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PS4 Tests Xbox One

Soul Calibur 6 im Test

Mit Soul Calibur 6 von Bandai Namco Entertainment erschien der nunmehr sechsten Teil der beliebten Beat ‚em up-Reihe für die Xbox One und PlayStation 4. Schon in der Vergangenheit bestach die Serie durch actiongeladene Kämpfe, große Waffen und dem einen oder anderen Gastauftritt bekannter Charaktere. Waren es doch Meister Yoda oder Darth Vader von Star Wars, wie auch Link aus The Legend of Zelda die uns in wohliger Erinnerung blieben. Auch der neue Teil möchte daran anknüpfen und schickt mit Geralt von Riva den wahrscheinlich beliebtesten Hexer der Videospielgeschichte in den Ring. Ob sich der toughe Hexer gegen die alten Haudegen von Soul Calibur beweisen kann und was der Titel sonst noch so zu bieten hat, verraten wir euch in unserem Test! 


Soul Calibur 6: Das verdorbene Schwert

Soul Calibur 6
Geralt von Riva aus The Witcher als Gastcharakter macht auch in Soul Calibur eine hervorragende Figur.

Im Mittelpunkt der repetitiven Handlung, steht das sogenannte Soul Edge. Schon wenn ihr das Spiel zum ersten Mal startet, schneidet ein kurzes Intro die bevorstehende Handlung von Soul Calibur 6 an. Demgemäß hat sich der Pirat Cervantes das Soul Edge angeeignet und verbreitet seither Angst und Schrecken. Erst durch das Auftauchen der griechischen Schönheit Sophitia Alexandra und der Kunoichi Taki kann der finstere Pirat bezwungen werden. Im Anschluss verschwinden beide, woraufhin das Soul Edge zurückbleibt. Siegfried Schtauffen, benommen durch die Situation, unterliegt der Macht der verfluchten Waffe schließlich und wird infolgedessen zum dunklen Ritter Nightmare.

DIe Haupthandlung umfasst die Geschichte des verfluchten Soul Edge.

Was das Eröffnungsvideo nur anschneidet, wird im Modus GESCHICHTE: Seelen-Chronik schließlich komplett durchleuchtet. Anders gesagt handelt es sich hierbei um den Story-Modus, bei welchem ihr die Handlungsstränge verschiedener Charaktere spielt. Die dramatischen Geschichten jedes einzelnen Kämpfers wird dabei zwischen den Kämpfen hauptsächlich durch vertonten Dialoge erzählt. Auf die ein oder andere Videosequenz dürft ihr euch aber auch freuen.


Die Waage der Seelen Teil 1: Ihr selbst seid der Held!

Soul Calibur 6
Selbst ist der Held: In der Hauptrolle von Waage der Seelen steht eure selbst erstellte Figur.

Damit nicht genug trumpft Bandai Namco Entertainment zusätzlich noch mit einer zweiten Kampagne auf. Dieser schimpft sich Mission: Waage der Seelen, erzählt die Geschichte des verfluchten Schwertes aus einer anderen Sicht und versetzt euch in die Rolle eures selbsterstellten Helden. Die Anpassungsreichweite reicht dabei von der grob gefächerten Auswahl unterschiedlicher Rassen, bis hin zum detailreichen Verändern verschiedener Körpermerkmale wie Muskel- oder Brustgröße. Abschließend dürft ihr natürlich noch einen Namen vergeben und den Recken mit einer Waffenart ausrüsten.

In der hauptrolle der zweiten kampagne steht euer eigener held.

Charaktererstellung abgeschlossen, finden wir uns auf einer Weltkarte wieder. Hier stehen euch je nach Spielfortschritt verschiedene Anlaufpunkte zur Verfügung. Demnach lernt ihr zum Beispiel verschiedene Kniffe des Spiels im Dojo oder könnt euch direkt der ein oder anderen Mission widmen. In den Letzteren kämpft ihr nicht nur gegen Seriencharaktere, sondern duelliert euch auch gegen namenlose Banditen, Söldner oder Schläger auf. Geht ihr daraufhin siegreich aus einer Schlacht, passiert es nicht selten, dass sich eure Feinde mit euch verbünden wollen. Eure Verbündeten unterstützen euch ab diesem Zeitpunkt schließlich mit nützlichen Hilfsmittel.


