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Hardware PS4 Tests

Razer Raiju im Test

Der Razer Raiju Controller ist endlich da! Während die Xbox One bereits seit einiger Zeit einen Elite-Controller bietet, buhlen auf der PlayStation 4 gleich zwei namhafte Hersteller mit hochwertigen Gamepads um die Gunst der Spieler.

Wir haben uns den etwa 170 Euro teuren Profi-Controller einmal genauer angesehen und klären in unserem Testbericht,  ob und wenn ja für wen sich der Kauf lohnt.

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Das gewisse Etwas

Reden wir nicht lange um den heißen Brei: 170 Euro für einen Controller sind eine Menge Geld und immerhin knapp 100 Euro mehr, als für den normalen DualShock 4 von Sony verlangt werden.

Doch ist der Aufpreis für den Razer Raiju wirklich gerechtfertigt? Das muss letztlich jeder selbst entscheiden. Für das Geld erhält man allerdings das aktuell wohl hochwertigste Gamepad auf dem Markt.

Der Razer Raiju ist nicht billig, kommt aber mit einigem Zubehör daher
Der Razer Raiju ist nicht billig, kommt aber mit einigem Zubehör daher.

So kommt der Controller gegenüber dem Original mit vier zusätzlichen, frei programmierbaren Tasten daher. Das funktioniert hervorragend und lässt sich, anders als bei der Konkurrenz, auch ohne Umweg an den Computer erledigen. Die zwei zusätzlichen Trigger sind darüber hinaus auch abnehmbar. Auf Wunsch lassen sich diese auch fixieren, um so beispielsweise in Shootern Schnellfeuer zu ermöglichen.

Gerade die programmierbaren Tasten heben den Controller von der Konkurrenz ab.
Gerade die programmierbaren Tasten heben den Controller von der Konkurrenz ab.

Razer Raiju – Die Verarbeitungsqualität überzeugt

Seien wir mal ehrlich: Der originale Controller der PlayStation 4 ist eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorgängermodellen. Dennoch kann die Verarbeitung nicht wirklich überzeugen. Schnell reiben sich das Gummi auf den Sticks und die griffigen Handflächen ab.

Der Raiju hinterlässt hier einen weitaus besseren und wertigeren Eindruck. Die Verarbeitungsqualität des Pads kann sich wirklich sehen lassen. Besonders gut gefallen die gummierten Flächen auf der Rückseite des Controllers, sodass er auch bei hitzigen Gefechten quasi nicht mehr aus der Hand rutschen kann.

Die Verarbeitungsqualität des Razer Raiju überzeugt.
Die Verarbeitungsqualität des Razer Raiju überzeugt.

Auch die leichtgängigen Sticks und Aktionstasten wissen durch einen gelungenen Druckpunkt und stimmige Leichtgängigkeit zu gefallen. Zudem lassen sich die Schultertasten aufgrund der etwas abgeänderten Form präziser bedienen. Ganz allgemein liegt der Razer deutlich besser in der Hand, als der Original-Controller.

Der Grip der Analog-Sticks lässt sich durch Gummikappen, die der Hersteller dem Paket beilegt, nochmals verbessern. Lediglich ein leichtes Klappern aller Tasten hat uns im Test nicht so gut gefallen.


Der Blick in Richtung eSport

Ein wenig ärgerlich ist auch, dass sich der Razer Raiju nur verwenden lässt, wenn der Controller mittels (abnehmbarem) Kabel mit der Konsole verbunden ist. Doch das hat einen Grund: Kabelgebundene Controller haben eine kürzere Reaktionszeit und Latenz.

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Damit wird auch schon klar, an welchen Typ Spieler sich der Razer Raiju hauptsächlich richtet. Denn für Otto-Normal-Zocker lohnt sich der Aufpreis von knapp 100 Euro nicht vollends. Die Zielgruppe liegt eher im eSport Segment. Wer regelmäßig im kompetitiven Mehrspielermodus eines Call of Dutys, Battlefields oder Titanfalls unterwegs ist, wird an den zusätzlichen Möglichkeiten des Controllers sicherlich Gefallen finden.

Auch dank einer weiteren Neuerung: Dem Quick Control Panel an der Unterseite des Controllers. Über diese kleine Zusatzleiste lassen sich nicht nur die Tasten programmieren und Profile wechseln, sondern auch Audioeinstellungen eines angeschlossenen Headsets schnell und komfortabel anpassen. Im Eifer des Gefechts funktioniert das deutlich besser, als beispielsweise am eigentlichen Headset die Tasten suchen zu müssen.

Über das Quick Control Panel lassen sich unter anderem Audioeinstellungen vornehmen.
Über das Quick Control Panel lassen sich unter anderem Audioeinstellungen vornehmen.

Fazit:

AwardDer namhafte Hardware-Hersteller Razer liefert mit dem Raiju einen herausragenden Controller für die PlayStation 4 ab. Gerade eSportler und Spiele-Enthusiasten freuen sich über die neuen Möglichkeiten der programmierbaren Tasten.
Die Verarbeitungsqualität überzeugt dabei fast auf ganzer Linie. Lediglich ein leichtes Klappern der Tasten stößt etwas sauer auf.

Sehr gut haben uns im Test die Druckpunkte der Tasten und die Analog-Sticks gefallen die – genau wie die Schultertasten – ihre Arbeit deutlich besser verrichten, als die Pendants des Original-Controllers. Auch die Möglichkeit, den Raiju ganz ohne Software konfigurieren zu können und ihn wahlweise auch am PC zu nutzen sprechen für das Gamepad.

Trotzdem muss aufgrund des außerordentlich hohen Preises letztlich jeder für sich entscheiden, ob ihm ein Controller diesen Preis wert ist. Für normale Gelegenheitsspieler lohnt sich der Aufpreis vermutlich nur bedingt. Doch das kann man dem Razer Raiju nun wahrlich nicht ankreiden. Ein besseres Gamepad für die PlayStation 4 gibt es zumindest aktuell nicht.


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