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Nintendo Switch Tests

Soulblight im Test

Soulblight ist ein Action-Roguelike Spiel aus der Top-Down Ansicht und führt euch in die Spielwelt von Sanctuary. Eure Aufgabe ist es eine Reihe von Arealen zu überwinden, um den „Baum des Lebens“ neue Lebensenergie einzuhauchen, da dieser aufgrund der Fäulnis verdorben ist. Ob dieses Vorhaben gelingt, verraten wir euch im folgenden Test zu Soulblight.

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Retten wir die Welt

Der Start des Abenteuers.
RPG Meme

Das Gameplay von Soulblight ist schnell erklärt. Ihr startet immer in einer Art Vorraum. In diesem findet ihr unter anderem einen Laden, sowie eine Lagertruhe und einen Schmied. Nach einem Gespräch geht es dann schließlich auch schon ans Eingemachte. In jedem Bereich gibt es einen defekten Mechanismus, welcher das weitere Voranschreiten verhindert. Weiterkommt ihr nämlich erst, wenn ihr den Schaden, durch das Einsammeln und Verbauen eines Ersatzteils, behoben habt. Einmal liegt das Zahnrad in einer Truhe direkt neben dem Mechanismus „versteckt“, während ein anderes Szenario einen Dietrich voraussetzt. Um diesen zu erhalten, benötigt ihr allerdings einiges an Kleingeld, welches ihr mit einer anderen Truhe in Form eines Goldbarrens erhaltet. Beim Laden verkauft ihr diesen und könnt im Anschluss den Dietrich erwerben.

Eine dritte Option wären Mimics in Form einer Truhe, die euch schlichtweg beißt. Mimics sind ein klassiches Element eines Rollenspiels und oft extrem stark. Mimics sind Nachahmer, dies realisieren sie, indem sie Gegenstände nachahmen. In der Regel sind es Schatztruhen, welche sich euch nach dem Öffnen offenbaren und den Helden versuchen unachtsam niederzustrecken.


Die Schwerter kreuzen

Das Kampfsystem ist sehr simpel gehalten, aber genauso schwierig ist es auch eben dieses zu Meistern. Neben dem Angreifen und Blocken, wären das Preschen und das Ergreifen als weitere Möglichkeiten zu nennen. Das Preschen hat Vielerlei Einsatzmöglichkeiten, so bewegt ihr euch einerseits schneller durch die Bereiche, andererseits ist es möglich Feinde wegzustoßen, nachdem sie euch ergriffen haben. Seid ihr vom Gegner ergriffen worden, könnt ihr ihn auch einfach Angreifen, was allerdings aufgrund der Gegenwehr eures Widersachers durchaus gefährlich ist. Hauptsächlich seid ihr mit Angreifen und Blocken beschäftigt, dies erfordert Übung, Präzision und Timing. Sollte das Timing schlecht gewählt sein und ihr trefft den Gegner nicht richtig, gibt dieser euch im Gegenschlag selbst ordentlich auf die Mütze.

Auf der Suche nach Widersachern

Von bunten Kreisen und anderen Schadensfällen

Das Schadens– bzw. Verletzungssystem ist einzigartig gestaltet. Ihr könnt vier Verletzungen erleiden wie klaffende Wunden oder Infektionen. Sollte es zu einer fünften Verletzung kommen erliegt ihr dieser. Dies bedeutet im Umkehrschluss allerdings nicht, dass der fünfte Treffer eines Feindes tödlich ist. Die Verletzungen wirken wie Statuseffekte aus, dies äußert sich durch Verlangsamung eures Helden, kann aber genauso Vergiftung oder Blutung mit sich bringen. Natürlich schränken euch diese ein, bei den Händlern oder Läden, welche eher wie ein Getränkeautomat aussehen, sind glücklicherweise verschiedene Heilmittel erwerbbar. Einen Lebensbalken findet ihr sowohl bei euch, wie auch bei Feinden in Form eines Kreises um den Charakter.

Inventaransicht

Fertigkeiten sind für Amateure

Ein interessantes System bildet bei Soulblight das Taintsystem. Es gibt keinerlei Fertigkeiten oder Skilltrees die es zu erweitern gilt. Die sogenannten Taints sind als Charakterzüge zu verstehen und lassen sich auf eurer Reise erwerben. Zu Beginn jedes Areals kann man 3 Pfade wählen. Zwei davon werden von ein und demselben Zeichen geschmückt, der dritte Weg hingegen kommt ohne Symbol daher. Jeder dieser Taints beschreibt eine Aktion, welche eure Stärke steigert oder senkt. Die Taints haben dabei eine recht hohe Vielfalt, beispielsweise wird man immer stärker, umso mehr man isst oder unsere Lebenspunkte werden durch den Besitz verschiedener Items im Inventar erhöht.

Gespräch um einen Taint zu erhalten

Fazit:

Leider sind es einfach viel zu viele negative Faktoren, wie der viel zu hohe Schwierigkeitsgrad, die schlichtweg dämlichen und lächerlichen Animationen der Charaktere oder die unansehnlichen Vogelperspektive, die den Spielspaß deutlich schmälern. Hinzukommt eine Art „Zwang“ das Spiel auf die Art zu spielen, wie der Entwickler es vorgesehen hat. Alternativen oder eine Chance einen persönliche Note einfließen zu lassen, sucht man bei dem Dungeoncrawler demnach vergebens.

Das ist schade, denn vom Grundgerüst her, hätte Soulblight durch seine gelungene düstere Atmosphäre, der stimmigen akustischen Untermalung, wie auch dem einzigartigen Taint-System und der verschiedenen Statuseffekte, ein nennenswertes Roguelike werden können.


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