Die Waage der Seelen Teil 2: Eure Ausrichtung beeinflusst den weiteren Spielverlauf

Soul Calibur 6
Die Effekte während der Kämpfe können sich absolut sehen lassen.

Anders, wie bei der Seelen-Chronik, wird die Geschichte der Waage der Seelen leider nur mit nicht vertonten Dialogen erzählt. Die Geschwindigkeit der Texte lässt sich hierbei bestimmen oder sogar gänzlich überspringen. Auch lässt sich per Knopfdruck ein Protokoll öffnen, wo ihr alles vergangene Geschehnisse nachlest. Manchmal wird von euch auch die ein oder andere Entscheidung innerhalb der Gespräche verlangt. Je nachdem, wie eure Entscheidung ausfällt, verändert sich auch die Waage der Seelen und euch wird angezeigt, ob ihr euch eher auf der guten- oder auf der bösen Seite befindet. Das ist nicht nur ein cooles Feature, sondern bestimmt auch den weiteren Verlauf der Geschichte und Dialoge.

Entscheidungen innerhalb der dialoge bestimmen, ob euer Charakter gut oder Böse ist.

Nach den Kämpfen werdet ihr mit etwas Beute belohnt. Dies kann eine bestimmte Menge an Gold sein, kann aber auf der anderen Seite in Form von neuen Waffen oder Lebensmittel deutlich nützlicher ausfallen. Letztere werft ihr vor einem bevorstehenden Kampf ein und bringen euch einen netten Bonus wie 20% mehr Leben ein. 


Typisches Gameplay

Kommen wir zum wichtigsten Teil eines Beat ‚em ups – dem Kampf! Standardmäßig kämpft ihr bei Soul Calibur 6 im direkten Duell gegeneinander. Wie man es aus dem Genre kennt, verkettet ihr durch das Drücken verschiedener Tastenkombinationen leichte- und starke Schlagkombinationen, führt verschiedene Griffe und Würfe aus oder bedient euch mächtiger und verheerenden Spezialangriffen. Letztere werden übrigens Kritische Klinge genannt und werden durch kurze Sequenzen eindrucksvoll in Szene gesetzt. Ausführbar sind diese, sobald eine kleine Anzeige neben eurer Lebensleiste mindestens einmal gefüllt ist.

Soul Calibur 6 erfindet das Beat‘ em up-Rad nicht neu, sondern hält an den erfolgreichen Wurzeln der reihe fest.

Alternativ dazu lässt sich mit der Selbigen auf die Seelenladung zurückgreifen, welche euch nicht nur einen ordentlichen Powerschub verleiht, sondern auch grimmige Angriffe freischaltet. Soeben genannte Attacken sind besonders mächtig und dezimieren das Leben des Gegners ziemlich effektiv.


Schere-Stein-Papier und Ring Outs

Soul Calibur 6
Kritische Klingen-Angriffe werden fulminant in Szene gesetzt.

Neben der kritischen Klinge, gibt es noch die Umkehr-Klinge, welche ihr durchs Drücken einer Schultertaste aktiviert. Die Umkehr-Klinge lässt sich zum einen benutzen, um einen Angriff zu kontern, eignet sich aber auch in der Offensive. Trifft eure Umkehr-Klinge (oder die des Gegners), beginnt ein kleines Minispiel, welches nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip funktioniert. Demzufolge drückt jede Partei eine Taste und je nach gewählter Taste wird über Sieg oder Niederlage des Minispiels entschieden. Bei einem Patt, also wenn beide Spieler dieselbe Eingabe tätigen, wiederholt sich die ganze Prozedur. Wenn selbst darauffolgend kein Gewinner feststeht, wird dem Initiator der Umkehr-Klinge der Vorteil zugesprochen.

Die umkehr-klinge ist sowohl offensiv, wie auch defensiv nutzbar.

Das facettenreiche Kampfsystem bietet aber noch viel mehr als das. Kniffe wie der Tödliche Angriff, welcher dem Getroffenen sogar die Kleider vom Laib reißt, der selbsterklärende Lähmende Angriff und ein Angriffskonter sind ebenfalls mit dabei.  Für die Defensive sorgt die Möglichkeit zu blocken, sowie die 8-Wege-Steuerung. Letztere ermöglicht es euch oberflächlich beschrieben um den Gegner herumzutänzeln – kennt man aber auch aus anderen Genre-Vertretern!

