Image default
PS4 Tests Xbox One

Testbericht: Friday the 13th

Es ist Freitag der 13te, zusammen mit unseren Freunden fuhren wir zu einer Hütte im Wald, um ein nettes Wochenende zu verbringen. Gegen Abend verabschiedete sich der Gastgeber um neue Getränke zu besorgen, während wir uns ein Lagerfeuer entfachten und uns über belanglose Themen unterhielten. Gerade als man ihn wieder aus dem Wald schreiten sah, passierte das Unglück und eine Machete kostete unseren Freund das Leben. Der breit gebaute Mann mit der unheimlichen Eishockeymaske, marschierte direkt auf uns zu. Unser Atem stockte, einige schrien sogar auf bei dem Anblick der Gestalt. Mit der aufkommenden Angst nahmen wir auch unsere Füße sprichwörtlich in die Hand und rannten um unser Leben. Werden wir es schaffen zu überleben? Oder werden wir nur ein weiteres Opfer der Machete des Unbekannten?


Mist! Er ist sicher gleich da…

…immer wieder haben wir dieses Gefühl. Die Atmosphäre in dem dunklen Wald ist dicht, fast schon erdrückend. Ich lief durch den Wald, manchmal schlich ich um meine Lautstärke zu reduzieren. Gott sei Dank gehöre ich zu den Leuten, welche relativ gut darin sind zu schleichen und die nicht bei jedem kleinen Geräusch Angst bekommen. Einer meiner Freunde hingegen ist sehr ängstlich – ein gefundenes Fressen für Jason Voorhees, der die Angst, dank seiner besonderen Fähigkeiten sieht. Außerdem scheint er sich schnell von Ort zu Ort bewegen zu können. Langsam pirschte ich mich durch das Dickicht, bis mir ein Auto und ein paar umstehende Hütten ins Auge fielen. Das Licht in diesen war noch an, was darauf schließen lies, dass der Stromgenerator noch funktionstüchtig war. Ein gutes Zeichen! Jason war noch nicht hier.

Friday the 13th
Teamwork zahlt sich aus! Hier repariert ein Kollege gerade unser Fluchtauto.

 


Hoffnung – eine Fluchtmöglichkeit!

Ich nutzte die Chance, stand auf und nahm das Auto genauer unter die Lupe – eine Fluchtmöglichkeit? Gewiss war es das, leider fehlte die Batterie, auch der Tank war leer und nicht mal den Autoschlüssel konnte ich mein eigen nennen.

Aber wenn hier ein Auto steht, dann ist es doch naheliegend, dass sich die fehlenden Utensilien in der Nähe befinden. Somit klapperte ich leise die Holzhütten ab. Nachdem ich die Tür einer Hütte öffnete, verriegelte ich diese mit einem Querbalken. Auch die Hintertür verschloss ich sicher, bevor ich die einzelnen Räume der Hütte durchkämmte. In einer Schublade fand ich ein Walkie-Talkie, über welches die Stimme eines Freundes erklang (Außerhalb der Party-Chats können Spieler nur über die Walkie-Talkies oder in unmittelbarer Nähe miteinander kommunizieren). Ich gab ihm meine Position durch, welche ich auf einer Karte ablas, die ich auf dem Weg an einem schwarzen Brett fand .

Friday the 13th
Man sollte nicht denken, dass man im Auto vor Jason sicher ist. Die Mimik in den Gesichtern der Teenager gibt Status über ihr Angstlevel.

 

Das Fahrzeug welches draußen stand hatte vier Sitze. Mit anderen Worten konnten vier Personen überleben. Gerade als ich einen Benzinkanister aus dem Haus tragen wollte, ertönte ein lautes Geräusch und der Strom in den umliegenden Hütten fiel aus. Der Mörder zertrümmerte den Stromkasten. In einem Schockmoment schrie ich auf – hoffentlich hat Jason das nicht gehört. Natürlich wurde Jason auf mich aufmerksam, weshalb ich mich kurzerhand unter einem Bett versteckte.

Jasons Sinne waren geschärft, er wusste genau in welchem Haus ich mich befand. Kurz kam ich aus meinem Versteck hinaus und öffnete ein Fenster um vergeblich eine falsche Fährte zu legen. Gerade noch rechtzeitig kroch ich erneut unter das Bett, denn ich vernahm bereits Jasons Schläge gegen die Tür. Ich hielt meine Luft an, als die Tür nachgab. Die Schritte des Mörders knirschten über das modrige Holz, bis er genau vor meinem Bett stand. Bereits schloss ich mit meinem Leben ab, bis laute Polizeisirenen mein Leben retteten. Jason schaute sich um, er verschwand plötzlich und eilte zu einer Hütte, in welcher ein funktionierendes Telefon vorhanden war.


Das Auto konnte ich vergessen!

Schnell verließ ich das hölzerne „Gefängnis“. Der Schrei eines Teenagers schallte durch den dichten Wald, was soviel bedeutete, dass Jason diesen umbrachte. Leider trug dieser gerade die Autoschlüssel bei sich, also muss Plan B her. Ich öffnete meine Karte und erkannte ein kleines Boot, leider war dieses sehr weit weg. Sollte ich es riskieren durch den Wald zu schleichen, bis ich irgendwann am Ufer ankommen würde? Eine andere Möglichkeit wäre mit den Polizeisirenen gegeben oder sollten wir gar versuchen Jason zu töten? Letzteres ließen wir lieber sein, es wäre aber nicht unmöglich.

Friday the 13th
Jason besitzt ein großes Repertoire an Exekutionen.

