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PS4 Tests

Testbericht: Tales of Berseria

Der 16. Teil, Tales of Berseria, der beliebten Tales of-Reihe ist ab dem 27.01.2017 im Handel erhältlich. Vorab konnten wir uns den Titel anschauen und ausgiebig testen. Ob das beliebte JRPG schafft an dem Erfolg der vorherigen Teile anzuschließen, erfahrt ihr im nachfolgenden Testbericht.


Oh… das kommt mir bekannt vor.

Ganz genau, denn Tales of Berseria spielt in der selben Welt wie der Vorgänger Tales of Zestiria. Folglich von dem Fakt spielt Tales of Berseria vor der Story von Tales of Zestiria.

Doch worum geht es nun eigentlich bei Tales of Berseria? Der Hintergrund sieht wie folgt aus. Unsere Hauptprotagonistin Velvet und ihr jüngerer Bruder wurden von ihrem Schwager Artorius gerettet, als eine Scharlachrote Nacht einbrach und eine dämonische Krankheit über ihr Dorf fiel. Folglich starb Velvets schwangere Schwester an den Folgen dieser.

Tales of Berseria - Testbericht
Einer der vielen Bossgegner.

 

Ein paar Jahre später lebten Velvet und ihr Bruder in einem anderen Dorf. Im Laufe der Zeit kam eines zum Anderen und die Scharlachrote Nacht brach erneut ein. Artorius, jener welcher die beiden gerettet hatte, benutzte Velvets Bruder Laphicet als Teil eines Rituals. Als Velvet dies sieht, will Artorius auch sie benutzen. Allerdings wehrt sich Velvet dagegen, wodurch ihr Arm von der Dämonenkrankheit befallen wird und mutiert. Von ihrer Wut und der Mutation zum Dämon gepackt schlachtet sich Velvet durch die Masse und wird am Ende schließlich in einem Gefängnis eingesperrt. Velvet schwört sich Rache zu nehmen und Artorius zu töten.

In den nachfolgenden Jahren gründet Artorius eine Organisation um der Welt Frieden zu bringen und wird von den Menschen als Retter angesehen. Kurzum geht es darum, dass Velvet Rache für ihren Bruder nehmen will. Tales wäre aber nicht Tales, wenn nicht innerhalb der Story noch ein weiterer Plot wartet.

Tales of Berseria - Testbericht
Während der Story treffen wir immer wieder auf neue Gefährten.

Das Feeling eines typischen Tales

Grafisch bewegt sich Tales of Berseria auf einem ähnlichen Level wie seiner Zeit Tales of Zestiria. Die Charaktere sind gut animiert und die Anime-Sequenzen wissen Anime-Fans zu überzeugen. Folglich hat es auch wieder ein Soundtrack ins Spiel geschafft, welcher für ein Tales Spiel typisch ist. Ebenso löblich ist die Auswahl zwischen der englischen Sprachausgabe und der original japanischen Sprachausgabe. Eine deutsche Sprachausgabe wäre zwar schön gewesen, ist aber bei JRPGs ein Luxusdenken – deutsche Texte sind aber im Spiel enthalten.

Das Charakterdesign gefiel mir persönlich als Animefan sehr gut. So hat man beispielsweise die ernste Velvet, den jungen Samurai Rokuro oder die divaartige Hexe Magilou. Jeder der Charakter hat eine Persönlichkeit und bleibt dem Spieler im Kopf erhalten. Wie in den anderen Tales of-Teilen hat man auch hier die üblichen charmanten kleinen Dialoge, welche die Gruppe untereinander führen, während man unterwegs ist.

Tales of Berseria - Testbericht
Die Party besteht aus einer bunten Truppe.

Aus Fehlern gelernt (Kampfsystem)

Bandai hat sich die Kritik an dem Kampfsystem zu Tales of Zestiria-Zeit zu Herzen genommen und nochmal ordentlich geschraubt. So haben sie das Kampfsystem von Tales of Berseria von vorn bis hinten überarbeitet. Natürlich müssen sich Fans der Reihe keine Gedanken machen, die Basics des Linear Motion Battle-Systems sind auch weiterhin vorhanden.

Tales of Berseria - Testbericht
Im Kampf können wir nicht nur mit Velvet agieren.

 

Einer der Kritikpunkte von Tales of Zestira war die fixierte Kamera im Kampf. Im neuesten Ableger der Serie habt ihr wieder die Möglichkeit flexibel und individuell zu steuern. Auch die Artes (Fähigkeiten in der Tales of-Saga) gehen leichter von der Hand. So könnt ihr diese ganz leicht auf die vier Hauptknöpfe des Controllers legen und bis zu vier Mal in verschiedenen Kombinationen stapeln. Bis zu vier Mal könnt ihr in Folge angreifen und bis zu 16 Slots können im Menü mit Artes belegt werden.

