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Switch Tests Wii U

The Legend of Zelda: Breath of the Wild Review

Es war einmal ein junger Hylianer, welcher auf den Namen Link hörte. Er saß gerade an einer Feuerstelle und bereitete sich eine schmackhafte Mahlzeit zu. Plötzlich vernahmen seine Ohren ein Rascheln. Instinktiv griff Link nach seinem Bogen und richtet die Pfeilspitze zielsicher auf den sich bewegenden Busch. Doch keine Sorge Link, das bedrohliche Rascheln entpuppte sich als kleine Fee, welche auf den Namen Matthias hörte. Diese männlich galante Fee brachte den Shiekah-Stein von einem Link aus dem Wii-Universum. Unser Held nahm den Stein entgegen, aktivierte ihn und las sich den großartigen Bericht – welcher darauf dokumentiert war – durch. Die Fee erhob ihre Stimme. Mit deutlicher Stimme sprach sie Link an und machte ihm klar, dass das Schicksal des Switch-Versums in seinen Händen liegt. Auch er solle seine Abenteuer für die Nachwelt dokumentieren und in einem Testbericht zusammenfassen!


Kapitel 1: Das Erwachen

Nun, so wie die kleine Fee Matthias es wollte, so kam Link der Bitte nach. Am Lagerfeuer sitzend, machte er sich Gedanken, was alles nach seinem Erwachen passiert ist. Moment? Erwachen? Ja, doch dafür muss ich in der erzählerischen Zeit zurückwandern.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Testbericht
Die Welt von Breath of the Wild ist unfassbar gut gelungen.

 

Unsere Geschichte beginnt in einer kleinen Höhle. Der Held Hyrules Link fiel für 100 Jahre in einen tiefen Schlaf und sollte zu jenem Zeitpunkt wieder erwachen. Bekleidet durch eine modisch ersetzbare Unterhose stand der jung gehaltene Hylianer auf und lief seine ersten Schritte. Schnell fand er ein paar Schatztruhen – er wurde wohl schon erwartet – welche er schließlich auch zugleich öffnete. Mit einem neuen Hemd und einer Hose lief Link schnurstracks in Richtung des Ausganges seines gemütlichen Schlafplätzchens. Als er sich am Ende einer Klippe wiederfand, erwartete ihn ein atemberaubender Ausblick auf die riesige Welt.

Motiviert, die Oberfläche neu zu entdecken, lief er einen Abhang hinunter. Währenddessen sammelte er den oder anderen Pilz auf und bewaffnete sich mit einem Stock. In der Ferne konnte er einen alten Mann an einem Lagerfeuer erhaschen. Neugierig entschloss sich Link diesem entgegen zu treten und beide unterhielten sich über geheimnisvolle Türme und Schreine, welche sich aus dem Erdboden erhoben haben. Um die Story nicht zu weit zu spoilern, kann ich hier nur eines sagen. Fans der Reihe werden nicht überrascht werden. Wieder geht es um Hyrule und eine Prinzessin, welche sich in den Klauen eines bekannten Ganoven befindet.


Kapitel 2: Die Türme

Der alte Mann sagte doch was von diesen Türmen? Ja, ganz recht. Diese besagten hohen Türme findet man auf der ganzen Welt verstreut. Ach, ich habe vergessen zu erwähnen, dass Link nach seinem Aufwachen einen Shiekah-Stein bekommen hatte. Ein kleines handliches Gerät mit einem Bildschirm…Zufall? Aber jetzt zurück zu unserer Geschichte. Unser Held erklomm den ersten Turm, er legte seinen Shiekah-Stein in die dafür vorgesehene Vorrichtung und voilà: ein Teil der darauf gespeicherten Karte wurde aufgedeckt. Beispielsweise kennt man dies doch auch aus diversen Vertretern von Ubisoft oder dem bahnbrechenden Horizon: Zero Dawn – Bokblin Philipp hat sich dieses im Übrigen angeschaut, aber DAS ist eine andere Geschichte.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Testbericht
Der Turm versorgt uns mit einer aufgedeckten Karte. Außerdem können wir uns einen Überblick verschaffen.

Kapitel 3: Prüfungen der Götter

Um schließlich aber wieder eine Überleitung zu unserer Geschichte zu finden, traf Link auf dem Turm wieder den alten Mann vom Lagerfeuer. Erneut berichtete dieser ihm von den oben genannten Schreinen. Link hingegen hatte eher Interesse an dem nützlichen Werkzeug, welches der gute Mann dabei hatte. Denn zu Anfang befand sich unser Held nur auf einem Plateau, die richtige Welt, die sollte Link erst noch erwarten.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Testbericht
Neben den großen Dungeons gibt es auch kleinere Schreine mit innovativen Rätseln.

