monster konzentriere, will ich mein Leben kurz Revue passieren lassen.

Protagonistin Gladia streifte schon eine ganze Weile durch die Welt des Steampunk-RPG’s. Anders als ich, war sie schon ewig und drei Tage als Monsterjägerin tätig. Während wir eines abends am Lagerfeuer saßen, erzählte sie mir ihre Geschichte. Sie sprach davon, dass sich plötzlich eine Krankheit ausbreitete, worauf sich ihr Leben schlagartig veränderte. Die junge Jägerin wollte mir noch nicht alles offenbaren, doch sie vermutet, dass das industriell fortschrittliche Land Maelon in irgendeinem Zusammenhang damit steht.

Testbericht: Trulon: The Shadow Engine
In den Städten und Dörfern können wir Dialoge annehmen und unterschiedliche Quests annehmen.

Im Verlauf dessen traf Gladia auf eine Menge Leute, einige von ihnen haben sie vor meiner Zeit begleitet, um den Ursprung der Krankheit zu finden.

Die Hintergrundgeschichte ist übrigens kürzlich in einem Roman von Jak Koke erschienen. Dieser trägt den Namen „Shadow Gears“ und der Autor sollte zumindest Shadowrun-Kennern ein Begriff sein.


Angriffskarte: Kampfsystem

Kommen wir aber schnell zum Wesentlichen zurück! Wir steckten immer noch im Kampf gegen diese fürchterlichen Monster. Der Kampf dauerte Zug um Zug an. Erst waren Gladia und ich an der Reihe, anschließend durften die Monster ihren Angriff planen. Die Schlachten in Trulon werden rundenbasiert mit Karten geschlagen und wirken frisch und innovativ.

Als der Kampf begonnen hat, habe ich drei Karten aus meinem Deck gezogen. Mit Gladias Hilfe konnte ich mein Deck anpassen und anhand meiner Vorlieben gestalten. So setze ich auf wenige Karten, habe dafür aber verheerende Kombos im Gepäck. Eine andere Alternative war es, das Deck mit Karten zu überfüllen. Demnach wird zwar die Chance verringert die richtige Karte zu ziehen, dafür kommt man bei längeren Kämpfen nicht in den Verzug keine Karten mehr zur Verfügung zu haben.

Testbericht: Trulon: The Shadow Engine
Das Kampfsystem ist innovativ. Es vermischt taktische Elemente und ein Fünkchen Glück.

Die Karten haben unterschiedliche Effekte. Ich spielte beispielsweise eine Karte, welche meinen Angriff um 20% verringert, im Gegenzug durfte ich aber zwei Mal angreifen. Bei meinem zweiten Angriff entschied ich mich schließlich dafür meinen Angriff wieder um 50% zu erhöhen und meine Verteidigung im selben Atemzug zu schwächen. Glücklicherweise reichte dies aus um den ersten der drei Affen zu besiegen.


Magiekarte: Technik

Wieder eine neue Karte? Wo kamen die denn plötzlich her? Ich las mir den Textbaustein durch, doch konnte ich mit Begriffen wie Portierung, Steuerung und Grafik nicht wirklich viel anfangen. Ich zeigte sie Gladia, sie wiederholte die Worte nochmal:

„Die Steuerung mit dem Controller geht direkt ins Blut über und ist für eine Mobile-Portierung optimal gestaltet worden.  Jeder Dialog findet in Form von Textkästchen statt und ist ausschließlich in englischer Sprache gehalten. Dies ist etwas schade, dennoch muss man immer im Hinterkopf behalten, dass es sich hierbei ursprünglich um ein Spiel für Mobiltelefone handelt.

Testbericht: Trulon: The Shadow Engine
Außerhalb der Kämpfe bewegen wir uns auf einer Karte von Ort zu Ort.

Optisch macht Trulon mit seinem eigenen Charme wirklich Spaß. Die Charaktere wurden liebevoll gestaltet und die Bonbon-Grafik übermittelt die richtige Atmosphäre. Abgerundet wird die gelungene Atmosphäre noch von einem wunderbaren Soundtrack.“


Verteidigungskarte gegen die Kritik

Während wir über die Technik-Karte rätseln und debattierten, holten die übrigen Monster zum Schlag aus. Na Gott sei Dank hatte man bei den Kampfanimationen eine ganze Weile Zeit um vielleicht mal einen- oder zwei Schlucke aus der Tasse zu nehmen. So langsam wie diese Affen ihre Angriffe ausführten, kam es mir vor, als würde ich in einer Dauerwerbesendung gefangen sein. Der Kampf mit den Karten machte mir als Monsterjäger viel Spaß, auf Dauer fielen die Kampfanimationen aber sehr ermüdend aus.

Und sowieso: Das ist bestimmt schon das 30. Monster seiner Art, welches ich hier bekämpfe. Was sagst du Gladia? „Ja stimmt, ab und an unterscheiden sie sich. Sie haben eine andere Farbe oder ein Horn mehr auf dem Kopf. Als Monsterjäger hatte ich natürlich auf mehr Abwechslung gehofft!“


Fazit:

Spoiler! Wir hatten den Kampf überlebt und gewonnen. Ebenso wie Trulon: The Shadow Engine seine Prüfung bestand und den Weg als gute Portierung auf die Xbox One fand. Der Titel erscheint übrigens für die Xbox One am 24.02.2017 .

Die Bonbon-Grafik und das innovative Kampfsystem von Trulon machen wirklich Spaß. Durch den Fakt, dass man mit jedem Kampf andere Karten auf der Hand hat, gestalten sich die rundenbasierten Auseinandersetzungen recht abwechslungsreich. Abgerundet wird die Story von kleinen Nebenquests, welche an den entsprechenden Stellen angenommen werden können.

Geschmälert wird die Euphorie allerdings durch die elendig ermüdenden Kampfanimationen und der mauen Auswahl an Gegnerarten. Irgendwann, wenn man 100 Füchse erlegt hat, dann spielt es auch keine Rolle mehr ob diese blau, grün, orange oder bunt waren.

Abschließend hatten Gladia und ich den Monsterauftrag abgegeben und ein Bier darauf gehoben, dass Trulon: The Shadow Engine eine verdammt gute Portierung ist.


Vielen Dank an Headup Games für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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