Mit den Angriffen könnt ihr sogenannte Soul-Punkte sammeln. Diese verschaffen euch im Kampf den ein oder anderen Vorteil. Solltet ihr es geschafft haben, drei der Punkte zu erbeuten, habt ihr die Möglichkeit das neue Break-Soul Feature zu aktivieren. Folglich wird euer Charakter nach einer Reihe von normalen Angriffen zu einer Spezialattacke ausholen.

Außerdem werdet ihr die Möglichkeit haben mit sechs Kämpfern, statt wie gewohnt nur vier, am Kampf teilzunehmen.

Tales of Berseria - Testbericht
Neu: Bis zu sechs Kämpfer können am flotten Kampfgeschehen teilhaben.

 

Die Animationen der Charaktere sind typisch JRPG. Die Spezialattacken sehen sehr gut in Szene gesetzt aus. Allgemein wirkt das Kampfsystem sehr flüssig und flott.


Der düstere Ableger mit ein paar Nebenbeschäftigungen

Tales of Berseria ist auf jeden Fall von der Story her einer der düsteren Teile der Saga. Doch innerhalb der Stadt kann man etwas abschalten und sich auch abgelegen der düsteren Story beschäftigen.

So hat man neben diversen Jagdaufträgen auf schwere und nicht so schwere Monster auch noch die Möglichkeit das Aussehen der Charaktere etwas zu verändern.  Unteranderem kann man neue Kostüme durch Punkte bekommen, welche man bei Herausforderungen gewinnen kann.

Tales of Berseria - Testbericht
Neue Kostüme werden nach und nach per DLC nachgereicht oder können freigespielt werden.

 

Auch kleinere Minigames sind mit von der Partie. So gibt es die Möglichkeit in der Taverne zu kellnern. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich dabei. Beispielsweise kann man aber auch Karten spielen, kochen oder sein Schiff auf eine Expedition schicken. Letzteres kommt einem Browsergame nahe, so schickt man das Schiff eine halbe Stunde weg und nach der halben Stunde kann es mit einem Schatz wieder kommen.

Bei den Händlern in Städten und so weiter, hat man die Möglichkeit Tales-typische Gegenstände zu kaufen. Auch gibt es die Möglichkeit seine Waffen zu verbessern.


Velvet muss sich mit viel Kritik herumschlagen.

Nein, eigentlich nicht. Denn viel gibt es an Tales of Berseria nicht zu bemängeln. Und dennoch gibt es den ein oder anderen Punkt.

Denn so liebevoll die Anime-Szenen in dem Spiel auch gestaltet sind. So veraltet wirkt leider die Technik wenn man dann wirklich Ingame ist. Man merkt, dass das Spiel ursprünglich ein PlayStation 3 Titel war. Die Charaktere wirken grafisch veraltet und auch die Ebenen über welche man schlendert wirken nicht zeitgemäß. So erinnern grüne Wiesen beispielsweise an grüne Matschtexturen, wo der ein oder andere schlecht animierte Busch drauf gesetzt wurde.

Tales of Berseria - Testbericht
Die Anime-Sequenzen können auf ganzer Linie punkten.

 

Auch wenn es Luxus ist, so würde ich mir langsam mal eine deutsche Sprachausgabe für die Reihe wünschen.


Fazit:Award

Tales of Berseria macht vieles richtig und nur wenige Sachen falsch. Die Story ist zwar etwas düsterer als die der bisherigen Teile, was aber meiner Meinung nach dem Spiel überhaupt nicht böse aufstößt.

Das Design der Charaktere ist wieder mal im einmaligen Tales of- Stil umgesetzt und wirkt mit der kühlen Velvet als Hauptcharakter sehr frisch. Ganz besonders angetan haben es mir aber der Samurai Rokuro und „the Reaper“ Eizen. Als Animefan haben mir die Cutscenes besonders gut gefallen, auch die Möglichkeit auf die japanische Originalsynchro umzuschalten. Ebenso sind deutsche Texte keine Selbstverständlichkeit bei den östlichen Spielen.

Ich hoffe das Bandai zukünftig die Technik der PlayStation 4 etwas besser ausnutzt und hoffe natürlich auf eine deutsche Synchronisation irgendwann. Eine klare Empfehlung von mir für Fans des JRPG-Genres und jene, welche mal in eines schnuppern wollen.


Vielen Dank an Bandai Namco Games für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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