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Testbericht: Pikmin 2 – New Play Control

Rund 12 Jahre ist es her, als die kleinen Pikmin ein zweites Mal Schätze auf den Flimmerkisten der Kinderzimmer gesammelt haben. Fünf Jahre später wurde der Titel dann schließlich auf die Wii portiert. Folglich kann man den Titel auf der Wii U, über die Virtual Console runterladen. Ob sich dies immer noch lohnt, erfahrt ihr in meinem Test.


Zeitdruck? Nicht mit mir!

Anders als bei dem ersten Ableger der Serie, gab es bei Pikmin 2 einen gravierenden Unterschied. Es gab kein Zeitlimit mehr, was sich sehr wohltuend anfühlt. So kann man in aller Ruhe seine Pikmin koordinieren und befehligen, man kann in aller Ruhe Batterien und andere Gegenstände aufsammeln und weiter verwenden. Warum gibt es kein Zeitlimit mehr? Folglich liegt das einfach daran, dass ihr dieses Mal auf freiwilliger Basis mit Captain Olimar unterwegs seid, welcher versucht seine Firma aus den Schulden zu holen.  Dementsprechend gilt es 10.000 Pokos zu sammeln.  Zwar gibt es kein Zeitlimit mehr, dennoch muss Olimar immer gegen Abend bei seinem Raumschiff sein. Trotzdem passt sich das Spiel eurem Tempo an und ihr könnt die wunderbaren Welten die Pikmin 2 euch bietet erforschen.


Opfergabe – Pikmin für Pikmin

Während man im ersten Teil noch mit roten, blauen und gelben Pikmin durch die Lande gezogen ist, so hat man nun auch noch zwei weitere Arten. Die lila und weißen Pikmin sind aber nicht nur stumme Begleiter, sie haben auch besondere Eigenschaften. Zum Beispiel sind die weißen Helfer gegen Gift immun und die lila Knirpse können das zehnfache an Gewicht tragen. Letztere stechen auch durch ihren Körperbau aus der Masse heraus. Überdies bieten sie durch ihre Stärke erhebliche Vorteile im Kampf.

Pikmin 2 - violett
Die lila Pikmin stechen durch ihre Körpermasse heraus.

Doch es gibt auch einen Haken, so kann man nicht einfach so Pikmin rekrutieren, sondern muss einen seiner anderen Pikmin opfern um im Gegenzug einen weißen oder einen lila Pikmin erschaffen zu können.


Zwei sind besser als einer

Eine weitere Neuerung im Vergleich zu dem ersten Teil ist, dass man neben Olimar auch noch einen zweiten Protagonisten hat. Dieser trägt den Namen Louie. Untereinander haben die beiden keine Unterschiede, sie spielen sich absolut identisch. Allerdings ist es möglich mit beiden getrennt voneinander zu agieren und das ist auch nötig. So kann man mit einem Trupp ein Monster bekämpfen, während das andere Team Schätze auf der anderen Seite der Karte bergt.

Pikmin 2 - Olimar und Louie
Olimar und Louie müssen zusammenarbeiten.

Doch auch für Multiplayerfans ist gesorgt. Sollte es vorkommen, dass man genug von dem Hauptspiel hat, so kann man in den Multiplayer umsteigen. Hier gilt es alleine oder mit einem Partner 30 Herausforderungen zu meistern. In diesen Herausforderungen müsst ihr es mit einer begrenzten Anzahl von Pikmin an das Ende von Dungeons schaffen.

Wer lieber gegeneinander spielt, der kann sich in dem Versus Modus messen. Leider ist dieser nun wirklich kein Spaßgarant und hat sich nicht sonderlich gut durchgesetzt. Schlichtweg gibt es nur die Möglichkeit einer Murmeljagd, wo es lediglich darum geht mehr Murmeln zu sammeln als sein Gegenüber.

Pikmin 2 - Murmeln sammeln
Leider kommt beim Versus Modus kaum Spaß auf.

 


Schwere Dungeons stehen an der Tagesordnung

Auch wenn man die Möglichkeit hat das Spiel komplett stressfrei zu bestreiten, so bieten gerade die Dungeons einen hohen Schwierigkeitsgrad. Ebenso wie im Multiplayer gilt es nun mit einer begrenzten Anzahl an Pikmin durch eine Höhle zu kommen. Es kann schnell passieren, dass man den einen oder anderen Helfer an einer Falle einbüßen muss, auch muss man in den Kämpfen taktisches Geschick beweisen, um diese schließlich siegreich zu verlassen.


Was hat sich verändert?

Doch was hat sich bei der New Play Variante im Vergleich zu dem Original verändert? Mit dieser Frage kommen wir auch gleichzeitig zu meiner Kritik an dem Spiel. Ganz direkt gesagt, es hat sich so gut wie gar nichts geändert. Die Steuerung wurde perfekt auf die Remote und das Nunchuk angepasst. Neben verschiedenen Kameraperspektiven haben es leider leider auch matschige Texturen und ein heftiges Kantenflimmern geschafft. Die einzige Neuerung die es wirklich gibt, ist ein netter 16:9 Modus. Ähnlich wie bei Excitebike hätte man auch hier das Wii-U Gamepad  besser einbinden können.


Fazit:

Das Fazit fällt mir etwas schwer. Auf dem GameCube war Pikmin 2 ein sehr tolles Spiel, doch sowohl auf der Wii schon, als auch schließlich jetzt auf der Wii-U sind die Neuerungen die das Spiel zu dem Original bietet schlichtweg zu wenig.

Steuerung und Gameplay sind sehr gut gelungen, dennoch hätte man den Wii-U Controller besser einbinden können und sich zumindest um das Kantenflimmern kümmern können. Besitzer der GameCube-Fassung können um das Spiel bedenkenlos einen Bogen machen. Leute die das Spiel noch nicht kennen und nachholen wollen, können aber bedenkenlos zuschlagen.


Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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