Image default
PS4 Tests Xbox One

Spyro Reignited Trilogy im Test

Spyro kehrt mit der Spyro Reignited Trilogy auf die PlayStation 4 und Xbox One zurück. Besitzer einer Nintendo Switch schauen diesbezüglich allerdings bisher noch in die Röhre. Die Trilogie von Activision und Toys for Bob umfasst dabei die ersten drei Spiele der Serie und setzt, neben alten Stärken, auf eine zeitgemäße Präsentation. Warum Spyro extrem gut gealtert ist und sich auch heutzutage nicht vor der Konkurrenz verstecken muss, klären wir im Test!


Spyro Reignited Trilogy:  Vom missglückten Urlaub, bis zur romantischen Liebesgeschichte!

Spyro und sein treuer Begleiter Sparx, eine Libelle, haben es wahrlich nicht leicht. Während ihr im ersten Teil Spyro the Dragon die Drachenältesten befreien müsst und den ungehobelten Gnasty Gnorc bekämpft, wollte das Dreamteam im direkten Nachfolger Spyro 2: Gateway to Glimmer einfach nur etwas im Urlaub entspannen. Leider wurden unsere Helden bereits erwartet und müssen die gewünschte Erholung beiseiteschieben um sich dem Schergen Ripto zu stellen. Wäre das nicht schon genug des Guten, muss das Duo in Spyro 3: Year of the Dragon nicht nur einem mysteriösen Eierdieb das Handwerk zu legen, zusätzlich muss sich der kecke Wirbelwind auch noch mit dem Thema Liebe auseinandersetzen.

Die Spyro Reignited trilogy trumpft mit humorvollen geschichten und komplett vertonten dialogen.

Alles in allem erwarten euch drei überaus humorvolle und abwechslungsreiche Abenteuer. Sehr angenehm dabei ist, dass die Dialoge zwischen dem vorlauten Spyro und seinen Gesprächspartner allesamt mit deutscher Vertonung daherkommen. Obgleich die Sprecher aber großteils einen hervorragenden Job machen, wirkt die ein oder andere Figur ein wenig fehlbesetzt. So erwartet man beispielsweise bei der eitlen Attitude eines bestimmten Ältesten eine entsprechende Synchronstimme, umso überraschter ist man dann, wenn sich dieser als umgänglicher Gesprächspartner entpuppt. Für die sonstige akustische Untermalung wurden die 120 Soundtracks des Originals ebenfalls aufgemotzt. Zusätzlich ist die Remaster-Sammlung aber auch mit den Soundtracks der Urfassungen spielbar.

Spyro Reignited Trilogy
Bahn frei! Hier kommt Spyro!

Aufpolierte Technik trifft auf alten Charme

Spyro hat sich mit jedem weiteren Serienableger immer weiterentwickelt. Standen euch im ersten Ableger von Anfang bis Ende nur Rammattacke, Feueratem und Gleitflug zur Verfügung, ließen sich ab dem zweiten Teil weitere Fähigkeiten erlernen. Demzufolge konnte unser Held dann höhere Kletterwände erklimmen oder gezielt Feuerbälle verschießen. Im dritten Teil steigt ihr dann sogar auf ein Skateboard und schlüpft an bestimmten Passagen erstmalig in die Rolle eines anderen Charakters.

Spyro präsentiert sich schöner denn je und zeigt, dass er verdammt gut gealtert ist.

Aber nicht nur Spyro hat mit jedem Teil neue Tricks gelernt, auch das Leveldesign wurde immer ansprechender. Waren die Level und Ziele bei Spyro the Dragon noch ziemlich überschaubar, wusste man bei den weitläufigen grünen Wiesen von Spyro 3 gar nicht, wo man zuerst anfangen soll zu erkunden. Mal jagen wir höhnischen und agilen Eierdieben hinterher, zerstören Vorräte unserer Gegner in hitzigen Fluglevel, kümmern uns um Schabernack treibende Welplinge oder amüsieren uns mit kugelrunden und putzigen Schafen auf der Weide.

Spyro Reignited Trilogy
Der obligatorische Feueratem darf natürlich nicht fehlen!