 

Link nahm den Ratschlag des guten Mannes an und schaute mit seinem Fernglas vom Turm hinab. Die Karte des Shiekah-Steins war nämlich recht flexibel und kam übersichtlich nur mit wenigen Symbolen aus. Viel mehr konnte Link sich selber wichtige Punkte wie Kochstellen oder Schreine markieren. Er verteilte die Symbole auf vier Schreine, welche sich auf dem Plateau befanden. Der alte Mann, durchaus gerissen, wollte im Austausch seines Werkzeuges den ein oder anderen Schatz aus den vier Verließen haben.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Testbericht
Die Gegner funktionieren! Hier hat einer der Bokblins seine Keule mit Feuer entzündet.

 

Widerwillig nahm Link den Weg zu den ersten beiden Schreinen problemlos auf. Die letzten beiden hingegen waren nicht so einfach zu erreichen. Beispielsweise befand sich eine der Prüfungen auf einem Schneeberg. Zusätzlich zu der enormen Kälte kam noch ein Fluss hinzu, welchen es zu überwinden galt. Zum Glück hatte Link in einem der ersten Schreine ein passendes Modul für seinen Shiekah-Stein bekommen, um diesen überqueren zu können. Die Zeiten, wo Link ein Schlüsselitem pro Dungeon bekommen hat, sind übrigens vorbei. Bomben und andere Module bekommt er schon recht früh im Spiel. Pfeile findet man zum Beispiel auch in Bäumen hängend, wenn die Bokblin die Schüsse auf Link versiebt haben.


Kapitel 4: Brrrr…. bitterlich kalt!

Kurz möchte ich aber erwähnen, dass Link auf seinem Weg etwas getrödelt hatte. Viel lieber ging er beispielsweise jagen, kochen, sammelte Äpfel oder fällte Bäume.  Denn die grünen Wiesen laden förmlich zum Erkunden ein. Und sowieso fühlt sich die ganze Welt, durch die unser Held streunte, sehr lebendig an. Reisende Händler verlassen beispielsweise morgens ihr Dorf und kommen abends erschöpft wieder heim, andere Dorfbewohner hingegen arbeiten tagsüber auf Feldern und joggen bei Sonnenuntergang durch das Dorf, um sich fit zu halten. Hier wirkt kein NPC, kein Tier und nicht mal ein Bokblin unachtsam platziert.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Testbericht
Packt euch warm ein! Die Schneelandschaft kann einen schnellen Tod bedeuten.

 

Dennoch möchte ich wieder von den Abenteuern erzählen, welche der junge Mann hinter sich gelassen hatte. So stand er jetzt einer scheinbar unüberwindbaren Aufgabe gegenüber. In der Kälte drohte Link zu erfrieren, so musste er sich was überlegen.

Link erkannte eine Hütte vor dem kalten Gebiet und suchte diese auf. In der Hütte fand er ein Buch mit einem Kochrezept, welches den Körper aufwärmt. Das klang doch schon mal ganz gut. Leider konnte der Autor sich nicht mehr an die letzte Zutat erinnern. Mit dem Kochrezept standen ihm drei Möglichkeiten zur Auswahl, den eisigen Berg zu bezwingen: Die dritte Zutat zu suchen, die Kälte zu ertragen und im besten Fall eine Fackel dabei zu haben oder warme Kleidung zu suchen. Viele Wege konnten mit unterschiedlichen Methoden angegangen werden. In diesem Fall entschied sich Link für die Brechstange.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Testbericht
Wer nicht kämpfen will oder aus anderen Gründen irgendwas umgehen möchte, kann zum Klettern greifen. Trotzdem solltet ihr immer ein Auge auf eure Ausdauer haben!

 

Er betrat das eisige Gebiet, immer wieder biss er vom Apfel ab um sich am Leben zu halten. Nahe des Einganges sah er eine Kochstelle, die Rettung! Ein gezielter Feuerpfeil und schon brannte das Holz. Zum Kochen blieb Link dieses Mal keine Zeit, er entzündete eine Fackel und konnte den Weg fortsetzen. Das Feuer der Fackel reichte aus, um Links Körpertemperatur normal zu halten. Auf dem Weg zu der Brücke gab es die ein oder andere Feuerstelle, welche er ansteckte. Somit war der Erhalt der Wärme fürs Erste gesichert. Bis zum Part mit der Brücke, so weit so gut. Link benutzte schließlich sein…


Keine Zeit mehr! Bokblins greifen an!

So ein Mist! Link musste seine Dokumentation unterbrechen, dabei war er gerade so in Stimmung. Da kam doch tatsächlich eine Bande Bokblins und greifen an. Schnell nahm Link sein Schwert und Schild. Nach einigen Schwerthieben nutzte sich das Schwert ab und mit einem letzten, besonders mächtigen Hieb zerbrach es. Anders als in den vorherigen Epochen war Link neuerdings nämlich auf eine weitaus größere Anzahl an Waffen angewiesen. Er nahm sich eine umliegende Bokblin-Keule und konnte den ersten Gegner in die Knie zwingen.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Testbericht
Mit einem gezielten Explosionspfeil nehmen wir die Bokblin-Höhle ins Visier.