 

Mein Verstand hielt mich davon ab den Sirenen zu folgen, denn was ich hörte, vernahm Jason schon lange. Immer wieder bemerkte ich, dass Jason mich nicht vergaß. Kurzum tauchte er wieder zwischen Auto und dem Ausgang wo die Polizeisirenen warteten auf. Hockend hinter der Häuserecke wartete ich bis Jason verschwand. Mit einem Baseballschläger bewaffnet, schlich ich durch den optisch altbackend wirkenden Wald. Vielleicht spielte mir meine Angst einfach einen Streich, jedoch sah schön anders aus. Auch meine Bewegungen schienen immer wieder vor Nervosität hin und her zu zucken (Verbindungsprobleme).


WOHER?!

Doch kommen wir zum Wesentlichen zurück. Langsam kam ich am Ufer an und das Beste war, dass Jason absolut keine Ahnung hatte. Ich reparierte das Boot dank gefundener Schiffsschraube und Benzintank. Mein Weg in die Freiheit war so nah. Ich warf einen Blick auf die Karte und sah, dass Jason sich gerade mit einem meiner „Freunde“ beschäftigte. Doch warte mal… irgendwas stimmt da nicht. Jason ließ ihn durch und verschwand.

Gut, mir egal! Folglich nahm ich im Boot Platz, gerade als ich den Motor starten wollte, tauchte Jason aus dem Wasser auf, warf das Boot um und ich fiel aus diesem in den matschigen Sand. Jason holte mit seiner Machete aus – Freitag der 13te ist wahrlich ein schlechter Tag. Mit einem Ausweichschritt traf Jason nur meine Schulter, ich machte kehrt und lief so schnell ich nur konnte. Natürlich war ich chancenlos, denn Jason tauchte direkt vor mir auf. Plötzlich ertönte der Schuss eines Gewehres und Jason ging bewusstlos zu Boden. Tommy Jarvis, ein Jäger den man über ein Funkgerät rief, kam mir zur Hilfe. Solange Jason benommen am Boden lag, gingen wir zum Boot und starten erneut den Motor. Jason Voorhees wäre nicht Jason Voorhees wenn es so leicht ginge. Erneut tauchte er vor uns auf, rammte das Boot um und resultierend daraus fielen Tommy und ich ins Wasser.

Friday the 13th
Jason ist keineswegs wasserscheu. Ganz im Gegenteil bewegt er sich in Gewässern sogar noch schneller.

 

Ich verlor Tommy aus den Augen, als ich am Ufer ankam. Mit einem abschließenden Schrei von Tommy Jarvis, rettete ich mich zum Ausgang und war bei den Polizisten in Sicherheit. Trotzdem stellte sich mir die Frage, woher wusste Jason genau wo ich bin und wieso konnte der einzige Überlebende neben mir einfach so entkommen. Erst später stellte sich heraus, dass dieser mit Jason unter einer Decke steckte und unsere Positionen an diesen weitergegeben hatte…


Der Abschlussbericht

In einem Abschlussbericht der Polizei konnte man schließlich noch ein paar Fakten entnehmen. Somit schien Jason Voorhees neben dem Camp, in welchem wir um unser Überleben kämpften, auch noch in zwei Weiteren Gebieten Teenager zu jagen und dabei immer die selbe Vorgehensweise zu wählen (Bisher gibt es nur drei verschiedene Karten mit einem einzigen Spielmodus).

Außerdem trug er immer andere Kleidung und andere Waffen, welche sich geringfügig auf seine Fähigkeiten ausgewirkten.

Friday the 13th
Unterschiedliche Skins stehen euch nach und nach zur Verfügung.

 

Hinzukommt noch die Tatsache, dass sein kleiner schäbige Gehilfe bei jedem Trip mit von der Partie war, ihm aber keine Mitschuld zugeordnet werden kann (Eine Melde- oder Bestrafungsfunktion für solche Spieler fehlt leider gänzlich. Entwickler Gun Media will aber etwas dagegen unternehmen).


Fazit:

Das Spiel Friday the 13th kann man relativ gut mit dem Spiel Dead by Daylight vergleichen, welches Kollege Philipp in einem anderen Bericht übernahm. Zwar gibt es im Vergleich zu Dead by Daylight keine verschiedenen Mörderfiguren, dafür spielt der Spieler im Laufe des Spiels nach und nach neue Varianten von Jason frei. Diese unterscheiden sich anhand unterschiedlicher Waffen, als auch durch verschiedene Stärken und Schwächen.

Obgleich das Spiel sich mit Verbindungsproblemen und optischen Abstrichen herumärgern muss, umso überragender ist die dichte Atmosphäre und die immer wieder aufkommende Soundkulisse, welche Jason ankündigt. Ist Jason Voorhees in eurer Nähe und er hat nicht die jeweilige Fähigkeit aktiviert um seine Nähe zu verbergen, fährt die musikalische Untermalung hoch und lässt das Blut in den Adern gefrieren. Regelmäßige Schockmomente, diverse freischaltbare Kleidungsstücke und sogenannte Perks der Teenager runden die Sache schließlich ab.

Friday the 13th
Mit der erspielten Währung lassen sich neue Perks für Teenager und neue Exekutionen für Jason freischalten.

 

Friday the 13th ist einer von den Titeln, welcher in den ersten paar Runden nicht viel herzugeben scheint. Wenn man sich mit dem Spiel allerdings ein wenig auseinandergesetzt hat, kann sich ein enormes Suchtpotential entwickeln. Klare Kaufempfehlung für Horror-Fans!


 

verwandte Beiträge

Testbericht: Jak & Daxter Trilogy

PlayStation 4 und EA dominieren, Xbox One auf dem absteigenden Ast

Tim Rozenski

Review: DMC: Devil May Cry