Zwischen Edelsteinen und Dracheneiern

Ungeachtet dessen sammelt ihr fleißig Edelsteine und Dracheneier ein, um die einzelnen Level nach Möglichkeit mit 100 % abzuschließen. Denn erst, wenn ihr in diesem Vorhaben erfolgreich seid, könnt ihr zum Beispiel eine geheime Schatzkammer betreten. Das Beste daran ist, dass dies dank zeitgemäßer Animationen, einer knallbunter HD-Optik und überragendem Charakterdesign zwar besser denn je ausschaut, aber der Charme von damals niemals verloren geht. 

Im laufe eurer abenteuer gilt es dracheneier zu finden und herumliegende, beziehungsweise in schatzkisten versteckte Edelsteine zu sammeln.

Auch die Futtersuche für unseren treuen Libellenfreund Sparx ist wichtig. Sparx ist sowas wie unsere Lebensanzeige. Ist Sparx voll aufgeladen (gelbe Farbe), könnt ihr dreimal getroffen werden, bevor der vierte Treffer euch schließlich über den Jordan schickt. Vergleichen kann man diese Art von Symbolik ungefähr mit der Aku Aku-Maske von Crash Bandicoot.

Spyro Reignited Trilogy
Da hat sich seit dem Jahr 1998 einiges getan.

Weder als Taucher noch als Linebacker geeignet

Auf der anderen Seite leistet sich die Spielesammlung aber auch so manchen groben Schnitzer. Teilweise würden wir sogar behaupten, dass diese fast eins zu eins aus dem Original übernommen sind. Vor allem die hakelige Unterwasser- und Flug-Steuerung, sowie die stellenweise schwerfällige Kameraführung inmitten des Sturmangriffs, machen dem Spieler das Leben schwer.

Spyro ist für neulinge sehr zugänglich, bietet aber genre-veteranen kaum eine wirkliche herausforderung.

Doch auch beim Schwierigkeitsgrad hätte Entwickler Toys for Bob ruhig noch ein paar Variiationen einbringen können. Im Gesamten ist Spyro Reignited Trilogy für erfahrene Spieler nicht wirklich eine Herausforderung. Sowieso bietet der Titel relativ wenig Neuerungen. Lediglich ein paar kleinere Herausforderungen, wie beispielsweise das Hockey-Minispiel ohne Gegentor zu beenden, wurden den Titeln hinzugefügt.

Spyro Reignited Trilogy
Kumpel-Libelle Sparx steht euch stets zur Seite.

Fazit: Award

Mit Spyro Reignited Trilogy veröffentlichte Activision für mich ein persönliches Highlight des Jahres. Schon damals hat mich das dynamische Duo von Drache und Libelle, aufgrund seiner abwechslungsreichen Level und der humorvollen Handlungen stundenlang vor den Bildschirm gefesselt. Umso erfreulicher war es, dass man mit der jetzigen Reignited Trilogy dem alten Spielprinzip treu geblieben ist. Zusätzlich steht Spyro die hochauflösende und knallbunte Optik, wie auch die konstante Bildrate ziemlich gut zu Gesicht.

Demgegenüber steht leider eine ungenaue Tauch-Steuerung und die schwammige Kameraführung beim Rammangriff. Nicht selten kam es vor, dass Spyro unabsichtlich versucht hat mit dem Kopf durch die Wand zu preschen. Ein weiterer Schwierigkeitsgrad hätte ebenfalls für weitere Abwechslung gesorgt.

Jetzt die entscheidende Frage: Für wen lohnt sich die Spyro Reignited Trilogy? Einfach gesagt für jeden, der mit der dem Genre etwas anfangen kann. Habt ihr euch hingegen an dem vorlauten Feuerspeier sowieso schon satt gesehen, wird der Titel eventuell zu wenig Neuerungen beinhalten.


verwandte Beiträge

Testbericht: Fire Emblem: Awakening

Nature225

Nintendo Labo Toy-Con 3: Fahrzeug-Set Testbericht

Christian Ibe

„Rise of the Tomb Raider“ nur zeitlich exklusiv auf der Xbox