 

Die Bokblins waren kampferprobt und nicht dumm, während Link mit einem beschäftigt war, griff ein weiterer von hinten mit einer Sprungattacke an. Mit einem Seitwärtssprung zum richtigen Zeitpunkt konnte Link ausweichen. Die Deckung des  Monsters war dank des perfekten Ausweichens offengelegt und Link konnte mit einer tödlichen Serie von Angriffen kontern. Link merkte aber auch, dass es aussichtslos war, weiter zu kämpfen. Er schnappte sich Fee Matthias und sprang flott auf sein Pferd, bevor er die Flucht ergriff.

Zu Huf zog er seinen Bogen vom Rücken und zog die übrigen Bokblins problemlos aus dem Verkehr. Dies klappte auch erstaunlich gut, selbst Link war überrascht. In seinen früheren Abenteuern klappte dies weitaus weniger dynamisch.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Testbericht
Die Wächter sind maschinenartige Gegner, welche es in sich haben.

 

Link hatte für den heutigen Tag genug. Folglich ritt er in eines der Dörfer, bezahlte eines der Betten mit seinen Rubinen und legte sich schlafen. Das ist natürlich für den Erzähler noch lange kein Grund aufzuhören und so kann ich ja mal bedenkenlos über die Schwächen des Hylianers lästern.


Ruckler & Popups

Es gibt nicht wirklich viel, was ich an unserem Helden und seiner Geschichte zu bemängeln habe. Aber ab und an – vor allem wenn man ihn auf den großen Bildschirm projiziert – neigt er dazu, sich komisch zu bewegen. Es sieht so aus, als würden Links Bewegungen bei höherer Effektdichte anfangen zu ruckeln. Wenn er allerdings die große Bühne verlässt und sich im mobilen Modus bewegt, dann läuft alles einwandfrei und reibungslos. Demgemäß hat er es wohl einfach nicht so mit der großen Bühne.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Testbericht
Jetzt ruhig! Ein falscher Schritt und unser Abendessen macht die Biege.

 

Außerdem beschwerte er sich des öfteren darüber, dass auf weiter Entfernung die Kanten geflimmert haben und gelegentlich unverhofft etwas vor ihm erschienen ist. Sehr seltsam.

Zugegeben sind aber Steuerung und Vertonung sehr gut gelungen. Dementsprechend gehen alle Aktionen leicht von der Hand und sowohl die deutsche Vertonung als auch die serientypischen Klänge und Töne können sich hören lassen. Der Cel Shading-Look schmeichelt dem Abenteuer sehr und versucht geschickt, die etwas altmodische Optik auszugleichen.


Fazit:Award

Oh März… kaum zu glauben, was du den Konten und Geldbeuteln der Spieler antust. Neben dem überragenden Horizon: Zero Dawn und dem in Kürze erscheinenden NieR: Automata bringst du uns auch noch einen Kracher wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild.

Der Launchtitel der Nintendo Switch überrascht mit einer liebevollen und lebhaften Open World, die konstant zu Erkundungstouren einlädt. Die Karte wird nicht von unzähligen nervigen Symbolen überlagert, wie es bei anderen Spielen der Fall ist. Im Laufe des Spiels ergibt sich die Chance, das eine oder andere abwechslungsreiche Nebenquest anzunehmen. Nintendo hat aus der Kritik von Skyward Sword gelernt, somit fallen auch die elendig lange Tutorials weg. Selbst ist der Link!

Das Erreichen der Ziele bleiben dem Spieler selbst überlassen. Wollen wir erst über den Berg klettern? Oder stürzen wir uns in den Kampf mit wirklich gut funktionierenden Gegnern auf, wo ein falscher Schlag den Tod bedeutet?  Es besteht auch die Variante, die Bokblins zu umschleichen und/oder mit tödlichen Überfallangriffen aus dem Verkehr zu ziehen. Wichtig ist, dass ihr immer eure Ausdauer im Blick habt, sonst ist es das schnell mal gewesen.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Testbericht
Die Waffen reichen von zweihändigen Schwertern bis hin zum Wischmop.

 

Die erwähnten Kritikpunkte sind zwar vorhanden, aber kein sonderlich großer Störfaktor. Natürlich sind die Frameprobleme auf dem Fernseher etwas nervig, fallen aber meiner Meinung nach im Laufe des Spiels weniger ins Gewicht. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Popups. Hingegen dessen läuft das Spiel aber im mobilen Modus, die große Stärke der Nintendo Switch, absolut stabil mit 720p.

Eine abschließende Meinung und Kaufempfehlung von mir. The Legend of Zelda: Breath of the Wild hat das Zeug zum Spiel des Jahres, wenn es die Chance bekommt. „Open World? Keine richtigen Dungeons? Waffen nutzen sich ab? Kein richtiges Zelda mehr…“ Um nur mal einige Punkte vermeintlicher Fans zu nennen. Ich hingegen schließe mich der Meinung von Fee Matthias an und sage, Breath of the Wild ist seit Langem mal wieder mehr Zelda denn je!


Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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