Ring Outs gibt es natürlich auch wieder. Kurzum lassen sich Duelle damit gewinnen, indem ihr euren Kontrahenten einfach über den Rand der Arena stößt. 


Berühmter Hexer ist mit von der Partie

Soul Calibur 6
Tira wurde schon als erster Charakter des Season Pass bestätigt.

Schon in der Einleitung bin ich auf die zahlreichen Gastcharaktere zu sprechen gekommen und auch der neueste Ableger lässt sicherlich mit dem Auftreten von Geralt von Riva einige Herzen höher schlagen. Der Hexer aus der The Witcher-Reihe mischt die alten Haudegen des Beat ‚em ups ordentlich auf und bedient sich dabei seiner beiden Langschwerter, wie auch dem ein oder anderen Zauber seines hauseigenen Spiels.

rund 20 Charaktere stehen euch zum Kampf zur verfügung.

Neben dem besagten Hexer, sind aber natürlich auch alte Soul Calibur-Ikonen wie Nightmare, Maxi oder Mitsurugi ebenso am Start. Durch den erhältlichen Season Pass soll der Kader in der Zukunft noch erweitert werden.


Was gibt es sonst noch zu tun?

Soul Calibur 6
Raphael ist bereit zum Kampf.

Vorweg möchten wir erwähnen, dass wir den Online-Multiplayer nicht wirklich unter die Lupe nehmen konnten. Zwar waren die Server scheinbar online, aufgrund des noch bevorstehenden Erscheinungstermin ließen sich aber keine Gegner finden. 

Ansonsten erwarten euch Soul Calibur 6 gewohnte dem Genre entsprechende Kost. Neben den bereits angesprochenen Story-Modi, dürft ihr euch also im klassischen Arcade gegen aufeinanderfolgende Gegner messen, im lokalen Multiplayer einem Freund ordentlich auf die Mütze geben oder trainiert verschiedene Combos und Manöver im Training.

versus-kämpfe werden durch neuer Kampfmodi abwechslungsreicher denn je.

Verschiedene Modifikationen im Versus-Kampf bringen zusätzlich ein wenig mehr Würze in die lokalen Kloppereien. So sind unter anderem Ringouts ausstellbar, der Kampfmodus Rutschpartie macht den Untergrund für beide Spieler rutschiger, während der Rückstoß nach einem Treffer bei dem Modus Explosion erhöht ist. Zusätzlich lassen sich noch diverse Einstellungen wie die Anzahl der Runden oder die Rundenzeit einstellen.


Technik

Soul Calibur 6
Der finstere Nightmare sorgt wieder für ordentlich Trubel.

Technisch macht Soul Calibur 6 alles richtig. Das Spielgeschehen und die Animationen laufen zu jeder Zeit flüssig, Treffer fühlen sich glaubhaft und wuchtig an und auch optisch stehen die detaillierten Charaktermodelle und Umgebungen dem Titel verdammt gut zu Gesicht. Für die akustische Untermalung sorgt ein abwechslungsreicher und stimmiger Soundtrack. Des Weiteren lassen sich Dialoge wahlweise in englischer- oder japanischer Vertonung vernehmen.

Technisch macht die Reihe einen enormen sprung nach vorne und wirkt in sich zu jeder zeit stimmig.

Fazit: Award

Soul Calibur 6 erfindet das Rad nicht neu, sondern hält an seinen Idealen und dem erfolgreichen Spielprinzip fest. Zwei Story-Modi, verschiedene zusätzliche Spielvarianten und ein Online-Modus dürften Spieler langfristig bei Laune halten und beschäftigen. Technisch macht der neueste Ableger im Vergleich zu seinen Vorgängern ebenfalls einen gewaltigen Schritt nach vorne und liefert neben einer konstanten Bildrate, auch noch eine ansehnliche Grafik. Vertonung und Soundtrack sind ebenfalls stimmig und setzen dem technischen Gesamtpaket schließlich der Krone auf. Demgegenüber ist die Haupthandlung allerdings ziemlich repetitiv, die Präsentation bei Waage der Seelen eher lieblos und auch die Möglichkeit verschiedene Handicaps im Versus-Modus einzustellen fehlt dem Titel gänzlich.


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